Politische Ehrenämter müssen sich wieder lohnen!

Rheinland: Schwarz-grüne Doppelmoral auf Kosten der Steuerzahler

Von MARKUS WIENER | Ehrenamtliches Engagement muss sich wieder lohnen: Getreu diesem hehren Vorsatz tauscht die Grünen-Politikerin Kirsten Jahn ihren Fraktionsvorsitz im Kölner Stadtrat dank bester politischer Verbindungen gegen einen rund 150.000 Euro schweren Geschäftsführervertrag beim Verein Metropolregion Rheinland e.V. ein. Unterstützt wird Jahn dabei durch die ausgemusterte CDU-Landtagsabgeordnete Ulla Thönnissen als zweite Geschäftsführerin. Die CDU-Fraktionsvorsitzende im Aachener Städteregionstag soll sich allerdings mit “nur” 60.000 Euro jährlich für ihren neuen Halbtagsjob begnügen müssen.

Ein Postengeschacher ohne Ausschreibung oder transparentes Verfahren, obwohl der Verein hauptsächlich von den Kommunen im Rheinland getragen und finanziert wird, also von unser aller Steuergeld. Doch was schert das die Beteiligten am Auswahlprozess, unter anderem die Oberbürgermeister von Köln und Düsseldorf, die öffentlich allen Ernstes noch von “Bestenauswahl” statt dreister Parteibuchwirtschaft sprechen.

Rund eine Million Euro pro Jahr soll dem Metropolregion-Verein zur Verfügung stehen, wovon neben den Geschäftsführern noch weitere fünf hauptamtliche Mitarbeiter beschäftigt werden. Wenn die anderen Angestellten auch nur annähernd so gut bezahlt werden wie Jahn, dann kann man sich ungefähr vorstellen, was der Hauptzweck dieser Einrichtung ist, über dessen wundersame Tätigkeiten selbst langjährige Kommunalpolitiker aus der Region nur rätseln können.

Für Kirsten Jahn hat sich ihr “ehrenamtliches Engagement” inklusive grünem Dauermoralisieren auf jeden Fall ausgezahlt. Wobei man bei mehreren tausend Euro an monatlichen “Aufwands- und Entschädungszahlungen” für Fraktionsvorsitz und diverse kommunale Aufsichtsratsmandate schon bisher kaum noch von einem Ehrenamt sprechen mochte.

Besonders heuchlerisch ist allerdings, dass die gute Frau Jahn erst vor wenigen Monaten im Zusammenhang mit der Kölner Börschel-Stadtwerkeaffäre mit großen Krokodilstränen beklagt hatte, dass alle daran Beteiligten – also auch die Grünen und sie persönlich – leider vorübergehend ihren Kompass verloren hätten. Das werde aber nicht mehr passieren. Stattdessen hat sie ihren “moralischen Kompass” jetzt gleich auf Dauer abgegeben.


Markus Wiener.
Markus Wiener.
PI-NEWS-Autor Markus Wiener schreibt bevorzugt zu Kölner und tagespolitischen Themen für diesen Blog. Der 41-jährige Politologe und gelernte Journalist ist parteiloses Mitglied des Kölner Stadtrates und der Bezirksvertretung Chorweiler. Seit über 20 Jahren widmet er sein politisches und publizistisches Engagement der patriotischen Erneuerung Deutschlands. Der gebürtige Bayer und dreifache Familienvater ist über seine Facebook-Seite erreichbar und bloggt zur Kölner Kommunalpolitik auch unter rutwiess.blog.