AfD für echte Wahlfreiheit bei Kindererziehung

Reichardt prangert mangelnde Wertschätzung für Erziehungsarbeit von Eltern an

Das Grundgesetz bestimmt in Art. 6 unmissverständlich: „Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht.“ Das Grundgesetz bringt damit seine hohe Wertschätzung für die Erziehungsleistung der Eltern zum Ausdruck.

Das verfassungsmäßige Idealbild sieht das Grundgesetz in solchen Eltern, die ihre Kinder selbst erziehen und betreuen. Eltern sind von Verfassungs wegen die zuerst berufenen und die geeignetsten Personen, geht es um Erziehung und Sorge. Hierauf hat der Bundestagsabgeordnete Martin Reichardt, stellvertretender familienpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion, am Donnerstag im Bundestag hingewiesen.

In seiner Rede zu aktuellen familienpolitischen Maßnahmen der Bundesregierung hat Reichardt aufgezeigt, was hinter den wohlklingenden Namen von der „Familienentlastung“ und den „Guten Kitas“ in Wahrheit steckt: nichts als linke Propagandaphrasen und uneinlösbare Wunschvorstellungen.

Der grundgesetzlich verbürgte hohe Rang der Eltern in Sachen Kinderziehung ist längst völlig entwertet, so Reichardt im Ergebnis. Unter der falschen Überschrift „Karriere und Gleichberechtigung“ haben Frauen das zweifelhafte Recht erworben, sich drei Jobs zuzulegen und auf ebenso prekäre Weise arbeiten zu müssen wie die Männer.

Darüber ist eine echte Wahlfreiheit der Eltern in Sachen Kindererziehung, die ohne finanzielle Einbußen auch die Entscheidung zugunsten einer Kindererziehung zu Hause ermöglichen muss, unter die Räder gekommen. Die AfD trete hingegen, ganz im Geiste von Art. 6 des Grundgesetzes, für eine solche Wahlfreiheit ein: ob Kita, ob häusliche Betreuung und Erziehung durch die Eltern – finanziell darf die Wahlentscheidung nicht zum Nachteil jener Eltern ausschlagen, die auf staatliche Betreuung verzichten.

Ein Staat, dem es das wichtigste familienpolitische Ziel zu sein scheint, die Eltern für den Arbeitsmarkt freizusetzen und von ihrer Sorgeverpflichtung quasi kalt zu entbinden, von dem dürfte man zumindest erwarten, dass in Sachen Kita-Ausbau und Kita-Ausstattung alles bestens geregelt ist. Das Gegenteil trifft zu, worauf Reichardt in seiner Rede hinweist: „Bis 2025 fehlen 300.000 Erzieher. Alleine um den Betreuungsschlüssel in den Ländern anzugleichen fehlen über 100.000 Erzieher in Vollzeit. Diese würden 4,9 Mrd. Euro jährlich kosten. Die jetzt bereitgestellten 5,5 Mrd. Euro für vier Jahre reichen nicht annähernd aus. So werden aus unseren Kitas keine Guten Kitas! Genauso wie das Familienentlastungsgesetz nicht die Familien entlastet!“

Wieder ein überzeugender Debattenbeitrag aus den Reihen der AfD-Fraktion, der den Altparteien ihre Worthülsen und verbalen Ablenkungs- und Vertuschungsmanöver nicht durchgehen lässt.