Weber (CSU) verlangt offizielle Entschuldigung und will persönlich intervenieren

EU: Orbán soll Bußgang antreten

Von CHEVROLET | Der Streit zwischen Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán und der Brüsseler Eurokratie geht in die nächste Runde: Nachdem Orbán seine Landsleute und ganz Europa vor der EU-Spitze und auch Angela Merkel und den Verflechtungen mit dem dubiosen US-Milliardär George Soros warnte (PI-NEWS berichtete mehrfach), droht man Orbáns Partei Fidesz mit dem Ausschluss aus der Fraktion der Europäischen Volkspartei (EVP) im Europäischen Parlament, zu der unter anderem auch die CDU gehört.

Manfred Weber (CSU), Merkels-Kandidat für die Nachfolge von Jean-Claude Juncker als Kommissionspräsident, stellte gar Bedingungen für den Verbleib von Fidesz in der Fraktion. Er verlangte auch, dass Viktor Orbán sich offiziell entschuldigen solle und seine Anti-Brüssel-Kampagne stoppen.

Unterstützung für Orbán gab es dagegen von seiner Partei. Balazs Hidveghi, Sprecher der Fidesz-Partei, sagte klar, dass die Bedingungen zum Verbleib in der EVP-Fraktion inakzeptabel seien: „Die Verteidigung von Europas christlichen Werten und der Stopp der Migration sind wichtiger als irgendwelche Parteidisziplin“.

Die nächste Runde im Streit mit Orbán und seiner Partei auf der einen Seite und der EVP-Fraktion auf der anderen steht schon fest: Am 20. März soll darüber diskutiert werden. Verschiedene kleinere Parteien verlangen klar den Ausschuss der Fidesz, nachdem der Konflikt mit den ungarischen Ministerpräsidenten schon länger schwelt.

Viktor Orbán indes denkt gar nicht daran sich zu entschuldigen. Nun will ausgerechnet Spinelli-Anhänger Weber den ungarischen Ministerpräsidenten treffen, um auf ihn einzuwirken.