Studie des Instituts für Staatspolitik

Migration: Japan als Vorbild?

Die Turbulenzen um Björn Höcke, den „Flügel“ und die AfD machen leider vergessen, dass Höckes Rede beim diesjährigen Kyffhäusertreffen in Leinefelde (PI-NEWS berichtete) einen ausgesprochen spannenden Teil enthielt. Er redete über Zuwanderung. Und dann wählte er nicht die AfD-typischen Vorbilder Kanada oder Australien, sondern Japan. Japan? Ja!

Höcke verweist hierbei auf eine Studie des Instituts für Staatspolitik. Für das IfS hat der Volkswirtschaftler Dr. Jan Moldenhauer, AfD-Mitarbeiter aus Magdeburg, ein prägnantes Heft vorgelegt: „Japans Politik der Null-Zuwanderung. Vorbild für Deutschland?“

Für die Frage, ob Vorbild oder nicht, hilft es, sich den Fall erstmal anzuschauen. Das Beispiel der japanischen Gesellschaft, die bekanntlich sehr konservativ ist, wird nämlich zu oft vergessen. Japan beharrt dabei in der Tat – anders als Europa! – weiter auf seiner kulturellen Identität.

In vorliegender Studie, die nicht nur Höcke als grundlegend ansehen dürfte, wird zunächst die deutsche Debatte über Migrationspolitik thematisiert. In diesem Kontext werden real existierende liberale Einwanderungs- und linksliberale Zuzugsmodelle skizziert.

Anschließend erfolgt eine Beschreibung des konservativen japanischen Zuwanderungsmodells als Vorbild von Europas Nationen. Besondere Aufmerksamkeit gilt der japanischen Asyl- und Flüchtlingspolitik, der Entwicklungshilfepolitik, der Zuwanderungspolitik, der Familienpolitik, der Technisierungspolitik sowie der Identitäts- und Wirtschaftspolitik des ostasiatischen Inselstaates. Jede Menge Input, jede Menge klärende Übersichtsdarstellungen!

Zentral ist die abschließende Analyse: Es erfolgt eine Beschreibung jener Elemente der japanischen Migrationspolitik und Politikfelder, die durch konservative und alternativ-freiheitliche politische Kräfte berücksichtigt werden könnten.

Wie man zu Höcke auch immer stehen mag: Diese Studie zu Japan ist in der Tat ein bahnbrechendes Dokument und damit eine perfekte Handreichung für Wahlkämpfe wie für Gespräche im Kollegenkreis. Australien? Bye, bye! Japan? Konnichiwa!

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