Ermittlungen gegen "Zentrum für politische Schönheit" eingestellt

Der „skandalöse“ Staatsanwalt von Gera

Von WOLFGANG HÜBNER | Das sogenannte „Zentrum für politische Schönheit“ (ZPS) ist spätestens nach der Aktion gegen den privaten Wohnsitz des thüringischen AfD-Politikers Björn Höcke im November 2017 als eine besonders widerwärtige Vereinigung politischer Denunzianten ultralinker Gesinnung bekannt. Der Anspruch dieses „Zentrums“, eine Künstlergruppe zu sein, ist ungefähr so absurd wie die Behauptung, Robert Habeck sei ein ernst zu nehmender Denker. Ob das „Zentrum“ auch eine kriminelle Vereinigung darstellt, wäre zumindest genauerer Betrachtung wert, die aber jetzt nicht mehr erfolgen wird.

Denn die Staatsanwaltschaft Gera hat sich mit der thüringischen Staatsanwaltschaft nach Medienberichten darauf geeinigt, ein entsprechendes Verfahren einzustellen. Dass es überhaupt zu einem solchen kommen konnte, war dem Geraer Staatsanwalt Martin Zschächner geschuldet, der nun innerhalb seiner Behörde mit „anderen Aufgaben“ betreut werden soll. Mit anderen Worten: Zschächner wurde aus politischen Gründen aus dem Verkehr gezogen. Denn er war den „progressiven“ Kräften in dem links-links-grün regierten Bundesland schon lange ein großes Ärgernis.

Der Staatsanwalt ist nämlich das, was man einen rechtskonservativen Juristen im Staatsdienst nennen könnte. Damit ist er eine echte Ausnahmeerscheinung in einem Justizwesen, das an linken, grünen und linksliberalen Pensionsanwärtern gewiss keinen Mangel aufweist. Im Gegensatz zu diesen Kollegen hat Zschächner in der Vergangenheit Verfahren gegen linke Aktivisten geführt und soll auch nicht allzu schnell bereit gewesen sein, AfD-Anhänger oder Personen der politischen Rechten wegen angeblicher Meinungsdelikte anzuklagen.

Überdies, so die höchst aufschlussreichen Erkenntnisse der FAZ-Redakteurin Marlene Grunert in der Ausgabe vom 8. April 2019, soll sich Zschächner in seiner Heidelberger Studentenzeit „stets im Stil der zwanziger und dreißiger Jahre gekleidet“, als „Kaisertreuer“ bezeichnet und sogar Melodien aus Wagner-Opern gepfiffen haben. Es ist deshalb gar nicht verwunderlich, dass dieser Staatsanwalt nun entmachtet wurde. Verwunderlich ist vielmehr nur, wie ein historisch leicht verspäteter „Kaisertreuer“ mit verdächtiger Kleidervorliebe überhaupt in eine solche Funktion gelangen konnte.

Da wir jedoch alle um die Unabhängigkeit der Justiz in Deutschland wissen, ist es gut zu erfahren, dass ihre fern jeder politischen Beeinflussung aktivierbaren Selbstreinigungskräfte ausreichend funktionieren, um den Wagner-Freund auszuschalten. Wo käme dieser Staat auch hin, wenn ausgerechnet seine treuesten Verteidiger wie die vom „Zentrum“ oder die Böhmermanns den Klauen rechtskonservativer Staatsanwälte preisgegeben würden? In Deutschland herrscht schließlich Ordnung – linke Ordnung: Zschächner soll gefälligst „Tote Hosen“ pfeiffen!


Wolfgang Hübner.
Hübner auf der Buch-
messe 2017 in Frankfurt.

PI-NEWS-Autor Wolfgang Hübner schreibt seit vielen Jahren für diesen Blog, vornehmlich zu den Themen Linksfaschismus, Islamisierung Deutschlands und Meinungsfreiheit. Der langjährige Stadtverordnete und Fraktionsvorsitzende der „Bürger für Frankfurt“ (BFF) legte zum Ende des Oktobers 2016 sein Mandat im Frankfurter Römer nieder. Der leidenschaftliche Radfahrer ist über seine Facebook-Seite erreichbar.