Undankbar, hinterhältig, feige

Yamen A. wegen geplantem Anschlag zu 6 ½ Jahren verurteilt

2015 warnte der designierte polnische Außenminister Witold Waszczykowski davor, „dass wir unsere Soldaten in den Kampf nach Syrien schicken, während Hunderttausende Syrer Unter den Linden ihren Kaffee trinken.“ Weiß Gott, er hatte Recht, wobei das nur ein Aspekt des Problems war.

Einer der „Kaffeetrinker“ wurde Yamen A., der nach Deutschland „flüchtete“, weil ihn seine Eltern dazu angewiesen hatten. Sie wollten nicht, dass ihr Sohn zum syrischen Militär einberufen wird, ob aus Sorge um den Sohn oder um den IS, sei für den Moment dahingestellt.

Jedenfalls ‚passierte ihm’ das, was offensichtlich vielen Flüchtlingen, „Schutzsuchenden“ bei uns passiert, sie „radikalisieren“ sich. Vielleicht ist es das Kaffeetrinken, die Langeweile, die fehlende Arbeit (die man auch bewältigen kann und mag), der fehlende Sinn des Lebens schlechthin, der sie dann auf das Einzige zurückwirft, was ihnen bleibt, ihre Gruppenidentität, die Zugehörigkeit zum Islam.

Unabhängig von Bildung und Beruf wird man damit ja etwas Besseres als all die Ungläubigen, die Deutschen in diesem Falle. Die sind dann minderwertig, so die Denke. Was macht man mit minderwertigen Menschen, mit religiös definierten „Untermenschen“? Yamen „radikalisierte sich“:

Der Angeklagte sei 2015 auf Anweisung seiner Eltern aus Syrien nach Deutschland geflüchtet, um der Einberufung zum Militär zu entgehen. In Schwerin habe er zunächst in einer Wohngemeinschaft mit anderen jungen Flüchtlingen gewohnt, dann allein. Spätestens ab Sommer 2017 habe er sich über das Internet radikalisiert und die Ideologie der Terrororganisation Islamischer Staat befürwortet. […]

Der 20-Jährige, der vor gut einem Jahr in Schwerin festgenommen worden war, habe sich alle Bestandteile und Chemikalien zum Bau eines Sprengsatzes besorgt. Mehrfach habe er sich bei Chatpartnern nach Anleitungen zum Bombenbau erkundigt. Er habe auch mehrmals versucht, TATP herzustellen – den Sprengstoff, der auch bei den Anschlägen von Paris im November 2015, von Brüssel 2016 und Manchester 2017 eingesetzt worden war. Hartnäckig und zielstrebig habe er sein Ziel bis zu seiner Festnahme verfolgt. Darum sei das Gericht über den Strafantrag der Bundesanwaltschaft, die fünfeinhalb Jahren gefordert hatte, hinausgegangen.

Yamen, der Deserteur, der sein eigenes Land im Stich ließ, Yaman, der Feigling, der mit einer Bombe aus einem Hinterhalt möglichste viele Unschuldige töten wollte, der Undankbare und moralisch Verkommene, der denen so seinen Dank zeigen wollte, die ihn jahrelang für nichts versorgten. Yamen bekam sechseinhalb Jahre, ein Jahr mehr als von der Staatsanwaltschaft gefordert. Ein gutes Urteil, so gesehen.

Nur, was bringt einen dazu, die Feinde des eigenen Volkes nicht anzugreifen, dafür aber diejenigen, die von ihrem Besitz abgeben, um solche Typen wie ihn zu alimentieren? Zu dieser Frage wusste die Richterin keine Antwort:

Die Richterin sagte, der Angeklagte sei ein gebildeter und intelligenter Mann. Es sei unerklärlich, wie es bei seinem Hintergrund so weit kommen konnte. Sie sagte auch, dass der Angeklagte mit dem geplanten Anschlag seinen Landsleuten, die in Deutschland friedlich leben wollten, schweren Schaden zugefügt habe.

Die Antwort wurde in diesem Artikel angedeutet. Jeder kann sie erfahren, wenn er sich mit dem Islam intensiver auseinandersetzt, mit seiner Einteilung der Welt in Gläubige und Ungläubige, in Gut und Böse. Diese Einteilung und die aus ihr resultierenden Effekte lassen sich eben nicht durch Bildung und Intelligenz erklären. Beide, sofern (bei Yamen) überhaupt vorhanden, werden bei entsprechender „Programmierung“ in den Dienst der Ideologie gestellt, die das ganze Denken beherrscht. Und diese Ideologie ist der Islam.