SPD-Jugendlicher contra Wolfgang Thierse zum Karfreitag-Tanzverbot

Tanz den Kevin Kühnert!

Kevin Kühnert von den Jusos hat uns Deutschen ein wichtiges Problem vor Augen geführt: Immer am Freitag, also am Karfreitag, um genau zu sein, überkomme ganz viele unserer Mitbürger eine unbändige Lust zum Tanzen, sagt er. Und das Gemeine ist, dass sie das an diesem „stillen Tage“ dann nicht tun dürfen.

Regelmäßig, kurz vor Karfreitag, überkommt deshalb ihn und die anderen Satten, Gelangweilten, Käselutscher, Milchgesichter, Salonlöwen und Sozialhelden ohne weitere Ausbildung, die nicht wissen wohin mit ihrem Engagement für „die Menschen da draußen“, sie überkommt dann regelmäßig der Drang, sich als Rächer der Entrechteten aufzuspielen und sich für die Abschaffung des Tanzverbotes am Karfreitag breitzumachen. Dieses Jahr also wieder: Kevin Kühnert gegen das Tanzverbot.

Ungewöhnlich deutliche Worte äußerte aber – auch dieses Jahr – ein älterer SPD-Genosse dazu. Wolfgang Thierse, laut FOCUS:

„Ich bin erstaunt darüber, was Kevin Kühnert für wichtig hält und welche Interessen er bedienen will“, sagte der SPD-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Donnerstag). „Bisher wusste ich nicht, dass die SPD eine Spaßpartei ist. Ich bin in die SPD eingetreten, weil sie für Gerechtigkeit und Solidarität eintritt und nicht für die Interessen einer im Übrigen höchst erfolgreichen Klubkultur.“

So also Wolfgang Thierse, ein alter, weißer Mann, hetero, verheiratet, zwei Kinder, dazu noch Mitglied im Zentralkomitee der deutschen Katholiken. Wer sich da wohl letztendlich durchsetzen wird?