"Gemeinsam für Europa"

Das letzte Aufgebot der alten politischen Kräfte vor Europawahl

Von MARKUS WIENER | Die verbrauchten politischen Kräfte innerhalb der EU haben am Sonntag noch einmal zu einer europaweiten Propagandaaktion aufgerufen. Unter dem Deckelmäntchen der Europafreundlichkeit mobilisierten linke Parteien, Nichtregierungsorganisationen, Kirchenvertreter, Künstler und Musiker eine Woche vor der Europawahl zu Demonstrationen in über 50 Städten der EU. In Deutschland gab es unter anderem Kundgebungen in Berlin, Köln, Hamburg, Frankfurt, Stuttgart, Leipzig und München.

Die nur spärlich als “überparteilich” verschleierten Wahlkundgebungen zugunsten linker Parteien wie den Grünen, SPD oder der Linken zogen allerdings hauptsächlich das übliche, zumeist schon ergraute Klientel an. Kein Wunder, sonntags sind halt auch leicht manipulierbare Klimakinder als linke Demoverfügungsmasse nur schwer durch schulfrei zum demonstrieren zu bewegen…

Wer versammelte sich da also, um angeblich “gemeinsam für Europa” und natürlich gegen den drohenden Wahlsieg patriotisch-freiheitlicher Parteien Stimmung zu machen? Das Beispiel der Kölner Veranstaltung veranschaulicht dies sehr gut: In der Domstadt rief so ziemlich alles und jeder aus dem politisch-medialen Establishment zur Teilnahme auf. Angefangen von den etablierten Parteien und der Oberbürgermeisterin über Kirchenfunktionäre und Künstler bis hin zu Nichtregrierungsorganisationen wie Attac, Pro Asyl, Campact oder dem Naturschutzbund. Zur kostenlosen Bespaßung der erhofften Zuschauermassen durften natürlich auch die inzwischen meist schon vergreisten “Arsch huh”-Musiker von Wolfgang Niedecken bis zu den Höhnern nicht fehlen.

Doch der Zuschauerandrang hielt sich in Köln wie in den anderen Städten in überschaubaren Grenzen. Trotz medialer Dauerbewerbung im Vorfeld und der großen Anzahl von aufrufenden Organisationen verliefen sich in Köln maximal ein paar tausend Ewiggestrige auf dem Roncalliplatz vor dem Dom (siehe den Bericht von David Berger auf Philosophia Perennis). Die von den Veranstaltern angegebenen 45.000 Teilnehmer können getrost in das Reich der Phantasie verwiesen werden. Falls diese Berechnung repräsentativ für alle  Kundgebungen in Deutschland gewesen sein sollte, dann kann auch die Propagandazahl von deutschlandweit 150.000 Menschen locker durch fünf geteilt werden.

Was zeigt uns das eine Woche vor der Europawahl? Die alten linken Kräfte haben eindeutig die Fähigkeit zur wirklichen Massenmobilisierung verloren. Trotz ihrer immer noch erdrückenden medialen Übermacht und mächtiger finanzstarker Globalisierungsunterstützer im Hintergrund, gelingt es ihnen, nur noch ein paar zehntausend Menschen bundesweit für ihre Ziele auf die Straße zu locken. Ein Riese auf tönernen Füßen, der durch einige wuchtige Schläge bei den nächsten Wahlen überraschend schnell zum Einsturz gebracht werden könnte.

Diese Lage erklärt im übrigen auch die Aggressivität der derzeitigen Maßnahmen bis hin zu kriminellen Aktionen in Geheimdienstmanier gegen rechte Parteien und ihre führenden Protagonisten. Das Endspiel um Deutschland und Europa hat begonnen. Geben wir alle unser Bestes, am nächsten Sonntag einen weiteren wichtigen Treffer zu landen.


Markus Wiener.
Markus Wiener.
PI-NEWS-Autor Markus Wiener schreibt bevorzugt zu Kölner und tagespolitischen Themen für diesen Blog. Der 41-jährige Politologe und gelernte Journalist ist parteiloses Mitglied des Kölner Stadtrates und der Bezirksvertretung Chorweiler. Seit über 20 Jahren widmet er sein politisches und publizistisches Engagement der patriotischen Erneuerung Deutschlands. Der gebürtige Bayer und dreifache Familienvater ist über seine Facebook-Seite erreichbar und bloggt zur Kölner Kommunalpolitik auch unter rutwiess.blog.