Innenminister und Polizei sehen tatenlos zu

Linksextreme prangern V-Mann schon drei Tage im Netz an

In Niedersachsen können linksextreme Gruppen offen gegen Recht und Gesetz verstoßen, ohne dass sie von der Polizei und Staatsanwaltschaften umgehend gestoppt werden. Auch drei Tage nach Enttarnung eines V-Mannes des niedersächsischen Verfassungsschutzes durch Linksextreme in Göttingen steht der Mann am Pranger im Netz.

Auf dem linken Internet-Portal Indymedia sind nach wie vor sein Name, sein Foto und private Daten veröffentlicht, die von der Göttinger Gruppe Basisdemokratische Linke bereitgestellt wurden. Der V-Mann war an der Georg-August-Universität durch eine Panne aufgeflogen, weil der Verfassungsschutz im Zuge eines Gerichtsverfahrens unterlassen hatte, kritische Textstellen zu schwärzen, so dass die linksextreme Gruppe ihn identifizieren konnte (PI-NEWS berichtete).

Unglaublich, aber wahr: Verfassungsschutz und Dienstherr Innenminister Boris Pistorius (SPD) mit der geballten Polizeimacht sind offenbar nicht in der Lage, den enttarnten Mitarbeiter wirksam und unverzüglich vor dem öffentlichen Pranger zu schützen. Seit dem 13. November, 11 Uhr, stehen die Daten des Mannes für jedermann einsehbar im Netz. Name, Alter, Foto, Lebenslauf, Hobbys, Studiengang, Telefonnummern, Email-Adressen, Heimatadresse, Studienadresse. Sogar die Bankverbindungsdaten des eingeschriebenen Studenten stehen im Netz. So werden auch Freunde und Familienangehörige des Betroffenen in den Schmutz gezogen und in Gefahr gebracht.

Der durch Dilettantismus verbrannte V-Mann wird von den Linksextremen als „Schwein“ bezeichnet, über dessen Enttarnung herrscht helle Freude. Im Einzelnen wird dargelegt, wie man sich gegen „Spitzel und V-Personen der Repressionsbehörden“ am besten schützen kann. Unterschrieben ist der Pranger-Text mit der Drohung „Wir kriegen sie alle“.

Offenbar können Linksextreme in Deutschland schalten und walten wie sie wollen. Die anhaltende Veröffentlichung auf Indymedia durch die linksextreme Szene ist ein dreister Affront gegen das Gewaltmonopol des Staates, der offensichtlich wehrlos ist, das offen rechtswidrige Tun umgehend zu unterbinden und zu ahnden. Die Demonstration von Machtlosigkeit gegen Gewaltangriffe auf die eigenen Leute durch Linksextreme, hier mit Verletzung der informationellen Selbstbestimmung, ist kaum noch steigerungsfähig.

P.S.: PI-NEWS verzichtet auf den Indymedia-Link, um das kriminelle Anprangern nicht zu unterstützen.