Nach der Pleite ist vor der Pleite …

1. Abpfiff: Die Post feuert Jogi Löw – zu teuer!

Von PETER BARTELS | Was ist der Unterschied zwischen Beckenbauer & Löw? Der Kaiser konnte Fußball u n d Trainer … Löw konnte nicht mal richtig Fußball, nur in der 2. Liga in Freiburg … Franzl bayerte vor jedem „nächsten Spiel“ schlitzohrig: „Schaun mer mal … Und wurde Weltmeister …“ Löw badenselt nach jedem „letzten Spiel“ gravitätisch: „Sagen mer ma sooo … Oder: Ich sach ma so … Und wurde in Russland aus dem Turnier gefegt …“

Nach dem 1:1 gegen den „Weltmeister“ Frankreich muckte er, die elendste WM aller Zeiten gerade hinter sich, schon fast wieder arrogant: „Wir waren besser als das Ergebnis …“ Jetzt, nach der 0:3-Klatsche gegen „Holll- llland“ (eher „europäische Mittelklasse“, so der ZDF-Reporter Oliver Schmidt) philosophierte er etwas leiser unterm Pony: „Hätten wir gleich ein Tor geschossen, wären wir wohl am Ende nicht so eingebrochen“ …

Hätte … hätte … der liebe Gott laut Bibel nicht irgendwann die Lebenszeit der Menschen auf 120 Jahre begrenzt, könnte Herberger noch heute das „Wunder von Bern“ wiederholen … „Boss“ Rahn mit „Bomber“ Müller und „Uns Uwe“ Tore mit rechts oder links „schießen“, oder einfach mit Bauch, Arsch oder Hinterkopf „machen“… „Dribbelkönig“ Fritz Walter mit „Libero“ Franz Beckenbauer und Günter Netzer „aus der Tiefe des Raumes kommen“, egal, wie „kapott“ der Blonde mit den langen Haaren nach jedem Slalom mit abschließendem „Jahrhunderttor“ wäre … Zur Not gäbe es ja noch den „Stan“ Libuda, den Flankengott … Und hinten „Katsche“ Schwarzenbeck, „Eisenfuß“ Höttges und Sepp, der Depp mit Pepp und den großen Handschuhen …

Hätte, hätte, Fahrradkette … Die Götter sind nicht mehr – die Zeit der Könige ist vorbei. Heute walten die Wächter der Wattebäuschchen ihr spanisches “Tiki Taka“… Heute guckt einer wie Boateng leidend, der mit 30 immer mehr Fehler macht, weil er seit zwei Jahren „muskuläre Probleme“ hat, wie der junge Herr Schmidt (47) vom ZDF ellenlang diagnostiziert. Schließlich geht Boateng nur noch „zu Fuß“ über den Rasen; Boahhh, der Jogi hat leider gerade die letzten beiden Ersatzspieler eingewechselt. Und der „Nachbar“ hat leider zu spät angefangen auf den „bösen“ Oberschenkel zu gucken …

Aber der nette Werner aus Leipzig wuselt wie immer … Kimmich wütet wie immer … Kroos schießt Ecken wie immer … Müller klagt schreiend, sterbend jeden Gegenspieler wegen Majestätsbeleidigung an, der es wagt, ihm einfach den Ball abzujagen, wie immer … Draxler spielt das ewige Schleimer-Talent wie immer … Der hübsche Sané darf auch mal rein, wie immer … Ein Türke namens Emre Can denkt bei der Hymne an „seinen Präsidenten Erdowan“, wie Özil … Und hinten hechtet ein Elefantenbaby namens Neuer den alten Zeiten bei Schalleke hinterher, wie auch immer öfter …

Hinterher, am ZDF-Mikro, schiessen sie alle verschwitzt aber empört, schon mal vorsorglich „zurück“. Wie Matts Hummels, wörtlich: „Wir haben 3:0 verloren, in einem Spiel, das wir meiner Meinung nach gewinnen müssen. Wir bekommen jetzt wieder auf die Fresse, aber heute haben wir uns nichts vorzuwerfen.“

Natürloch nicht … Neiaaan, Matts, nie nich. Die Scheiß Matjes-Macker waren Schuld, diese Edamer-Ekel … Bei denen singen sogar die Neger aus voller Kehle die Hymne mit, pumpen sich mit Adrenalin voll: „Für Holll-llland!“ … Sogar in einer Sprache, die nach Halskrankheit klingt … Und dann schiessen sie auch auch Tore! Unverschämt!! Warum können die nicht anständig und „weltoffen“ verlieren? Schließlich waren WIR doch gerade noch Weltmeister … Und diese bunten Fischköppe noch nie …

Ja, ja, Fußball ist schon ein Scheiß Spiel. Früher dauerte es laut Gary Lineker immer 90 Minuten und am Ende gewannen immer die Deutschen. Dummerweise gewinnen auch heute nur die Besseren. Oder die mit „Holll-llland im Herzen“. Nein, Hummels, heb Dir die Hummeln im Arsch für Frankreich auf, die SIND Weltmeister. Wir haben ja längst alle „verstanden“: Mit Millionen Geldscheinen in den güldenen Schühchen läuft’s sich nicht so behende. Besonders, wenn man in die Fußballer-Jahre kommt. Aber Fritz Walter spielte doch auch noch mit 38 eine Weltmeisterschaft gegen ganz Heja-Sverige? Schlag nach bei Lineker …

Nun ja, vielleicht ist Eure Villa Kunterbunt doch noch nicht ganz verloren. Die BamS meldet auf einer ganze Seite vielleicht die Lösung aller Probleme: Die “Post spart sich Jogi!“ Auf Deutsch (ohne Wattebäuschchen): Die Post feuert Jogi Löw! Er und der ganze DFB-Fußball ist dem Großsponsoren Deutsche Post zu teuer geworden. Die Millionen sollen stattdessen in Arbeitsplätze gesteckt werden. Immerhin müssen laut BamS „so oder so“ 1400 schon ab 55 in den Vorruhestand geschickt werden …

Und Jogi Löws DFB kassiert schließlich jährlich einen „zweistelligen Millionenbetrag“ allein für die MANNSCHAFT und den DFB-Pokal. Dazu die horrenden Kosten für Transport der „MANNSCHAFTS“-Ausrüstung bei Turnieren. Also: „Abfiff für Jogi!“, wie ein Lars Petersen heute im BamS-Wirtschaftsteil (die haben sowas wirklich!) pfiffig schreibt.

In der Tat: Die Millionen für den DFB haben sich in den Jahren geläppert. Und nichts gebracht. Ob die Millionen Sonderbriefmarken von „Dinner for One“ da helfen werden, die sich die Postillone als neues „Notopfer Buntland Berlin“ bei Miss Sophies Champagner ausgedacht haben mögen, steht dahin. Allein Jogi kassiert 3 Millionen jedes Jahr. Ob er von diesem DFB quasi als „Schmerzensgeld“eine Gehaltserhöhung bei der Vertragsverlängerung nach der Putin-Pleite erhielt, ist möglich, wenn auch sinnlos … So „traut“ sich heute sogar BILD-ONLINE nach der Holland-„Klatsche“ zu schreiben: „Note 6 für Jogi!“ Und: „Der Glaube an Löw schwindet“.

„Ja, ist denn schon Weihnachten?“ Ja, Franzl, bald. Und vielleicht sogar endlich ein Ende mit Jogi Löw …


Ex-BILD-Chef Peter Bartels.
Ex-BILD-Chef Peter Bartels.

PI-NEWS-Autor Peter Bartels war zusammen mit Hans-Hermann Tiedje zwischen 1989 und 1991 BILD-Chefredakteur. Unter ihm erreichte das Blatt eine Auflage von 5 Millionen. In seinem Buch „Bild: Ex-Chefredakteur enthüllt die Wahrheit über den Niedergang einer einst großen Zeitung“, beschreibt er, warum das einst stolze Blatt in den vergangenen Jahren rund 3,5 Millionen seiner Käufer verlor. Zu erreichen ist Bartels über seine Facebook-Seite!