Lübcke-Mord: Das große, miese Leichenschmausen

Politische Ausschlachtungen jenseits der Schmerzgrenze

Von SELBERDENKER | Um es zu Beginn zu sagen: Politische Morde und Gewalt gegen Andersdenkende sind weder zu relativieren, noch zu banalisieren. Sie zerstören Freiheit, schaffen ein Klima der Angst und des Chaos und sind deshalb gerade von Freiheitsliebenden und von Konservativen schärfstens zu verurteilen. Die politischen Äußerungen der Opfer, mögen sie noch so abwegig, dumm oder schädlich gewesen sein, machen dabei keinerlei Unterschied.

Politische Aasfresser sind wählerisch

Ich trauere nicht um Herrn Lübcke. Ich kannte ihn nicht und er war ein politischer Gegner. Seine Familie wird trauern – und das wiederum tut mir menschlich leid. Wirklich um Lübke trauern wird auch keiner der politischen Aasfresser, die momentan maximal von seinem Tod profitieren möchten. Sie kannten ihn zumeist auch nicht. Die Trauermine dieser Leute an Lübkes Grab ist deshalb widerwärtige Heuchelei. Es sind genau die Leute, die verantwortlich sind für die extreme Politik, die unser Land tief gespalten hat.

Ihre Politik lockte nicht wirklich Verfolgte, sondern überwiegend unzählige Männer aus verrohten Kulturen in unser Land, die Tod, Chaos und Leid brachten und die unser Land unsicherer gemacht haben. Die Verantwortlichen dafür, die politischen Täter, beklagen nun Spaltung und Verrohung. Jede Woche werden in Deutschland einfache, oft naive Deutsche durch kriminelle Migranten verletzt oder sogar getötet. Das wird von den politischen Aasfressern am Grab von Lübke mit eingefahrener Routine ignoriert und mit aller medialen Macht relativiert. Diesen Toten wenden die widerwärtigen Heuchler den Rücken zu. Sie kommen medial nicht vor, werden still beerdigt.

Lübcke als Fliegenklatsche?

Merkels Innenminister Seehofer nutzt den Tod Lübckes für einen Winkelzug, mit dem er mehrere Fliegen mit einer Klappe zu schlagen gedenkt. Er stellt den Mord an Lübcke „auf eine Stufe mit islamistischem Terror und mit der Gefahr durch Reichsbürger.“ Damit wertet er die von ihm selbst zu verantwortende erhöhte islamische Terrorgefahr ab und suggeriert, dass die Gefahr durch „Reichsbürger“ selbstverständlich der islamischen Gefahr gleicht. Nebenbei stimmt er Merkels konturlosem Ex-Generalsekretär Peter Tauber zu, der gerne die Grundrechte für Oppositionelle einschränken möchte.

Lübcke als Grund für einen weiteren inszenierten Straßenkarneval?

Auch Merkels Außenminister Heiko Maas nimmt selbstverständlich am unseligen Leichenschmaus teil. Er ruft, oh Wunder, zu „Protesten gegen Rechts“ auf:

„Zeigen wir, dass wir mehr sind als die Rechtsradikalen, die Antisemiten, die Spalter. So wie die `unteilbar`-Demonstranten in Berlin und an vielen anderen Orten. Vielleicht braucht unser Land nicht nur die `Fridays for Future`, die so viel in Bewegung gebracht haben. Sondern auch einen Donnerstag der Demokratie.“

Ein politisch verantwortlicher Spalter beklagt sich über Spaltung. Was, zum Teufel, hat zudem Gretas Klimahype mit der Ermordung Lübckes zu tun? Gibt es jetzt „Thursdays for Merkel“? Auch Maas beschwört fleißig das Angstgespenst des großen neuen Rechtsterrorismus über Deutschland. Es soll von den Bedrohungen ablenken, die Merkel, Maas, Tauber, Seehofer und Co. durch ihre Politik zu verantworten haben.

Kölns OB-Reker nach Lübcke-Mord: „Unsere Gesellschaft verroht“

Die umstrittene Kölner Oberbürgermeisterin Henriette „Armlänge“ Reker hatte ebenfalls etwas zu sagen. Sie stellte fest, dass unsere Gesellschaft verroht. Das müsste sie zwar spätestens seit den Frauenjagden auf der Domplatte in Köln seit Anfang 2016 wissen – aber manche Erkenntnisse hat man eben besser spät, als nie.

Nehmen wir mal an, neben all der politischen Instrumentalisierung, all der Heuchelei, all der kalkulierten Ignoranz, all der Selbstgerechtigkeit, all den Verdrehungen und miesen politischen Winkelzügen gibt es auch in der etablierten Politik wirklich einen Funken echter Sorge um den Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Müsste es dann nicht Gesprächsangebote an die geben, die Kritik üben? Müsste man nicht auf die argumentative Ebene zurückfinden, statt weiter die Probleme zu ignorieren, weiter die Kritiker zu dämonisieren, ihnen das Maul zu verbieten oder ihnen sogar die Grundrechte abzusprechen? Wir erleben eine Verrohung der Gesellschaft, das hat Reker richtig erkannt. Es verbindet uns, dass wir das nicht wollen. Doch ist die schlimmste Verrohung nicht immer das Ende des gesellschaftlichen Dialogs?