Operation "Iraqi Freedom" kostete 4500 US-Leben

Wie kann man nach dem Irak-Krieg einen Iran-Krieg anzetteln wollen?

Von KEWIL | Letzte Woche versetzte der amerikanische Außenminister Mike Pompeo die wartende Kanzlerin Merkel und seinen deutschen Kollegen, die Hühnerbrust Heiko Maas, in Berlin äußerst kurzfristig und flog zu einem unbekannten Ziel weiter. Inzwischen wissen wir, es war Bagdad, und ziemlich sicher wurde dort besprochen, wie der Irak die geschätzt bis zu 9000 US-Soldaten zwischen Euphrat und Tigris beschützen müsse, falls die USA nach einem weiteren inszenierten Tonkin-Zwischenfall Teheran angreifen. Darauf schrieb der konservative Pat Buchanan, der für mehrere US-Präsidenten gearbeitet hat und selber mehrfach Präsidentschaftskandidat war:

2003 führte uns George W. Bush in den Krieg, um den Irak vom  Despotismus Saddam Husseins zu befreien und jene Nation in einen Leuchtturm der Freiheit und des Wohlstands im Mittleren Osten zu verwandeln.

Am Dienstag flog Mike Pompeo heimlich nach Bagdad, traf sich mit dem Premier und verschwand nach vier Stunden wieder. Der Besuch geschah heimlich, um eine Attacke auf Amerikaner oder den Außenminister zu verhindern.

Frage: Wie erfolgreich war die Operation Iraqi Freedom, die 4500 US-Leben, 40.000 Verwundete und 1 Billion Dollar kostete, wenn 15 Jahre nach unserem Sieg sich unser Außenminister zu seiner eigenen Sicherheit heimlich in die irakische Hauptstadt  einschleichen muss?

Soweit Pat Buchanan. Vielleicht darf man noch hinzufügen, dass außer  den Amerikanern während und infolge des Irakkriegs nach Schätzungen zwischen einer halben bis zu einer ganzen Million andere Menschen sterben mussten. Missglückter ‚Regime Change‘ der schlimmsten Sorte!

Und warum das alles? Weil der Irak auf der „Achse des Bösen“ lag, und ihm mit beispielloser Frechheit von US-Präsident George W. Bush, seinem Außenminister Colin Powell und dem britischen Premier Tony Blair der Besitz von Atomwaffen („Weapons of Mass Destruction“) unterstellt wurde – eine gigantische, unverschämte Lüge vor der ganzen Weltöffentlichkeit.

Und auch Germany und die EU mussten auf alle Arten mitbluten. So traten die USA beispielsweise jahrzehntelang äußerst energisch in Brüssel für eine EU-Mitgliedschaft der Türkei ein, damit Incirlik als wichtigstes Drehkreuz im Nahen Osten für die US Air Force dienen konnte und Ankara ein williges und folgsames NATO-Mitglied bleiben sollte. Dass wir dadurch in Eurabien und Germanistan von Millionen türkischer Moslems destabilisiert wurden, interessierte Washington nicht die Bohne, genauso wenig wie die irakischen Asylanten in Germoney.

PS: Der Autor glaubte einst mit anderen bei PI-NEWS treudoof an die erfundenen Massenvernichtungswaffen und unterstützte den Irak-Krieg zu 200 Prozent. Man konnte sich eine so unverschämte Lüge Amerikas im vollen Tageslicht einfach nicht vorstellen. Aber seither glaubt er den Boltons und Konsorten gar nichts mehr und kann nur hoffen, dass Präsident Trump den ganzen Schwindel um Syrien und mit dem Iran fünf vor 12 noch durchschaut. Kein einziger militärischer Coup im Islam-Gürtel ist den Amerikanern bisher gelungen, jedes Mal folgte ein schlimmeres Chaos! (Siehe auch Deutschlandfunk!)