Evangelische Monatszeitschrift entlarvt sich selbst

Chrismon: Migrantengewalt nur Folge von „Integrationsproblemen“

Von SAMIEL | Es dürfte für keinen Leser dieses Forums eine besondere Überraschung sein, dass die seit Jahren ungehemmt stattfindende, millionenfache Einwanderung von kulturfremden und unqualifizierten Männern im wehrpflichtigen Alter für die evangelische Kirche ein Geschenk des Himmels ist, für das wir dem Herrgott gar nicht dankbar genug sein können. Aber dennoch bleibt einem immer noch buchstäblich die Spucke weg, wenn man in den kirchlichen Medien lesen muss, wie dort über die katastrophalen Folgen der illegalen Massenimmigration gedacht wird.

Ein linksgrünes Millionenblatt – finanziert durch die Kirchensteuer

Ein Beispiel: Das Flaggschiff der evangelischen Publizistik, die Zeitschrift Chrismon. Dieses Blatt erscheint monatlich in einer Auflage von sage und schreibe 1,6 Millionen Exemplaren von über 40 Seiten und in Kupfertiefdruck. Da wohl kaum ein Mensch dieses Elaborat am Kiosk käuflich erwerben würde, liegt es den großen Tageszeitungen zu Beginn jedes Monats gratis bei und erreicht damit – zumindest theoretisch – fast zwei Millionen Leser. Also ein nicht zu unterschätzendes Instrument im Kampf um richtige Gesinnung – finanziert überwiegend durch die Kirchensteuer. Als Herausgeber firmieren Bischof Heinrich Bedford-Strohm und Synodalpräsidentin Irmgard Schwaetzer.

Dementsprechend ist der Inhalt, über den man hier kein Wort zu verlieren braucht: Erbauliche, theologisch dürftige Geschichten, die der Bäckerblume entnommen sein könnten, wären sie nicht durch und durch links-grün durchwachsen, sowie Reportagen, in denen der Geist des Herrn Relotius nachweht.

An allem ist die AfD schuld

Daneben gibt es noch einen Webauftritt chrismon.de 2019 – und hier äußert sich ein Nils Husmann, einer der zahlreichen Redakteure, in einem kleinen Artikel zu dem Anschlag eines Geisteskranken auf einen Migranten aus Eritrea.

„Lebensrisiko: dunkle Hautfarbe“, titelt er und fragt sich „…wie sehr hat der Hass unser Land verändert?“ Damit meint er natürlich nicht den Hass der Schläger von Amberg auf die Angehörigen der Köterrasse, die ihren Weg kreuzten, er meint die Rechtspopulisten, die Schuld daran sind, dass es „ein Risiko für Leib und Leben ist, wenn ein Mensch schlicht ’nicht deutsch‘ genug aussieht.“ (Man merkt, Nils Husmann war lange nicht mehr nach Mitternacht auf einem deutschen Großstadtbahnhof…). Dieser Rechtspopulismus ist natürlich auch die Ursache für den Mord an Regierungspräsident Walter Lübcke; letzterer wurde ja bekanntlich zum Gegenstand rechter Kritik wegen „seines Einsatzes für Flüchtlinge“ und wegen seines „christlichen Menschenbildes“. Dabei stört es Husmann nicht, dass es vor allem die unverschämt freche Aufforderung dieses Spitzenbeamten war, dass jeder, wer nicht sein „christliches Menschenbild“ teile, bitteschön dieses Land verlassen könne, die Tausende von anständigen Bürgern dazu brachte, die Faust in der Tasche zu ballen.

Nils Husmann.

Abschließend nennt er Ross und Reiter: Die AfD, namentlich Alice Weidel, „spricht anderen Menschen das Menschsein ab“ und „legitimiert rechtsextreme Wirrköpfe einen vermeintlich unterdrückten Volkswillen zu exekutieren.“

So weit, so schlecht – nichts Neues von der Zeitgeistkirche. Aber jetzt kommt der Clou: Ermordete und vergewaltigte Deutsche: Alles nur ein Problem der Integration.

Ein kritischer Leser machte sich die Mühe und widersprach unter dem Nicknamen „querdenker“:

Es sind nicht irgendwelche Hasspostings und Brandreden im Bundestag, sondern es ist allein die Lektüre der täglichen Medien, welche ausreicht, um bei vielen Bürgern den Blutdruck in die Höhe zu treiben und um Einzelne, die vielleicht psychisch prädisponiert sind, zu Extremtaten hinzureißen.

Als Beispiel führt „querdenker“ einige seit 2015 sattsam bekannte kriminelle Scheußlichkeiten an: die Verbrechen und Morde vom Kölner Domplatz, vom Breitscheidplatz, vom Dreisamufer und von der Bahnsteigkante in Voerde.

Husmann reagiert so, wie man es von einem Lohnschreiber seiner Herkunft (Studium der Journalistik und zwei Jahre Volontariat bei der Leipziger Volkszeitung) erwarten darf: In bester totalitärer Manier argumentiert er nicht zur Sache, sondern greift „querdenker“ persönlich an. Er wirft ihm vor, Gewalt gegen Ausländer zu rechtfertigen. Eine Begründung spart er sich. Zu den erwähnten bestialischen Verbrechen von Migranten an Deutschen fällt ihm nur die perfide Unterstellung ein: „Weil es Integrationsprobleme gibt, ist es legitim, denen Gewalt anzutun, die man als fremd erachtet? Das ist, das sei deutlich gesagt, widerlich.“

Bestialisch erwürgte Studentinnen, zerfetzte Männer und Frauen auf Weihnachtsmärkten und vom Zug zermalmte Mütter werden also von der Kirche unter der Rubrik „Integrationsproblem“ abgelegt. Gegenteilige Meinungen sind widerlich.

Kann man noch tiefer sinken?