Ex-Bundespräsident hält Erinnerung an NSU-Morde wach

Wann besucht Wulff die Hinterbliebenen der deutschen Opfer?

Von H.G. | Der frühere Bundespräsident Christian Wulff hat am Wochenanfang die Familie des in Kassel ermordeten Halit Yozgat öffentlichkeitswirksam besucht. Nur eine Anstandsgeste oder mehr? Was will uns Wulff damit sagen?

Wulff laut Hessisch-Niedersächsischer Allgemeinen:

„Das war ein wichtiger Nachmittag, um deutlich zu machen, dass wir solche Taten nicht vergessen – und weil wir feststellen müssen, dass seitdem sich die Dinge nicht alle zum Besseren entwickelt haben.“

Wohl wahr. Die Dinge haben sich tatsächlich bedrohlich verändert, seitdem sich der Ex-Bundespräsident mit der deutschvergessenen Feststellung unterwarf, dass der „Islam auch zu Deutschland gehört“. Vielleicht reflektiert Wulff mit seiner Kasseler Äußerung auf die verlogene Strategie „Kampf gegen Rechts“, für die Deutschlands Politiker gerne Millionenbeträge im dreistelligen Bereich bewilligen und das „Stärkung der Demokratie“ nennen. Sein demonstrativer Besuch bei den Yozgat`s in Kassel, seine gewollte Öffentlichkeit via Konrad-Adenauer-Stiftung waren jedenfalls ein eindeutiges Statement. Will sagen:  Alles, was rechts ist, ist von Übel. Man sieht es ja an den NSU-Morden.

Die Erinnerung wach zu halten an den Mord des damals 21-jährigen „Deutsch-Türken“ Halit Yozgat am 6. April 2006 durch die rechtsterroristische NSU sei Wulff gerne als menschliche Geste zugestanden, auch, dass ihm der Kontakt zu den Familien der NSU-Opfer 12 Jahre nach dem Verbrechen in Kassel „am Herzen liegt“.

Was Wulff aber offensichtlich völlig abzugehen scheint, ist der geschärfte Blick nach links sowie auf die Szene islamischer Gewalttäter und deren Opfer. Er unterliegt damit der bewussten Einäugigkeit islamaffiner Eliten, für die deutsche Ermordete aus dem Fokus geraten, obwohl sie wie die neun NSU-Opfer einer ideologischen oder religiösen Ideologie zum Opfer fielen. Von einem ehemaligen Bundespräsidenten kann man erwarten, dass er auch die Belange der Hinterbliebenen deutscher Opfer angemessen berücksichtigt.

Die Zahl der Toten, die durch islamischen Terror und durch alltäglichen Mord und Totschlag umkamen seit Öffnung der Grenzen durch Merkel im September 2015, hat längst die Zahl der NSU-Verbrechen überschritten. Die Frage ist: Wann stattet Christian Wulff den Hinterbliebenen dieser Opfer einen Besuch ab? Wir wissen nicht, ob und wen Wulff schon besucht hat,  helfen ihm aber gerne mit einer (unvollständigen) Erinnerungs-Liste weiter: