Justizposse in Duisburg

Lamya Kaddor: Rundumschlag mit 107 Strafanzeigen – auch gegen Broder

Am Montag fand in Duisburg ein Prozess gegen den Publizisten und Achgut-Gründer Henryk M. Broder statt. Die „Islamwissenschaftlerin“ Lamya Kaddor hatte 2016 beim Staatsschutz 107 Strafanzeigen wegen Aussagen „gegen ihre Ehre“ erstattet, die nun verhandelt wurden.

Zu Beginn gab Verteidiger Joachim Steinhöfel dem Gericht und der Staatsanwaltschaft den gut gemeinten Tipp, sich bei Broder zu entschuldigen und es damit gut sein zu lassen. Vielleicht rechnete der Listige mit der Rechthaberei der beiden Damen, sie gingen jedenfalls nicht darauf ein.

So kam es, wie es kommen musste: Auf die Frage des Rechtsanwaltes, wo denn die Beleidigungen ausgesprochen worden sein sollen, wusste das Gericht nichts zu sagen. Einzig ein Artikel aus einer Zeitung lag dazu vor.

Der später befragte Journalist, der die Aussage verbreitet hatte, berief sich auf sein Zeugnisverweigerungsrecht. Mangels Beweisen musste die Anklage fallen gelassen werden.

Kaddor, die die Anklage erhoben hatte, erschien erst gar nicht, weder als Anklägerin noch als Zeugin. Da hatte sie dann wohl doch volle Hosen bekommen beim Gedanken, sich argumentativ und logisch mit einem alten weißen Mann aus dem christlich-jüdischen Abendland auseinandersetzen zu müssen.

Mehr als eine Justizposse, gute Unterhaltung für alle Fans von Henryk M. Broder und seiner feinen Ironie und Eloquenz. Sein Anwalt steht dem hier in nichts nach. Viel Vergnügen bei Schauen beider Videos!