Erdogans Prediger tanzen deutschem Staat auf der Nase herum

Köln: Radikale Moslems aus Europa trafen sich in DITIB-Moschee

Von MARKUS WIENER | Kaum einen Monat sind die Medienberichte alt, dass die türkisch-islamische Union DITIB nun doch kein Beobachtungsobjekt des Verfassungsschutzes würde. Der deutsche Inlandsgeheimdienst wolle demnach “vorsichtiger” an Erdogans Prediger herangehen. Der aus Ankara ferngesteuerte Ableger der türkischen Religionsbehörde Diyanet revanchierte sich prompt: Von vergangenen Mittwoch bis Freitag fand im DITIB-Hauptquartier samt Großmoschee in Köln-Ehrenfeld eine  Konferenz unter Beteiligung radikaler Moslems aus ganz Europa, unter anderem auch der vom Verfassungsschutz beobachteten Muslimbruderschaft, statt.

Über 100 Prediger und Vertreter verschiedener islamischer Organisationen diskutierten demnach über den Islam (oder wohl besser den Stand der Islamisierung) in Deutschland und Europa. Nicht fehlen durfte dabei das Lieblingsthema “Islamophobie” und der überraschend ehrliche Hinweis, dass es keinen deutschen oder französischen Islam gebe, sondern nur einen universalen. Soviel zu den ständig vorgetragenen Träumereien eines reformierbaren, mit der westlichen Rechts- und Wertordnung vereinbaren “Euroislams”. Außerdem wurde medial kolportiert, dass diese Veranstaltung ab jetzt alle zwei Jahre sozusagen als Kontrapunkt zu regierungsoffiziellen deutschen Islamkonferenz stattfinden soll. Offenbar hat selbst der Verzicht auf die Verfassungsschutzkeule die erzürnten türkischen Herren nicht milde stimmen können.

Vier Monate nach Eröffnung der Großmoschee durch Erdogan persönlich wird damit die heilige Mission des “großen Führers aller Türken” mitten in Deutschland mehr und mehr mit Leben erfüllt. Während unter der Zeit Kölner Schulklassen zu Besuchen des auf harmlos heraus geputzten DITIB-Hauptquartiers im Rahmen offizieller schulischer Veranstaltungen genötigt werden, drücken sich in den Ferien radikale Moslems an der Venloer Straße die Klinke die Hand. Offenbar völlig unbemerkt von der örtlichen Politik, die in Sachen DITIB und Islamisierung sowieso von jeher auf ahnungslos macht.

So ließ sich nun zum Beispiel der sattsam bekannte Ehrenfelder Bezirksbürgermeister “Jupp” Wirges (SPD) mit den Worten zitieren, er höre von den Journalisten zum ersten Mal von der „internationalen Islamistenkonferenz“ direkt vor seiner Haustür. Während des internationalen Anti-Islamisierungskongresses vor zehn Jahren hatte sich der gleiche Bürgermeister dagegen noch in Aktionismus überboten und die teilnehmenden Islamkritiker mit den Worten begrüßt, dass die “braune Soße doch im Rhein versinken möge.”

Zweierlei Maß zu Ungunsten der einheimischen, nichtmuslimischen Bevölkerung. So kennt man den politischen Kölner Klüngel. Doch anstatt zu einer “touristischen und kulturellen Bereicherung” entwickelt sich die DITIB-Großmoschee – wie von den Kritikern immer vorher gesagt – zu einem Zentrum der radikalen Islamisierung. Ein Stein gewordenes Symbol des islamischen Machtanspruchs im Herzen des christlichen Abendlandes. Ein Ort großer Gesten, der auch ganz praktisch als Knotenpunkt der Islamisierung und kulturell-religiösen Kolonisierung genutzt wird.


Markus Wiener.
Markus Wiener.
PI-NEWS-Autor Markus Wiener schreibt bevorzugt zu Kölner und tagespolitischen Themen für diesen Blog. Der 41-jährige Politologe und gelernte Journalist ist parteiloses Mitglied des Kölner Stadtrates und der Bezirksvertretung Chorweiler. Seit über 20 Jahren widmet er sein politisches und publizistisches Engagement der patriotischen Erneuerung Deutschlands. Der gebürtige Bayer und dreifache Familienvater ist über seine Facebook-Seite erreichbar und bloggt zur Kölner Kommunalpolitik auch unter rutwiess.blog.