Elisabeth Wehling hat gut lachen

ARD-Trottel zahlten 120.000 Euro für Propaganda-Pamphlet

Von JOHANNES DANIELS | „Who framed Roger Rabbit“ lautet eine Filmkomödie aus den Achtzigern – frei deutsch übersetzt: „Wer verarschte Roger Rabbit?“. Hereingelegt mit dem dubiosen 90-seitigen „ARD-Framing-Manual“ (PI-NEWS berichtete) wurden nicht nur die Meinungsdemagogen des Staats-Systems-Senders ARD, sondern JEDER gebührenzahlende „Beitragsmitwirkende“. Die zwangseingetriebenen GEZ-Gebühren an die ARD summieren sich derzeit auf über 7.000.000.000 Euro jährlich. Und die propagandaverantwortlichen Programmverantwortlichen klagen im Moment über erhebliche „Unterfinanzierung“ – sogar mittels Verfassungsklage!

Das 90-Seiten-Schundpapier „Schulungspapier“, das die „Linguistin“ und „Drittes-Reich-Expertin“ Elisabeth Wehling für den GEZtapo-Sender bereits 2017 elaborierte, kostete die „Beitragszahlenden“ bereits mindestens 120.000 Euro. Die Kosten für das Gehirnwäsche-Geheimpapier beliefen sich auf 90.000 Euro, also exakt 1.000 Euro pro Suada-Seite inklusive Deckblatt. Weitere 30.000 Euro habe das Generalsekretariat der ARD für neun „Folge-Workshops für Mitarbeitende“ bezahlt, vier dieser Workshops hätten sogar schon stattgefunden. Der Auftrag für die interne Framing-Anleitung der Zuschauer wurde von der damaligen MDR-Geschäftsführung (u.a. mit dem Früherziehungssender „KIKA“) der ARD erteilt.

Am Zuschauer-Manipulations-Inhalt hat in der ARD niemand etwas auszusetzen. „Die Aufregung um das Papier“, so der ARD-Vorsitzende und BR-Intendant Ulrich Wilhelm, halte er „für völlig übertrieben“. Bei der Ausarbeitung handele es sich nicht um eine Kommunikationsstrategie oder eine Handlungsanweisung an die „Mitarbeitenden“. Allerdings sei sie bereits bei internen Schulungen zur Verwendung gekommen. Allein der Bayerische Rundfunk erhält über 1 Milliarde Euro aus Zwangsgebühren, Wilhelm davon 367.000 Euro plus Zulagen. Pro Jahr.

„Unser gemeiner gemeinsamer, unfreier Schundfunk ARD“

Nach längerem „kommunikativ-strategischem“ Zögern rückte die ARD jetzt damit heraus, was die fast kleinkindliche Paste-and-Copy-Anleitung im linksstaatlichen Kommunraden-Sprech gekostet hat. „Wir hätten sie selbst veröffentlichen sollen, dann hätte jeder sich ein Bild davon machen können. Wir haben nichts zu verbergen“, so ARD-Chefredakteur Rainald Becker, der nach vorne geschickt wurde, um die wallenden Wogen um das ARD-Dilemma vorerst zu glätten – ohne Erfolg.

Die ARD hatte zunächst angegeben, sie könne das Papier „aus urheberrechtlichen Gründen“ nicht veröffentlichen. Dann hatte es geheißen, es werde nicht veröffentlicht, weil es sich „um eine interne Unterlage“ handele. Eine Veröffentlichung „ohne Einbettung in eine kritische Workshop-Diskussion“ erscheine der ARD nicht sinnvoll. Aus den vier 30.000 Euro-Workshops habe es jedoch „bisher insgesamt ein positives Feedback“ gegeben – bei monatlichen Mitarbeiter-Arbeitskosten von 9442 Euro keine riesengroße Überraschung!

Die Linguistin Elisabeth Wehling teilte in eigener Sache mit, ihr Auftrag sei es gewesen, „die Kommunikation der öffentlich-rechtlichen ARD als Institution zu analysieren und auf Basis der wissenschaftlichen Erfahrung aufzuzeigen, welche Alternativen zu welchen Worten mit welchen Bedeutungsinhalten besetzt sind. Und zwar, um der Institution ARD darin eine gedankliche Grundlage zu schaffen für eine Kommunikation, die auf Basis der unbestrittenen Fakten den tatsächlichen Wert des öffentlich-rechtlichen Rundfunks für die Demokratie schon auf den ersten Blick besser erkennbar macht.“

Beitragsverweigerer seien als wortbrüchige „Beitragshinterzieher“

Der Rundfunkbeitrag wird mit einer Härte beigetrieben, die für manchen Straftatbestand wünschenswert wäre. Beitragsverweigerer sind neben „Essensquittungs-Schummlern“ und Steuersäumigen die am schärfsten verfolgte „Tätergruppe“. Da, wo das Geld auf der Straße liegt, funktioniert unsere Justiz prächtig: „Geldverschwendung fällt nun einmal umso leichter, je einfacher das Beschaffen zusätzlicher Mittel gemacht wird“, schrieb Ramin Peymani treffend.

Im „ARD-Framing-Manual“ wird empfohlen, sprachliche Bedeutungsmuster zu verwenden, um gegenüber den Bürgern den angeblichen „Mehrwert“ der ARD darzustellen: Man solle stets „unser gemeinsamer, freier Rundfunk ARD“ betonen. Außerdem solle man vornehmlich moralisch argumentieren, statt auf Fakten zu beharren, weil es angeblich „objektives, faktenbegründetes und rationales Denken“ nicht gebe.

Weiterhin dürfe man beim Sudel-Ede-Staatsfunk 2019 nicht mehr vom Rundfunkbeitrag, sondern von „Rundfunkbeteiligung“ sprechen. Beitragsverweigerer seien als „Beitragshinterzieher“, als „demokratiefern“, „wortbrüchig oder auch illoyal“ zu bezeichnen. Für private Medien wird unter anderem die Zuschreibung „medienkapitalistische Heuschrecken“ vorgeschlagen.

Die Debatte um die Brisanz des „Framing Manual“ ist der ARD mittlerweile – trotz 90.000 Euro-Gebrauchsanleitung komplett entgleist. Kritiker werfen der ARD verständlicherweise vor, sie wolle „umerziehen“ (beispielsweise „BILD“ am Montag groß auf Seite 3, siehe Foto unten), betreibe „SED-Rundfunk-Sozialismus“ und übe sich im „totalitären Denken“. Umgekehrt überrascht es selbst Kenner des öffentlich-rechtlichen Regierungspropaganda-Apparates, wie dilettantisch die ARD in der Causa „Framing-Manual“ wieder kommuniziert.

Scheinbare moralische Überhöhung kann teuer zu stehen kommen. Nicht so schlimm, wenn sie die „moralisch Unterlegenen“ per Zwangsabgabe berappeln müssen. Die ARD sei „von uns, mit uns und für uns geschaffen“ – sie existiert „einzig und allein für uns“, so „Linguistin“ Elisabeth Wehling in einer egozentrischen Mischung aus SED-Sprech und infantilem Gute-KITA-Gebrabbel für bislang 120.000 Euro.

Das Gehirnwäsche-Geheimpapier „unseres gemeinsamen, freien Rundfunks ARD“: hier im bedrückenden Orwellschen Original.