Nur vier Hinweise nach „ZDF-Aktenzeichen XY“

NRW: Nicht zu fassen – Mörder Ali Akbar ist nicht zu fassen

Von JOHANNES DANIELS | Nach dem brutalen Messermord an Event-Planerin Anna S. (†36) ist der Verdächtige Ali Akbar Shahghaleh, 44, weiter auf der Flucht. Gestern hatte Kommissar Guido Adler von der Düsseldorfer Mordkommission bereits eingeräumt: „Wir wissen überhaupt nicht, wo er ist“, PI-NEWS berichtete am Montag über das interkulturelle Abschlachten.

Am Mittwoch stieg wieder ein Polizeihubschrauber über dem Tatort auf und machte Aufnahmen, um den möglichen Fluchtweg nachzuvollziehen – die Kosten für den Steuerzahler betragen 2.000 € pro Stunde, der Einsatz von Polizeidrohnen ist möglicherweise noch unbekannt in NRW.

Durch Zeugenaussagen und Mantrailer-Hunde, die direkt nach der Tat die Witterung des Täters aufnahmen, sind die Ermittler sicher, dass Shahghaleh Richtung Süden floh. Dort verliert sich jede Spur des Menschengeschenks.

xy-zdf: Akbar-Aktenzeichen ungelöst

Auch die Täterfahndung bei „Aktenzeichen XY ungelöst“ am Mittwoch brachte keine Lösung, bislang kamen nur vier Hinweise aus den Reihen der geriatrischen ZDF-Zuschauer. Bis vor der Ausstrahlung waren etwa 40 lokale Hinweise auf Ali Shahghaleh bei der Mordkommission eingegangen. Sie werden derzeit „gesichtet und ausgewertet“. Zudem haben die Ermittler alle „Anlaufadressen“ des Mannes im Auge.

Aktenzeichen XY-Moderator Rudi Cerne begrüßte die TV-Zuschauer mit den Worten: „Wir müssen gleich mit einem besonders erschreckenden Mord beginnen.“ Es folgten das Fahndungsfoto und eine Beschreibung des Tatverdächtigen. Cerne warnte: „Vermutlich ist er immer noch mit dem Tat-Messer bewaffnet. Wenn Sie also Ali Akbar Shahghaleh sehen, gehen Sie bitte kein Risiko ein, sondern wählen Sie den Notruf.“

Ali Akbar – Asylant seit 2010 – so wie seine acht Brüder

Ali Akbar Shahghaleh stammt aus dem Iran und ist seit 2001 staatssubventioniert in Deutschland – so wie acht Brüder (!!!). Bereits 2010 sei er als „Asylant“ anerkannt worden. Warum der Illegale diesen Status bekam, ist nach Behördenangaben „unklar“ – die Ermittler können dazu derzeit keine Angaben machen.

Nach Mutmaßungen der BILD könnte Akbar Shahghaleh „Kurde sein“ – der Mittelname „Akbar“ spricht allerdings dagegen. In Deutschland lebte er zunächst in einem Flüchtlingsheim, später in einer vom „Job Center“ finanzierten Wohnung. Seit April 2017 war er wieder mit einer anderen Anschrift in der Düsseldorfer Brunnenstraße gemeldet.

Selbst der Einsatz eines SEK-Spezialeinsatzkommandos in dieser Wohnung des 44-jährigen iranischstämmigen Mannes führte nicht zum Erfolg. Das SEK hatte sie nach der Tat gestürmt, aber sie war leer. Ali Akbar Shahghaleh war nicht zu Hause.

Stundenlang fuhren Streifenwagen und Motorradpolizisten durch das prekäre Unterbilk und Düsseldorf-Friedrichstadt. Auch an den südlichen Ausfallstraßen waren Streifen postiert und Mantrailer-Hunde kamen zum Einsatz. Sie können Spuren bis zu einem Kilometer lang verfolgen, sollten vor allem nach der Tatwaffe suchen. Ergebnis: negativ.

Nach Zeugenaussagen trug der Mann am Montag einen hellblauen Trainingsanzug, vermutlich erheblich mit dem Blut von Anna S.befleckt. Er hatte ein Käppi auf dem Kopf und einen Dreitagebart. Shahghaleh soll zuletzt stark abgenommen haben, er wirke auch deutlich älter als „44“.

Motiv noch unklar – Medien: Beziehungstat – Psychische Erkrankung

Das vermeintliche Motiv des iranischen Mörders ist noch unklar. Guido Adler, Leiter der zuständigen Mordkommission: „Er hat eine 50-prozentige Schwerbehinderung wegen einer psychischen Erkrankung.“ Mit sowas kann man natürlich keinem richtigen Job nachgehen. Der Iraner soll auch schon mal in der mehr-oder-weniger-geschlossenen Psychiatrie behandelt worden sein.

Ali Shahghaleh half in einem Kiosk an der Bilker Allee aus, der einem „Familienmitglied“ gehört. Dort war Anna S. Kundin. „Wir glauben, dass es sich bei der Beziehung aber nur um Freundschaft gehandelt hat“, erklärt Kommissar Adler. Shahghaleh soll der jungen Eventmanagerin zuletzt zum Beispiel einen Ventilator besorgt haben, weil die beiden Katzen der Frau, die in einer Dachgeschosswohnung in unmittelbarer Nähe des Tatortes wohnte, so unter der Hitze litten.

Briefe des brutalen Stalkers an sein Opfer

Auf der Suche nach dem Motiv könnten vier Briefe eine entscheidende Rolle spielen, die man in der Wohnung des Opfers fand. Ali Akbar Shahghaleh schrieb sie eigenhändig in „mittelgutem Deutsch“ an Anna S.

In einem „Brief“ bittet Ali Shahghaleh Anna S. um vermeintliche Entschuldigung. Offenbar hatte der Iraner ihr ein Fahrrad und einen Ventilator schenken wollen, worum es dann Streit gab. Anna S. hatte die Nummer des iranischen Stalkers in ihrem Handy blockiert. Shahghaleh flehte sie an, die Nummer zu entsperren:

„Jeder Sekunde ohne Dich ist die Hölle für mich.“

Der Düsseldorfer Diplom-Psychologe Dr. Albert Wunsch zeigt Verständnis für den „emotional verwirrten“ Mörder:

„Aus dem Schreiben lässt sich eindeutig ablesen, dass es sich hier um eine ganz tragische Beziehungstat handelt. Ein schwaches Ich fühlt sich durch so einen Schritt stark entwertet, dann ist alles möglich.“

 

Dass der Stalker keinen Kontakt mehr zu Anna S. aufnehmen konnte, habe den Täter offenbar sehr gekränkt.

Der Brief im Wortlauf (mit leichten Rechtschreibkompetenzfehlern):

„Liebe Anna, Du bist eine Sehr hübsche, glückliche und selbständige Geschäftsfrau. Ich versuche nicht Dein Leben kaputt zu machen. Denn ich brauche Deine Hilfe um mein Leben wieder neu aufzubauen, Du hast mein Telefon blockiert und ich habe keine Möglichkeiten Dich zu erreichen. Deswegen schriebe ich. Habe meine Wohnung gekündigt und muss umziehen. Dein Fahrrad und den Ventilator von Deinen beiden süßen Katzen ist bei mir zuhause. Bitte lass die Sache zu Dir bringen, die waren Geschenkt und punkt….

Ich bin ein Blödmann. Unserer Streit angefangen auf die Dinge wie Nähmaschine und paar blöde Wort von mir. Ich akzeptiere meine Fehler und entschuldigte mich tief aus meinem herzten. Danach die dumme WhatsApp meiner Familie. Die Familie wollte das Fahrrad und den Ventilator haben und für ihre blöde Nachbarn schenken, auf diesem Grund muss ich Dich Verloren und Sehr Leiden, ich möchte Dir einfach nur mitteilen wie sehr ich Dich brauche und Du mir fehlst. Jeder Sekunde ohne Dich ist die Hölle für mich.

Dein Blödmann Ali.“

 

Blödmann Ali greift Zeugen mit Tatmesser an

Der leitende Ermittler Guido Adler sagte, ein Passant sei Augenzeuge der Tat geworden. Dem Mann sei die Frau auf der Straße entgegen gekommen, verfolgt von dem Verdächtigen. Dann lief der Zeuge weiter, hatte aber „das dumpfe Gefühl, als würde Shaghaleh die Frau verfolgen“. Dann habe er Schreie gehört und sich umgedreht. Dabei habe er gesehen, wie der Mann im hellblauen Trainingsanzug auf die Frau erst eingeschlagen hatte, sie zu Boden prügelte und dann auf die am Boden liegende Anna S. eingestochen habe, berichtete der Zeuge den Ermittlern. Er lief zurück, verfolgte zusammen mit einem Radfahrer den „mutmaßlichen Täter“ in Richtung Weberstraße.

Der brachiale Messermörder wurde dann von dem Passanten und einem Radfahrer verfolgt und in einem Gebüsch aufgespürt. Als Ali Akbar die Männer bemerkte, sprang er aus dem Gebüsch und lief mit hoch erhobenem Messer auf sie zu. Die Zeugen zogen sich zurück, sahen nur noch, dass der Iraner zu Fuß in Richtung Corneliusstraße lief.

Wie im Rausch hatte der Angreifer mit einem großen Messer auf die Frau eingestochen. Drei Stiche davon wären jeder für sich bereits tödlich gewesen. Deswegen warnt die Polizei davor, selbst gegen den Mann vorzugehen, sollte man ihn erkennen. Er könnte in die Enge getrieben zu weiteren Gewalttaten in der Lage sein. Auch einen möglichen Suizid schließt die Polizei nicht aus.

Seine acht Brüder, die von der Tat „noch schockiert“ seien, befürchten das Schlimmste: Dass sich Ali Akbar Shaghaleh eventuell selbst töten könnte.