Mama Merkel sei Dank!

Köln: Feiern in der Hochsicherheitszone

Von MARKUS WIENER | Erneut wird das Kölner Stadtzentrum rund um Dom und Hauptbahnhof an Silvester in einen Hochsicherheitstrakt verwandelt. Rund 2000 Polizisten, Ordnungsamtmitarbeiter und private Sicherheitsleute sollen sexuelle Massenübergriffe wie in der Silvesternacht 2015/2016 verhindern. Das dritte Jahr in Folge muss der Staat damit eine enorme Kraftanstrengung unternehmen, um eine der vielen „unerwünschten Nebenwirkungen“ der Merkelschen Grenzöffnungspolitk in den Griff zu bekommen.

Wie hat sich unser einst so schönes Deutschland in den letzten Jahren verändert: Weihnachtsmärkte mit schwerbewaffneten Polizisten und LKW-Fahrsperren, schon beinahe alltägliche Messermorde und Vergewaltigungen im öffentlichen Raum, immer mehr Unsicherheit und ein Gefühl des Fremdseins im eigenen Land. Die einheimische Bevölkerung inklusive gut integrierter Zuwanderer hat sich nicht nur in den großen Ballungsgebieten in einer Art Wagenburgmentalität eingeigelt.

Wer kann, meidet gefährliche Orte nicht nur in der Dunkelheit, meldet seine Kinder nur in ganz bestimmten Schulen an und zieht mit seinen Liebsten in bessere Wohnquartiere. Der Blick über den Tellerrand wird von vielen ganz bewusst gescheut: Warum sich mit dem langsamen Niedergang des Landes oder der Heimatstadt seelisch belasten, wenn zuhause, in den eigenen vier Wänden, in der direkten Nachbarschaft und im Lieblingsverein noch alles ins Ordnung ist? Die Einschläge rücken zwar näher, aber die meisten Menschen sind letztendlich doch recht gut im Verdrängen.

So zynisch es klingen mag: Symbolträchtige Ereignisse wie die festungsartige Verwandlung ganzer Innenstädte aus Angst vor „Schutzsuchenden“ sind deshalb wichtg, um die Bevölkerung wach zu rütteln und aus ihrer Lethargie zu reißen. Nur so kann die politische Lage irgendwann – hoffentlich noch halbwegs rechtzeitig – grundlegend in Bewegung kommen.


Markus Wiener.
Markus Wiener.
PI-NEWS-Autor Markus Wiener schreibt bevorzugt zu Kölner und tagespolitischen Themen für diesen Blog. Der 41-jährige Politologe und gelernte Journalist ist parteiloses Mitglied des Kölner Stadtrates und der Bezirksvertretung Chorweiler. Seit über 20 Jahren widmet er sein politisches und publizistisches Engagement der patriotischen Erneuerung Deutschlands. Der gebürtige Bayer und dreifache Familienvater ist über seine Facebook-Seite erreichbar und bloggt zur Kölner Kommunalpolitik auch unter rutwiess.blog.