Überwiegend wohlhabende libysche Familien mit umfangreichem Hausstand

„Aquarius“ – neuerdings „Seenotrettung“ mit Haustier

Von PLUTO | Die sogenannte Seenotrettung im Mittelmeer – für viele Deutsche der Inbegriff des absoluten Samaritertums, das „must have“ der Menschlichkeit. Jetzt „retteten“ die „Ärzte ohne Grenzen“ von der „Aquarius“ wieder 58 „Flüchtlinge“. Die meisten gut betucht, mit Kind und Kegel, Sack und Pack. Auch ein Hund war darunter. Durchaus möglich, dass „Bella“ zum Kontingent der 15 Personen gehört, die dem Vernehmen nach in Deutschland Asyl beantragen dürfen.

Chefreporterin Julia Pascual hat jetzt für „Le Monde“ direkt von Bord der „Aquarius“ berichtet. Die Überschrift lautet „Es sind überwiegend gut situierte Familien aus Libyen“. Es handelte sich um 58 Personen, die zwischen dem 20. und 23. September auf dem Schiff von „Ärzte ohne Grenzen“ und „SOS Mediterranee“ aufgenommen wurden. Überwiegend wirtschaftlich wohlhabende Leute, wie ein Verantwortlicher der „Aquarius“ einräumt. Darunter eben auch – der Hund.

Die Reporterin beschreibt ihn als dickes Hündchen mit weißem Bäuchlein und hübsch frisiert. Es hört auf den Namen Bella. Die 44-jährige Besitzerin wollte sich nicht von ihm trennen. Man lebe seit acht Jahren mit ihm, er sei wie ein alter Freund. Und die Schleuser hätten kein Extra-Geld verlangt.

Da mochten auch die Retter der „Aquarius“ nicht Nein sagen und nahmen den tierischen Asylanten an Bord. Eine solche Situation habe es in zweieinhalb Jahren das erste Mal gegeben, versichern die selbsternannten NGO-Retter.

Es sei frappierend, soviel Kinder, soviel Gepäck und diesen Hund zu sehen, berichtet die Reporterin. Die libysche Hundebesitzerin, der Beschreibung nach heller Teint, blond, hübsch anzusehen, stieg mit vier Kindern im Alter von neun bis 22 Jahren und einem 24-jährigen Bruder und 37 anderen Personen in ein hölzernes Schiff am Strand von Zouara. Weniger Betuchte aus der Subsahara mussten mit Gummibooten vorlieb nehmen. An ihrem Wohnort habe sich die Lage zugespitzt, sagt sie, deshalb die Flucht.

Sie sagt, dass ihr Mann vor einem Monat gefangen genommen wurde. Er habe im Lebensmittelhandel gearbeitet und sei wohlhabend. An die Schleuser habe sie umgerechnet 5.000 bis 6.000 Euro gezahlt. Das Fluchtschiff sei 23 Stunden unterwegs gewesen. Der Schiffsführer sei unterwegs an Bord eines anderen Schiffes gestiegen.

Eine andere „gerettete“ Frau, Ibtissim (40), ist mit Mann und zwei erwachsenen Söhnen sowie vier Paketen Zigaretten auf der „Aquarius“. Sie gibt an, für eine italienische Modefirma Badeanzüge und Wäsche zu entwerfen. Sie sei viel in der Welt herumgereist, und ein Teil der Familie lebe in Frankreich. Ihr Mann sei Automobilhändler. In Libyen sei einer der Söhne überfallen worden, und man habe ihn für umgerechnet 8.750 Euro ausgelöst. Das Geld stamme aus dem Verkauf von Fahrzeugen.

Fazit: Es gibt anscheinend „Flüchtlinge“ erster und zweiter Klasse. Die Wohlhabenden fahren (halbwegs sichere) Holzklasse, die Armen Gummiklasse. Special guests bekommen Gratistransfers für Haustiere. Eine Frage des Geldbeutels. Sie steigen ein, weil hinter dem Horizont ein Schiff auf sie wartet. Mit dem Asylgedanken der deutschen Grundgesetzväter hat das schon längst nichts mehr zu tun.

Ehrliche Reportagen wie von Le Monde („Schreiben, was ist“) sind in deutschen Zeitungen tabu, wenn es um Seenotrettung geht. Hier textet man sich in jedem Käseblatt die Finger wund, wenn wieder einmal ein Stadt- oder Kreisparlament Resolutionen verabschiedet, um noch mehr „Seenotrettungsfälle“ auf Kosten der Allgemeinheit aufzunehmen. Wie kürzlich in Hildesheim, aber auch in Metropolen wie Köln oder Düsseldorf. Wer dagegen opponiert, wird als Nazi gebrandmarkt. Antragsteller und Reporter sind beseelt von ihrer Gutmenschlichkeit. Sie schwimmen mit dem Mainstream und sind felsenfest von ihrer Mission überzeugt. Es sind Opportunisten in einer multikulturellen Filterblase.