Traktat über die politische Wertigkeit in Deutschland

Sind hierzulande wirklich noch alle gleich?

Von CANTALOOP | Wie wir nicht erst seit gestern wissen, gelang es der sogenannten 68er-Generation und deren Nachfahren unter Zuhilfenahme der ihnen wohlgesonnenen Presse quasi wie im Handstreich, die Meinungsführerschaft im Land zu übernehmen. Sie setzen fortan die Themen. Seit dieser Zeit ist es schwierig geworden, Vorstellungen und Ziele zu realisieren, die nicht diesen „links-urbanen“ Milieus entstammen.

Die bereits in der altgriechischen Philosophie verwurzelte Idee von einer gesellschaftlichen Parität, in der alle unterschiedlichen politischen Interessengruppen gleich zu behandeln sind, hat sich also drastisch gewandelt. Neuzeitlich werden nahezu ausschließlich die Vorstellungen unserer „Regime-Parteien“ und deren Adepten in die Öffentlichkeit transportiert und umgesetzt. Die Opposition wird niedergebrüllt.

Themen wie Energiewende, Migration und Verkehr sind dementsprechend fest in linker Hand. Abweichler dieses Kurses, auch innerparteilich, werden zum Teil brüsk bekämpft, wie man aktuell am Beispiel des ambitionierten Tübinger Oberbürgermeisters Boris Palmer erkennen kann. Dieser wird nur aufgrund seiner sehr realistischen Ansichten von seinen eigenen Parteigenossen regelrecht geächtet, obwohl in seinen Adern mit Gewissheit viel „grünes“ Blut fließt.

Alles begann mit der Pervertierung des Begriffes „Rechts“

Offen linksextremistische Presseerzeugnisse, die ihrem ungefilterten und unreflektierten Groll auf alle Andersdenkenden in publizistischer Form Ausdruck verleihen, forcieren solch eine undemokratische Entwicklung entscheidend. Die Süddeutsche, TAZ, Spiegel/Bento, oder auch die „Zeit“ in ihrer gesamten verbohrten Naivität sind schlicht zu Sprachrohren und Meinungsverstärkern einer aggressiven und lauten Minderheit verkommen, denen offenbar jedes Mittel recht ist, ihre eigene Position weiter auszubauen.

Dabei glauben diese Denunzianten und ihre willfährigen Schergen in den Redaktionsstuben doch tatsächlich, die gezielte Verbreitung von Lügen und Propaganda werde noch als seriöser Journalismus wahrgenommen.

Die Wertung beginnt bereits in den Medien

Flankiert von den zwangsgebührenfinanzierten Staats-Fernsehsendern halten sie den Informationsfluss somit streng reglementiert. Gut ist, was linken, feministischen oder islamischen Zielen dient. Alles andere ist deren Ansicht nach ohnehin wertlos.

Dementsprechend stehen die konservativ-liberal ausgerichteten Interessenverbände nun in einer Art von Dauer-Defensive. Nicht zuletzt aus eigener Antriebsschwäche heraus müssen sie sich permanent erklären und verteidigen. Falls sie überhaupt zu Wort kommen. Dem linken Relationalitäts-Denken sind sie derzeit noch nicht gewachsen. Darüber hinaus fehlt ihnen sowohl die politische Abgebrühtheit als auch der Empfang von notwendiger, medialer Fairness. Anstand und Würde als Tugenden zählen heutzutage leider nicht mehr viel. Vernunft und Augenmaß scheinen ebenfalls perdu zu sein.

Von oben sehen diese hochwertigen Menschen mit der „richtigen Gesinnung“ also despektierlich auf ihre eigenen Landsleute herab. Viele „Grünbewegte“ in exponierten Positionen machen aus ihrer Verachtung und ihrem Ekel keinen Hehl mehr. Im Grunde sind das faschistische Denkmuster. Auf der Seite der vermeintlich Guten jedoch, die sich stolz „Antifaschisten“ nennen, sind diese aber offenbar durchaus zulässig.

Der bekannte sozialistische Formzwang

In der ARD wurde sogar ernsthaft – PI-NEWS berichtete hier und hier berichtete – erwogen, sogenannte Framing-Muster, abgeleitet aus einer speziellen Sprach-Morphologie, in die Berichterstattung einzubeziehen, so wie dies auch in sozialistischen Staaten usus ist. Stetige Wiederholung von Inhalten und Stereotypen in einer Art semantischer Redundanz, sollen sich ins Hirn der Bürger brennen – und deren kognitive Empfindungen im Sinne der Botschaft „umformen“.

Ganz subtil und unbemerkt sollen sie demnach zu „besseren Menschen“ gemacht werden. Das Primat der Wissenschaft wird somit missbraucht, um linke Partikularinteressen zu fördern. Ein Affront sondergleichen. Glücklicherweise konnte diese an Heimtücke kaum noch zu übertreffende Maßnahme gerade noch publik gemacht werden.

Wer den Gedanken nicht angreifen kann, greift eben den Denkenden an. Nota bene: dass dieses perfide Gebaren mit ihrer nach Außen kolportierten Hochmoral eigentlich nicht vereinbar ist, wird geflissentlich übergangen. Somit haben wir nur noch zwei politische Wertigkeiten im Lande: die grünlinksbunte – und alle anderen.

Hochwertig – minderwertig

Es gilt gleichwohl festzuhalten, dass die linken Meinungsführer, zu denen man getrost auch die Kanzlerin zählen darf, ohne ihre unterstützenden „Schattenarmeen“ niemals so weit gekommen wären. Nichtsdestotrotz: die geschmähten rechten Oppositionskräfte im Lande verfügen dafür über die Unterstützung der „neuen Medien“ – in Form von Blogs, Foren und Supporter-Portalen. Das ist modern, transparent und reagiert schnell. Hier liegt glücklicherweise noch einiges an Potential für die Zukunft versteckt. Denn die APO ist, wie man weiß, schon lange rechts verortet.

Jemand, der vom politisch-gesellschaftlichen Diskurs ausgegrenzt wird, nur weil er eine andere Meinung als die vom System vorgegebene vertritt, dem geschieht Unrecht. Keine Regierung, deren Statuten auf Unrecht beruhen, hatte je auf längere Sicht Bestand. Man denke nur an den aufgelösten „Ostblock“. Auch in China sind die einst starren Strukturen bereits deutlich aufgeweicht – und selbst in Nord-Korea besitzen die Menschen mittlerweile Handys.

Anstelle die Differenzen zwischen den politischen Kontrahenten einzuebnen, werden hierzulande die Gräben immer weiter vertieft. Das Links-Establishment mit seinem Hochmoral-Tunnelblick erkennt in seiner Hybris keine Kritiker mehr, sondern nur noch Gegner und „Hasser“. Wie soll da noch ein Konsens zustande kommen?

Raus aus der Schmuddelecke und Tabula rasa machen!

Solange es hierzulande noch auf eine gesellschaftliche Akzeptanz stößt, dass Schulabbrecher, kulturlose Banausen und Proleten über Prädikats-Examinanden herrschen, dass eine Gesinnungsethik die fachlichen Eignungen und Kompetenzen fast komplett ersetzt hat, wird sich die weitere (Abwärts-) Entwicklung nicht stoppen lassen.

Diese Doktrin der verbrannten Erde, die heutzutage darin mündet, dass es inhaltsgleich ist, ob jemand von rechts, rechtsextrem oder nazistisch spricht, wurde ausschließlich von Linken erdacht und ausgeklügelt.

Die intellektuelle Duldungsstarre der rechtschaffenen Bürger gilt es zu überwinden, um weitere, weitreichende Veränderungen überhaupt erst zu ermöglichen. Und um die wahre Gestaltungskraft von konservativen Wertschöpfern und Leistungsträgern wieder unter Beweis zu stellen. Wohl wissend, dass alles in der großen Politik seine Zeit braucht. Nur leider haben wir nicht mehr allzu viel davon.