Roland Hartwig und Stephan Protschka im PI-NEWS-Interview

AfD-Abgeordnete loben Holocaust-Gedenkstunde im Bundestag

Die beiden AfD-Bundestagsabgeordneten Dr. Roland Hartwig und Stephan Protschka haben den Verlauf der Gedenkstunde im Bundestag am Mittwoch anlässlich des 74. Jahrestags der Befreiung des Vernichtungslagers Ausschwitz gelobt. Anders als die ehemalige Vorsitzende des Zentralrates der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, eine Woche zuvor im bayrischen Landtag, unterließen es sowohl Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble als auch der Holocaust-Überlebende Prof. Saul Friedländer, die Gedenkstunde zu einem Affront gegen die AfD zu instrumentalisieren.

Hartwig: „Das war eine sehr eindrucksvolle und würdevolle Veranstaltung mit zwei sehr, sehr guten Reden von Herrn Schäuble und Herrn Friedländer.“ Schäuble habe zurecht darauf hingewiesen, dass die Zunahme des Judenhasses auch auf die Zuwanderung zurückzuführen sei und dass alle Deutschen aufgerufen seien, das in keiner Weise zuzulassen. Hartwig gegenüber PI-NEWS: „Antisemitismus kann und darf in Deutschland keinen Platz haben.“

Die sehr unter die Haut gehende Darstellung der Einzelschicksale von Herrn Friedländer habe Hartwig sehr beeindruckt. Sie habe ihm „wieder mal sehr nachhaltig vor Augen geführt, wie grauenhaft es damals zuging, welche schrecklichen Schicksale Menschen erleiden mussten“, so der 64-jährige frühere Chefsyndikus des Bayer-Konzerns.

Auch der niederbayrische Bundestagsabgeordnete Stephan Protschka lobte die neutrale und sachliche Rede von Wolfgang Schäuble, auch wenn der Bundestagspräsident den einen oder anderen Schwenk gegenüber der AfD los werden musste: „Na gut, es sind heuer wichtige Wahlen, da muss er immer wieder versuchen, auf uns zu schießen.“

Weiterführende Links:

» Philosopha Perennis: Schäuble warnt vor „neuem zugewanderten Antisemitismus“
» Protschka im Gespräch mit Artur Abramovych, JAfD (Video)
» Haolam: Holocaust-Gedenken im Bundestag – Die Stunde der Heuchler