Ist das noch alles koscher?

Online-Händler SPD und die Konkurrenz

Von REALSATIRE | Die SPD ist gerade mächtig stolz darauf, als Partei gegen Steuerbetrug im Online-Handel gesetzgeberische Beschlüsse gefasst zu haben. Gleichzeitig ist die SPD aber selbst als Wirtschaftsunternehmen Online-Händler. Liegt hier vielleicht ein Fall von fortgeschrittenem Morbus Ist-mir-doch-egaleritis in unserer bunten B-Republik vor?

Was viele nicht wissen: Die Ex-Arbeiterpartei gebietet über ein gewaltiges Medien-Imperium, das bis nach China reicht. Nach Heuschreckenart steht den Global Player-Genossen der Sinn nach kapitalistischer Gewinnmaximierung, damit angesichts schwindsüchtiger Wähler- und Abgeordnetenressourcen zumindest die Parteikasse liquide gehalten werden kann, falls dies nicht durch dreiste Erhöhung der Parteienfinanzierung gelingt.

So gehören zum Portfolio der SPD-Holding „Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft (ddvg)“ auch geschäftliche Engagements für digitale Produkte in China und Deutschland. In Honkong und Peking über die Cavete Global Ltd. bzw. Cavete Consulting Ltd. als Teilhaber des chinesischen Verbraucherportals okoer.com, das vom Knowhow der Öko-Test (ebenfalls SPD-affin) profitiert.

Im deutschsprachigen Raum durch einen Online-Handel mit „grünen Produkten“ über die GLG Green Lifestyle GmbH mittels der Plattformen Utopia.de und avocado store. Weitere SPD-Beteiligungen findet man hier.

Das gewitzte Wissenschaftsportal sciencefiles.org hat jetzt auf die mögliche Interessenskollision zwischen SPD als Wirtschaftsunternehmen und als Partei aufmerksam gemacht und lässt besorgt anklingen, ob das noch alles „koscher“ sei? Sciencefiles hinterfragt, ob hier nicht eine „Situation vorläge, in der der ONLINEHÄNDLER SPD durch entsprechende Gesetze über die PARTEI SPD gegen die Konkurrenz anderer Onlinehändler unter dem Vorwand vorgehe, man wolle Steuerhinterziehung bekämpfen“.

Der Begriff der Bananenrepublik müsse jedenfalls neu definiert werden, resümiert das kritische Wissenschaftsportal.