MAISCHBERGER - Untersuchungsausschuss Nr.1052

Stell Dir vor, Priol macht einen Witz … und keiner lacht!

Von PETER BARTELS | Maische mal wieder. Wieder mal kurz vor Mitternacht, also unter Ausschluß der Öffentlichkeit. Diesmal mit einer Vogelscheuche, die Witze kalauerte. Etwa so: “Stoiber wolle eigentlich ‚Biobauern‘ sagen und hat sich in ‚Biobayern‘ verrannt“ …

Die Vogelscheuche: Urban Priol (57), vormals ZDF-„Anstaltsleiter“ im weissen Kittel. Sieben Jahre mußten die Zuschauer den ZDF-Tiefflieger und seine Flattermänner ertragen, die über das Kuckucksnest Deutschland tölpelten. Dann war endlich Winterschlaf für immer. Aus dem ihn jetzt leider die Dame MAISCHBERGER weckte, die devote Aschenbecher-Halterin von Helmut Schmidt. Thema:“ Bayern wählt, Berlin zittert: Droht ein politisches Beben?“ Zur Einstimmung aus der Archiv-Grabkammer, Franz Josef Strauß, der Ur-Bayer, der heute AfD wählen würde … wie die „wahren Bayern“ von der AfD jedenfalls schlitzohrig auf ihren Plakaten behaupten. Strauß aus der Echokammer der Ewigkeit: „Sie beweisen hier, dass Sie nur einen Kehlkopf haben, aber keinen Kopf!“

Josef Nyary, der letzte BILD-Kritiker mit „Gesundem Menschenverstand“ (Chesterton/„Pater Braun“), notierte die „Höflichkeit der Talkrunde“, die den „flauen Erheiterungsversuch“ von „Struwwelkopf-Troll“ Priol … „mit dem Schweigen der Barmherzigkeit“ überging. Der alte weise Mann Nyary resignierend: „Leider versuchte Kabarettist Priol daraufhin immer wieder, den Strauß-Spruch irgendwie zu toppen, mit kläglichem Resultat: Die Talkmasterin zeigte ab und zu wenigstens ein höfliches Lächeln, der Rest der Runde ist einfach nur genervt.“

Blanke Notwehr, Kollege: Zum Glück gab’s Mittwochabend zwischendurch den Fluchtpoint Kabel 1 … da lief Jack Nicholsen!! Die Leiden des alten Werthers wurden nur partiell unterbrochen: Job ist Job …  man kann den Jupp ja nicht alles allein machen lassen … Also immer wieder zurück zur Selbstkasteiung bei Maische. Da war noch Hans Rudolf Wöhrl (70), Modemacher (40 Modehäuser), Airliner (City Jet), mit Dagmar, einer ehemaligen „Miss Germany“ verheiratet, dann CSU- Staatssekretärin. Bei Maische quälte sich Hobby-Pilot Wöhrl geduldig: „Strauß wäre heute politisch sofort tot. Heute sind Politiker gefragt, die den Medien nach dem Mund reden.“

Ach Gottchen, alter weißhaariger Mann, genau darum wird ja die AfD gewählt … Weil sie da den Medien eben n i c h t nach dem rot-grünen Maul reden … Und genau darum wäre dein Franz Josef heute wohl wirklich bei der AfD. Oder … die CSU hätte Merkel längst in die Datsche in die Uckermark entsorgt. Oder zum Gespenst ihres Ziehvaters Honecker nach Chile gejagt. Und so wäre die AfD höchstwahrscheinlich überhaupt nicht nötig gewesen …

Robin Alexander, der allerletzte WELT-Redakteur mit „Gesundem Menschenverstand“, gab bei Maische wiederholt den Erklärbär: „Die Bayern hatten vorher 8 Millionen Menschen. Und w e i l sie so erfolgreich waren, zogen immer mehr hochausgebildete Fachleute (aus Deutschland und anderswo) nach Bayern. So wurden es bis heute 13 Millionen. Diese 5 Millionen Neu-„Bayern“ sprechen zwar kein Bayerisch, eher meinen (hochdeutschen) Dialekt, aber sie „neigen eben zu anderen Parteien“. Robin Alexander (Bestseller seine Merkel-Hinrichtung: „Die Getriebenen“) nannte das bei Maische sarkastisch „Künstlerpech!“

Hast ja recht, junger Mann … Nur: Für die CSU (33%), SPD (10%), FDP (5,5%), LINKE (4,5%) gildet dein Polit-Dreisatz offenbar nicht. Für die AfD (14%) glei gar net … Aber die 18 Prozent der GRÜNEN? Die kann nur a Saupreiß’ glauben, der sich das Hosentürli mit der Kneifzange zumacht … In Bayern jodeln noch immer die Lederhosen, nicht die Wuschelköpfe. Wetten…?!! Sonntag ist Showdown beim Alpenglühn. Da ziehen die Bajuwaren endgültig ihre Fäuste aus der Krachledernen. Da kann der abgespeckte „Rosenheim Kugel-Cop“ Joseph Hannesschläger (56) noch so die Keule für seine SPD und gegen die AfD schwingen: „Die AfD muß kleingehalten werden!“ Auf welchem Mond der Klops lebt, zeigte seine Forderung: Markus Söder sollte schon mal zurücktreten, wegen der drohenden … erhofften Wahlschlappe! Was wiedermal nur beweist, wie gut es ist, dass Schauspieler immer nur Texte der anderen nachplappern dürfen, hilfsweise Souffleusen oder „Neger“ als „Memotoren“ haben.

Die Schlagersängerin Claudia Jung (54) sendete wieder mal „Stumme Signale“ (1.Hit), als sie seufzte, wie beschissen die 5 Jahre im Landtag waren, weil die CSU ihre ‚Freien Wähler‘ stets höhnisch abschmetterte, um sie ein paar Wochen später zu beklauen. Um schlußendlich zu orakeln „Alles was ich brauche bis Du“ (2.Hit). Quo vadis, Claudias Freie Wähler? Noch liegen sie in den Umfragen bei 11 Prozent … Und diesmal wird die CSU jeden Zähl-August brauchen, Claudia…

Jörg Schönenborn (54), der Ober-Onliner der ARD, winkte dann schon mal ganz „unparteiisch“ mit dem GRÜNEN Zaunpfahl: Bayern grenze an Hessen und an Baden Württemberg, da laufen grün-schwarze Koalitionen doch inzwischen recht störungsfrei … Dann warnt der „neutrale“ Smarty aber sicherheitshalber und abgenudelt: Man dürfe die AfD-Wähler nicht in die rechte Schublade stecken“… Mach Dir keinen Kopf, Jörgli, der Wähler hat sie da längst rausgeholt!!

Der „lahme kabarettistische Krakeeler“ (Priol) bekam noch mal theatralisch einen miserabel gespielten „Humtata-Humor-Hustenanfall“, weil Strauß (wieder aus dem Jenseits) sagte: „Die GRÜNEN sind keine demokratische Parteil!“ Was der Mann von WELT trocken präzisierte: „Die GRÜNEN regieren in Berlin längst mit, sie sind das Stützrad der GroKo … Josef Nyary war in seiner Conclusio noch eine Prise trockener: „Das war ein Talk der Kategorie „Polittherapeutischer Stuhlkreis mit Clown“.

Na, dann, Josef, zu guter letzt, Teppichwitz 1052 für Maische und ihre Kalauer-Vogelscheuche Priol:

„Warum wird für Angela Merkel nicht mehr, wie früher für Helmut Kohl, der rote Teppich ausgerollt? Das ist nicht nötig, weil sie immer ihre grünen Läufer dabei hat!“


Ex-BILD-Chef Peter Bartels.
Ex-BILD-Chef Peter Bartels.

PI-NEWS-Autor Peter Bartels war zusammen mit Hans-Hermann Tiedje zwischen 1989 und 1991 BILD-Chefredakteur. Unter ihm erreichte das Blatt eine Auflage von 5 Millionen. In seinem Buch „Bild: Ex-Chefredakteur enthüllt die Wahrheit über den Niedergang einer einst großen Zeitung“, beschreibt er, warum das einst stolze Blatt in den vergangenen Jahren rund 3,5 Millionen seiner Käufer verlor. Zu erreichen ist Bartels über seine Facebook-Seite!