Nur jeder zehnte Minderjährige ist unter 18

Schweden gleicht Fingerabdrücke mit Marokko ab

Von CHEVROLET | Es hat sich in der ganzen Welt herumgesprochen: Wer als Minderjähriger in Deutschland und ein paar anderen EU-Ländern Asyl beantragt, sich also als „Flüchtling“ ausgibt, hat allerbeste Chancen, das Zielland nicht mehr verlassen zu müssen und das noch zusätzlich optimierte große Verwöhnprogramm für Landnehmer zu bekommen.

Also macht man sich auf den Weg, mit der Mission so schnell wie möglich den Rest der Sippe und des Dorfes in die soziale Hängematte nachzuholen.

Sicherheitshalber geht bei der „Flucht“ der Pass verloren, sodass man dann in Germoney sagen kann, man sei minderjährig, auch wenn der Bart schon bestens sprießt und die ersten grauen Haare kommen. Geprüft wird ja grundsätzlich nicht, und wenn unser minderjähriger Glücksritter sein Geburtsdatum nicht weiß, wird fiktiv immer der 1. Januar genommen. Und sofort fließen Geld und allerlei verwöhnende Extras für den jungen Mann, Verzeihung, das arme Kindchen.

Ungezählt sind die dokumentierten Fälle, bei denen die jungen Herren dann doch aufflogen mit dem falschen Alter, was aber im Grunde nicht viel ändert, denn der Freibrief zu Gewalt und Straftaten bleibt.

Ähnlich ist es in Schweden, wo die „Minderjährigen“ ebenfalls noch mehr gehätschelt werden als normale „Flüchtlinge“. Doch dort ist man noch lernwillig und wird vorsichtiger: Man hat mit Marokko, einem der Haupt-Herkunftsländer der „Minderjährigen“, eine enge Zusammenarbeit bei der Feststellung der Identitäten getroffen. Mit Erfolg: Plötzlich stellt sich heraus, dass gerade mal zehn Prozent der angeblichen Minderjährigen wirklich minderjährig sind. Oder anders herum: 90 Prozent sind es nicht! Das berichtet der schwedische Rundfunk.

In Deutschland wird man natürlich sagen, dass hierzulande alles gaaaanz anders sei und die armen minderjährigen Flüchtlinge die personifizierte Ehrlichkeit seien, wie wir ja alle wissen. Aber die Zahlen aus dem nordischen Königreich bleiben und zeigen, was ein simpler Abgleich der Fingerabdrücke mit den marokkanischen Behörden doch ausmacht. Wer also will, kann den Missbrauch sehr wohl effektiv bekämpfen, vorausgesetzt der politische Wille ist da.

Christian Frödén von der schwedischen Grenzpolizei in Stockholm wies auf einen erfreulichen Nebenaspekt der genauen Überprüfung der vermeintlichen Minderjährigen hin: „Wenn sie merken, dass sie auffliegen, sind sie plötzlich weg und versuchen ihr Glück in anderen Ländern. Die möchten nicht, dass die Polizei sie festnimmt, denn dann würden sie nach Marokko zurückgebracht.“