Ein wahres Weihnachtsmärchen

Der alte Mann und die Geschichte vom weißen Kater, der ertrank …

Von PETER BARTELS |  „Es war einmal …“ So fingen früher alle Märchen an. Heute hören sie spätestens bei „Super Mario“ auf … Das andere Märchen fängt ähnlich an: „Und es begab sich in jener Zeit …“. Das schöne: Dieses Märchen hört niemals auf, wird jedes Jahr zur „Heiligen Nacht“ wieder wahr.  Die Mär, die der Alte Mann hier erzählt, handelt von einem weißen Kater, der ertrank und überlebte. Irgendwie …

Ein kleiner weißer, leider tauber Kater namens „Hänsel“ hatte ihm die Heilige Nacht, die ein Morgen war, schon einen Tag vorher „beschert“. Das Kerlchen hat nämlich seit zwei Wochen zwei liebe, rabenschwarze Schäferhund-Welpen zu Freunden. Sie stammen aus dem fernen Zichow, eine halbe Stunde vom heute polnischen Stettin entfernt. „Ajax“ und „Hera“; Homer-Freunde wissen Bescheid. Jedenfalls werden Brüderchen und Schwesterchen gerade vom klapprigen „Caesar“, dem letzten der fünf weißen Kanadier, angelernt, zu bewachen, was Herrchen, Frauchen und den beiden Söhnen gehört. Und da Schäferhunde aus dem Osten noch einen klassisch geraden (deutschen) Rücken haben (wie erstaunlicherweise auch die zweibeinigen Ossis), sind sie „halt nun mal da“. Je nun, die Wessi-Schäferhunde mit tief gebeugtem Rücken werden dafür regelmäßig Weltmeister, Wessi-Zweibeiner sogar Weltmeister der Tugend …

Und so toben die schwarz-weißen Drei wie Kinder eben toben: Wuff und Waff, Miau und Fauch. Mal durch die „Jägerstube“ mit dem Guckloch-Bullerofen … Mal um die Bäume … Mal um das kleine Schwimmbecken rum. Wenn’s „Hänsel“ zu ruppig wird, verteilt er schon mal leichte Backpfeifen mit dem Pfötchen, natürlich immer mit eingezogener Bremskralle. Diesmal tollten sie ohne Aufsicht um das Becken; Herrchen und Frauen genossen noch den neuen Aldi-Kaffee auf dem Schlafzimmerbalkon, Big Ben erholte sich vom Hantelstemmen in der Muckibude …

Da muss es passiert sein: „Hänsel“ war offenbar im Rückzug vor den stürmischen Spielkameraden auf den Beckenrand geflüchtet. Die stürmten weiter. Plumps! Wäre wohl  weiter nicht schlimm gewesen (alle Katzen können notfalls schwimmen…). Aber da „Hänseli“ keinen Gehör-, somit auch keinen Gleichgewichtssinn hat, roullierte er sofort Richtung Tiefe und Tod … Irgendein Weihnachtsengel muss Benjamin geweckt haben. Und da sein schönes Zimmer Rundumblick hat, sah er sofort den weißen Fleck im grünen Wasser in den allerletzten Zuckungen: Runter, rein, raus mit der inzwischen leblosen, nassen Katze. „Ajax“ klappte die Öhrchen ab, Motto: „Ich war das nicht … Wir haben nur gespielt …“. Man kennt das aus der Sandkastenzeit der Söhnchen, wenn der eine wegen einer Beule plärrte, der andere das Schäufelchen hinterm Rücken versteckte: „Ich hab nichts gemacht, Mamma, wirklich nicht …“

Diesmal unterbrach Big Ben den Morgen-Kaffee auf dem Balkon mit Heideblick: „Mama, kommst Du mal?!“ … Und als der alte Mann ahnungslos die Stiege zur Jägerstube runter ächzte, saßen beide betröppelt um den trocken gerubbelten „Hänsel“ rum. Der sah ihn aus geröteten Auglein wie einen Geist aus einer anderen Welt an: Alter Mann, auch schon da?! Eine Stunde später trocknete sich „Hänsel“ immerhin schon den feuchten Bauch am Bullerofen mit Glasfenster …

Ja, auch der alte Mann kennt die Mär vom Ochs und Esel im Stall hinter der Krippe. Schließlich liegt Gottes süßes Baby im Advent seit ewig halbnackt im schönen bayerischen Stall in der Heide rum und lächelt. Für seine 70 Mark Kaufpreis breitet Jesulein sogar die Ärmchen aus. Der königliche Mohr mit dem goldenen Umhang hat 298 Mark gekostet, Maria und Josef waren mit je 248 Mark billiger. Aber das Problem mit Merkels teuren Mohren und Moslems kennen wir Christen seit 2015 ja trefflich …

Und der alte Mann weiß auch, dass um den Heiligen Abend seit Jahrhunderten immer wieder gar wundersame Geschichten passieren – von den Gebrüder Grimm bis Charles Dickens. Die Tiere sollen in der Heilgen Nacht manchmal sogar sprechen können. Irgend einer soll Ochs und Esel sogar mal dabei belauscht haben. Nachdem der Esel dem dösenden Ochsen ein Tritt verpasst hatte, fragte er: „Du, Ochse, denkst du denn nicht an das Kind?“ Der Ochse senkte beschämt den Kopf: „Ja, ja, das Kind … Das ist doch die Hauptsache.“ Und fragte dann den Esel: „Wissen das eigentlich noch die Menschen?“

Der Alte Mann fürchtet, seit Coca-Cola den Weihnachtsmann erfand, kennt kaum noch eine Sau das Christkind. Dabei soll mancherorts der Bauer an Heiligabend tatsächlich noch die Tiere im Stall mit Weihrauch oder Weihwasser besuchen. Wenn wirklich, muss es sehr heimlich geschehen; Merkel, ihre rot-grünen Genossen und BUND-Tierschützer würden das Bäuerlein auf der Stelle zum Nazi, mindestens Tierquäler erklären …

Wie auch immer: Der Alte Mann wird dem Weißen Kater Heiligabend was von der Languste abgeben. Und Weihnachten seinen kleinen schwarzen Freunden was vom Truthahn. Und Gottes kleinem Sohn heimlich danken, dass er geboren ist. Wieder mal …

PS: Das kleine Stückchen von Sabines Mini-Bulette hat „Hänsel“ sieben Stunden nach seiner Wiedergeburt  wie vorher gemampft … Danke, Benjamin! Danke, liebes Christkind! Darfst wiederkommen. Falls Du nächstes Jahr noch irgendwie an „Mutti“ und ihren ROT-GRÜNEN Bonzen vorbeikommst …


Ex-BILD-Chef Peter Bartels.
Ex-BILD-Chef Peter Bartels.

PI-NEWS-Autor Peter Bartels war zusammen mit Hans-Hermann Tiedje zwischen 1989 und 1991 BILD-Chefredakteur. Unter ihm erreichte das Blatt eine Auflage von 5 Millionen. In seinem Buch „Bild: Ex-Chefredakteur enthüllt die Wahrheit über den Niedergang einer einst großen Zeitung“, beschreibt er, warum das einst stolze Blatt in den vergangenen Jahren rund 3,5 Millionen seiner Käufer verlor. Zu erreichen ist Bartels über seine Facebook-Seite!