Nur eine brutale Rezession kann den Gutbürger noch wachrütteln

Sozialer Wohnungsbau statt Asylheime!

Von DR. VIKTOR HEESE | Wer 40 Milliarden Euro jährlich in Migranten – ohne die Subventionierung der vor 2015 ansässigen Multi-Kulti-Community – steckt und frech herumposaunt „wir schaffen das“, muss sich nicht wundern, wenn ihn die ökonomische Wirklichkeit einholt. Dieses vergeudete Geld fehlt heute an vielen Stellen, wie für die Mütterrenten, marode Brücken und nicht zuletzt für den sozialen Wohnungsbau. Die Wohnungsnot scheint als erste zum sozialen Brennstoff zu werden. Gut so! Vielleicht werden Micheline und Michel endlich wach und fangen an, gegen die Ausbeutung durch die Multi-Kulti-Diktatur zu rebellieren.

Deutschland geht wirtschaftlich zugrunde

Euro-Rettung, Energiewende, Migrationsabenteuer – die auf etwa fünf Billionen Euro bezifferte Ressourcenvergeudung in der Merkel-Ära hat viele Gesichter. Ziehen jetzt die Rezession, Massenarbeitslosigkeit, Wohnungsnot, Rentnerarmut und gestiegene Strompreise konzertiert in Gutbürgers trautes Heim, darf gehofft werden, dass der Wachgerüttelte hilft, den Merkelismus zu stürzen. Hoffentlich ohne soziale Unruhen. Geschieht das nicht sofort, bleibt immer noch die Hoffnung: Es muss schlimmer kommen, damit es besser wird. Besser ist laut Volksmund ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende!

Die Wiederentdeckung des Spekulanten

Jede Wertanlage, egal ob in Aktien, Anleihen oder in Immobilien, ist eine „Spekulation“, die Risiken und Chancen mit sich bringt. Jede Spekulation ist weiterhin Privatsache des Anlegers und gesetzlich nicht verboten. Seinerzeit wurden die Spekulationsgeschäfte der Banker zurecht angeprangert, weil vor der Finanzkrise falschgespielt wurde. Die Verluste der Banken wurden sozialisiert (Rettungsschirme für marode Adressen) und die Gewinne (Bonis für Vorstände) privatisiert. Am heutigen Immobilienmarkt wird jedoch, abgesehen von der Ausnutzung des Vorschriftendschungels durch clevere Investoren, nicht falschgespielt. Einen anderen Vorschriftendschungel nutzen auch Micheline und Michel bei ihrer Steuererklärung aus und sind trotzdem keine „Betrüger“.

Die Immobilieninvestoren erkannten und nutzten lediglich ihre Chancen durch Merkels Migrationsparty, die sich in zwei simplen Zusammenhängen festhalten lässt:

1. Migration = Wohnungsverknappung und Preistreiberei an Wohnungsmarkt
(besonders in den Ballungsgebieten)

2. neue Migrantenheime = weniger Ressourcen für den sozialen Wohnungsbau.

Anders ausgedrückt: ohne die zwei Millionen neuer Migranten gäbe es nach Adam Riese mehr und billigere Wohnungen. Übrigens so geschäftstüchtig wie die Wohnkonzerne Vonovia oder Deutsche Wohnen war auch die clevere Asylindustrie, von Micheline und Michel als „populistische“ Propaganda abgetan. Während die Konzerne im gesetzlichen Rahmen spielen, trickst die Asylindustrie in großem Stil.

In den letzten spektakulären Großdemos und den aggressiven Enteignungsparolen ist dem herrschenden Polit-System (Grüne, Linke) über ihre Aktivisten vorläufig gelungen, die Schuld für die Wohnungsmisere auf den „Spekulanten“ und die „Miet-Haie“ zu richten. Damit ist der Sieg jedoch noch nicht endgültig. Mehr zur Lage am Berliner Wohnungsmarkt ist in der Top-Analyse von Dr. Zitelmann zu erfahren.

Kassensturz wäre Startzeichen für echte Kosteneinsparungen beim Migrantentum

Bei etwa 40 Milliarden Euro Jahresvolumen ist bei „finanziell blutenden Kommunen“ der Widerstand gegen das Berliner Asyldiktat latent vorhanden. Finanzminister Scholz mauert zusätzlich und verweigert den Kommunen die Kostenerstattung für die Migranten. Kein Wunder, wenn die Ausgebeuteten krampfhaft nach Sparmöglichkeiten suchen und die Asylindustrie besonders unter Beobachtung haben.

Beispiel Köln: Als erstes wären in der Domstadt die grotesken UMA-Privilegien zu kappen (UMA = Unbegleitete minderjährige Asylbewerber). Ein UMA belastet die dortige Stadtkasse mit bis 280 Euro pro Tag (Anfrage bei der Stadtverwaltung zu empfehlen). Ja, Sie lesen richtig liebe Leser, drei UMAs kosten in Köln so viel wie eine durchschnittliche Netto-Rente. Ein zweites groteskes Beispiel: in der jetzt angepassten mittelfristigen Finanzplanung 2018-2021 waren mit über 350 Millionen Euro die Investitionen für die „Schaffung von Unterkünften für Geflüchtete“ mehr als doppelt so hoch wie für den „normalen“ kommunalen Wohnungsbau. Das sind ja nur Deutsche!

Wie wird bloß die Geschichte über die „Feiglinge von heute“, die eine solche gnadenlose Ausbeutung des Steuerzahlers nicht verhindern, einmal urteilen?

Werden „neue Mutige von morgen“ Reformen am Wohnungsmarkt durchsetzen?

Vielleicht werden jedoch die „neuen Mutigen“ die „alten Feiglinge“ bald ablösen. Bei vorgenannten Beträgen darf die Asylindustrie zurecht bedroht werden. Gefährlich wären insbesondere Ideen, wenn die Kommunen eingesparte Asylkosten (laufende Kosten und Investitionsmittel) für den sozialen Wohnungsbau und andere Bürgerleistungen umwidmen dürften. Dann wird gespart, weil es Wählerstimmen bringt. Politiker sind flexibel.

Denkbar wäre also, dass der vorläufige Sieg der Enteignungs-Kommunisten in Wahrheit nur ein Pyrrhussieg ist. Denn die Spekulanten und Miet-Haie könnten unerwartet Verbündete bekommen:

1. Die Medien trauen sich nicht zuletzt aufgrund der Rezession mehr über die wahren Ursachen der Mietmisere zu diskutieren („Wendehalstheorie“)

2. Die Mieter erfahren plötzlich einen unerwarteten oder den „Populisten“ geerbten Sinneswandel und demonstrieren vor den Rathäusern mit veränderten Plakaten. Auf denen steht jetzt drauf statt „Enteignet die Miet-Haie“ die Losung „Sozialer Wohnungsbau statt Asylheime“ oder etwas konzilianter „Neue Heime für alle!“ („Erleuchtungstheorie“)

3. Die Ratsherren klagen gegen das Land wegen des Asylkostendiktats, bauen keine Asylheime mehr, sondern Wohnungen für die Micheline und den Michel („Widerstandstheorie“). Träumen ist erlaubt!


Dr. Viktor Heese.
Dr. Viktor Heese ist Dozent und Fachbuchautor. Spezialisiert hat er sich auf dem Gebiet der Börsen und Banken. Für Börsenanfänger hat er das Buch „Fundamental- versus Charttheorie. Methoden der Aktienbewertung im Vergleich“ (Springer 2015) verfasst. Er betreibt die Blogs prawda24.com und finanzer.eu und gibt den Börsenbrief „Der Zinsdetektiv“ heraus. Heese kommt aus Masuren und lebt seit über 40 Jahren in Köln.