Tom van Grieken, Chef des „Vlaams Belang“, freut sich über die Zuwächse seiner Partei.

VON CHEVROLET | Dass die allermeisten Europäer mit Merkels Kapitulations- und Übergabepolitik für Deutschland und Europa an den Islam wenig bis nichts anfangen können, ist sattsam bekannt. Ob die Visegrad-Staaten oder Italien und Frankreich die patriotischen Kräfte erleben einen gewaltigen Auftrieb, wie die EU-Wahl bewies. Gerade noch Deutschland ergeht sich in Multikulti-Träumen und der Huldigung der Klimasekte des weiblichen Gurus Gretchen Thunfisch, koppelt sich von den modernen Entwicklungen ab.

Bemerkenswerte Nachrichten kommen dafür aus Belgien, dem kleinen Nachbarland, in dem sich auch noch der Sitz der Europäischen Union befindet. Und diesmal sind es nach den unendlich vielen Negativ-Nachrichten in denen die Brüsseler Stadtteile Molenbeek und Schaerbeek ein Hort des extremsten Islam sind und Terroristen produzieren, endlich positive Nachrichten. Sprachlich und kulturell geteilt in Flandern und die Wallonie (und in den kleinen deutschsprachigen Teil ganz im Osten) ist die politische Szene dort etwas anders. Und seit dem Wahltag für die EU noch mehr.

„Vlaams Belang“ (übersetzt „Flämisches Interesse“) ist der Name einer flämisch-patriotischen Partei, früher einmal hieß sie „Vlaams Blok“. Mit der wollten die Altparteien im Königreich nie etwas zu tun haben. „Cordon sanitaire“ („Hygienecordon“) nannte man das Belgien früher.  Also im Grunde ganz in der Art wie das Spiel, das die Altparteien mit der AfD in Deutschland heute auch spielen.

Doch allen Bemühungen der Gutmenschen zum Trotz, der „Cordon sanitaire“ wird bei den Wählern immer unbeliebter, immer lauter wird der Ruf danach, „Vlaams Belang“ in den politischen Prozess einzubeziehen. 65 Prozent der Flamen wollen ein Ende der Politik gegen die Partei, berichtet das Portal „7sur7“ unter Berufung auf „Het Laatste Nieuws“ und „VTM Nieuws“.

Eigentlich kann das nicht verwundern, erzielte „Vlaams Belang“ bei den Wahlen zum flämischen Regionalparlament, die gleichzeitig mit den EU-Wahlen stattfanden einen erdrutschartigen Sieg und holte 18 Prozent der Wählerstimmen. Tom van Grieken, der 32 Jahre alte Chef des „Vlaams Belang“, freute sich: „Es übertrifft alle unsere Erwartungen“. Am Mittwoch brachte der großartige Erfolg der flämischen Patrioten dem Parteichef eine Audienz beim belgischen König Philippe ein, was für sich genommen schon eine Sensation ist. „Ich fühle mich sehr geehrt. Aber es sollte eigentlich normal sein. Nicht normal war, was die übrigen Partien die vergangenen 40 Jahre mit uns gemacht haben. Es war nicht demokratisch.“

Die stärkste Partei im Regionalparlament, die „Neue Flämische Allianz“ (N-VA) schließt eine Zusammenarbeit mit „Vlaams Belang“ auch nicht mehr aus. Diese Partei ist auch zuwanderungskritisch und verweigerte die Unterstützung für die Regierung, als es um den unseligen merkelschen Migrationspakt ging. Darüber zerbrach die Koalitionsregierung dann im vorigen Dezember.

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6 KOMMENTARE

  1. 40 Jahre, und dann eine Zustimmung von 75% nicht in der Region von Mitbewerbern gemieden zu werden, in einer Demokratie. Schwerer hatten sie es natürlich als die AFD, als Flams Belang, bekommt man (nahezu?) keine wallonischen Stimmen. Mehr als verdient, meinen herzlichen Glückwunsch. Mein belgischer Kollege ist auch deutscher, als das meiste was an Deutschen in unseren, zumindest, Großstädten herumläuft.

  2. Stein für Stein, langsam wird es. Wir Westdeutschen haben mit 60 Millionen Einwohnern noch beizutragen.

  3. „Meinungsfroh 2. Juni 2019 at 19:40
    40 Jahre, und dann eine Zustimmung von 75% nicht in der Region von Mitbewerbern gemieden zu werden, in einer Demokratie. Schwerer hatten sie es natürlich als die AFD, als Flams Belang, bekommt man (nahezu?) keine wallonischen Stimmen. Mehr als verdient, meinen herzlichen Glückwunsch. Mein belgischer Kollege ist auch deutscher, als das meiste was an Deutschen in unseren, zumindest, Großstädten herumläuft.“
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    So unähnlich ist es in DE ja auch nicht: Zweigeteilt in Wallonie (Westen) und Flamen Osten) was die Afd anbetrifft.

  4. Nun, der VB hat ja eine lange und durchaus wechselnd erfolgreiche Geschichte hinter sich.

    Der Vlaams Blok wurde ja sogar verboten und zwischenzeitlich sah es so aus, als würde man von der NVA weitgehend übertölpelt.

    Schön, dass man dort mit der neuen Generation re-üssiert. Zeigt sicherlich dass eine Weltanschauungs- und Bewegungspartei deutlich mehr Substanz hat als reine Protest-Parteien und wie wichtig das Umfeld ist.

    Was mich nur verwundert – ist es normal, dass ein VB-Chef eine Einladung des „belgischen“ Königs zu einer Audienz annimmt? Und sich dann auch noch darüber freut? Belgie barst heiss doch früher der Schlachtruf? Aber da kenn ich die Gepflogenheiten des VB diesbezüglich tatsächlich nicht.

  5. Leider gibt es noch die Wallonen und das wallonisierte Shithole Brüssel, welche die positiven Entwicklungen in Flandern aufhalten. Aber ich freue mich sehr über diesen Wahlsieg der flämischen Patrioten. Macht weiter so. Schön, das die Neue Flämische Allianz auch die Zusammenarbeit mit dem VB sich vorstellen kann.

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