Wie reagieren auf den Erfolg grüner Demagogie?

Die Patrioten und die Klimafrage

Von WOLFGANG HÜBNER | Zweifellos wird in Sachen Klima in Deutschland weltrekordverdächtig hysterisiert, gelogen und geheuchelt. Und niemand ist in alldem so sehr Spitze wie die Linksgrünen und ihr wohlsituiertes großstädtisches Milieu. Das erste Problem ist nur: Einmal mehr sind die Grünen mit einem politisch-multimedial hochgepuschten, aber auch real existierenden Umweltthema unverschämt erfolgreich. Das zweite Problem: Die Patrioten in Deutschland, AfD inklusive, reagieren ziemlich hilflos auf diesen Erfolg grüner Demagogie, vor allem im Westen des Landes. Denn in den östlichen Teilen, von grün-linken Hochburgen wie Berlin, Leipzig oder Jena einmal abgesehen, stellt sich die Situation ganz anders dar.

Doch die große Mehrheit der Deutschen und damit zum Beispiel auch der AfD-Wähler lebt nun einmal auf dem Gebiet der alten Bundesrepublik. Dort haben besonders in den Großstädten die Grünen hohe Stimmengewinne bei den EU-Wahlen gehabt, dort ziehen – zumindest bis Beginn der Sommerferien – die „Fridays for Future“-Prozessionen der Greta-Jünger durch die Straßen, dort werden kommunale „Klimanotstände“ deklariert. Und überall dort werden all jene, die Zweifel an der Klimarettungspropaganda äußern, ohne großen Widerstand der Betroffenen als reaktionäre, ja wissenschaftsfeindliche „Klimawandel-Leugner“ stigmatisiert.

In dieser Lage die Parole auszugeben, einfach zu warten, bis der Hype vorbei und wieder einigermaßen Vernunft zurückgekehrt sei, mag der Altersweisheit eines erfahrenen Bundesrepublikaners wie Alexander Gauland entsprechen, der schon viele Panikkonjunkturen erlebt und überstanden hat. Aber dieses Verhalten kann auch als Kapitulation vor einer hochprofessionell inszenierten Gegenoffensive des Machtkomplexes gewertet werden. Dabei ist klar, dass die Klimahysterie auch nicht mit den besten rationalen Argumenten oder begründeten Gegentheorien bekämpft werden kann, jedenfalls derzeit nicht.

Das wäre schon deshalb ein recht sinnloses Unterfangen, weil die bekennenden Patrioten in Deutschland noch klar in der Minderheit sind, über keine massenwirksamen Medien verfügen sowie zudem in Fragen der Ökonomie und Umwelt auch keineswegs einheitliche Positionen haben. Gleichwohl bedeutet das nicht, vor den Anhängern, Gläubigen und Profiteuren der „Rettung“ des Weltklimas in Deutschland die weiße Fahne zu hissen. Denn dazu ist die Doppelmoral der Gegenseite viel zu offensichtlich.

Es sind ja bekanntlich die Linksgrünen und ihr Milieu, die gerne auch die längsten, also klimaschädlichsten Flüge in die entferntesten Ecken der Welt unternehmen. Und es sind ihre Sprösslinge, die trotz der beliebten Schulschwänzerproteste am Freitag sie dabei in den nächsten Sommerwochen gerne begleiten werden. Diese Sprösslinge haben in den letzten Monaten nach Wissen des Verfassers dieses Textes noch kein einziges Mal versucht, einen Flughafen oder eine Autobahn zu blockieren.

Doch nur solche Aktionen könnten ihrem angeblich so großen Anliegen wenigstens etwas Glaubwürdigkeit verleihen – was auch immer sonst darüber zu denken ist. Nichts zeigt besser als das Ausbleiben solcher Aktionen, wie wenig ernsthaft, aber wie spielerisch-luxuriös der Kinderkreuzzug von „FfF“ ist. Daran ändert auch die jüngste Blockade eines Kreuzfahrtschiffs in Kiel nichts. Die Teilnehmer konnten nämlich sicher sein, im grün dominierten Habeck-Holstein kein persönliches Risiko einzugehen, sondern vielmehr nach nur einigen Stunden Blockade als Klima-Helden gefeiert zu werden.

So lange die Linksgrünen und ihre Klientel offen und offensiv keine Einstellung der bei den Deutschen so beliebten Kreuzfahrten, keine massive Verteuerung von Flugreisen, keine Zerschlagung von Amazon und kein Ende des „Just-in Time“-Systems der Industrie fordern, werden sie mit den harten Interessen der deutschen Wirtschaft nicht in Streit geraten, sondern gut vom modernen Ablasshandel profitieren, nämlich all den Wahlstimmen der progressiven „Klimasünder“.

Diese weit verbreitete Verlogenheit und Heuchelei der selbsternannten „Klimaretter“ muss denunziert und gebrandmarkt werden. Und von patriotischer Seite sollte immer wieder darauf hingewiesen werden, dass wirklich wirksamer Klimaschutz – soweit es diesen überhaupt geben kann – nur dann erreichbar ist, wenn Riesenstaaten wie China, Indien, Indonesien oder Brasilien umfassende Maßnahmen in Gang setzen würden. Dass damit realpolitisch mitnichten zu rechnen ist, steht auf einem ganz anderen Blatt.

Auf jeden Fall darf es seitens der Patrioten nicht bei der defensiven Passivhaltung in Sachen Klima bleiben. Es gibt viele kreative Möglichkeiten, Hysterie, Lügen und Heucheleien der vorgeblichen „Klimaretter“ mit der gebotenen Öffentlichkeitswirksamkeit deutlich zu machen. Dazu gehören auch gezielte Provokationen und satirische Aktionen. In dieser Beziehung haben die vernünftigen Kräfte in unserem Volk noch sehr viel zu lernen. Doch dafür ist es nie zu spät.


Wolfgang Hübner.
Hübner auf der Buch-
messe 2017 in Frankfurt.

PI-NEWS-Autor Wolfgang Hübner schreibt seit vielen Jahren für diesen Blog, vornehmlich zu den Themen Linksfaschismus, Islamisierung Deutschlands und Meinungsfreiheit. Der langjährige Stadtverordnete und Fraktionsvorsitzende der „Bürger für Frankfurt“ (BFF) legte zum Ende des Oktobers 2016 sein Mandat im Frankfurter Römer nieder. Der leidenschaftliche Radfahrer ist über seine Facebook-Seite erreichbar.