Provokation bei Gay Pride-Aufmarsch in Bialystok

LGBT-Jünger setzen auf Kesseltreiben gegen konservatives Polen

Von CHEVROLET | Christopher-Street-Day-Paraden, Gay Pride-Aufmärsche, das ist offenbar die neue Folklore des bunten Europa. Für jedes der 68 Geschlechter (oder sind es schon mehr?) wird ein Platz geschaffen. Und eigentlich gehört es schon zum guten Ton, schwul, lesbisch, bisexuell, transsexuell oder sonstwas zu sein, so sehr werden Leute mit diesen Neigungen hochgejubelt in der linken Presse des Mainstream, dass „normal“ heute als spießig und reaktionär gilt. Entsprechend wandelte sich die CDU unter Merkel auch zum lautesten Befürworter von Homo-Ehe und anderem.

Aber es ist kein rein deutsches Phänomen, in Frankreich ist es kaum besser. Das zeigt, wie in der großen französischen Zeitung „Le Monde“ über die LBGT-Paraden und Gay-Pride-Aufmärsche in Polen berichtet wurde. Im ostpolnischen Bialystok, zwischen Warschau und der Grenze zu Belarus (Weissrussland) gelegen, fand dieser LBGT-Umzug am 20. Juli statt. Nun geht es bei den Märschen in Polen nicht so wild und voller Exzesse zu wie zum Beispiel in Deutschland, war der Ort der 300.000 Einwohner-Stadt in der Wojewodschaft Podlachien wohl gewählt. Die LGBT-Parade wollte offensichtlich provozieren, denn die Region gilt als sehr konservativ und katholisch geprägt. Entsprechend wurden die Demonstranten nicht gerade freundlich begrüßt, worüber sich „Le Monde“ brav echauffiert.

Es kam nämlich zu Gegendemonstrationen aus dem nationalistischen, konservativ-katholischen Bereich, und auch Fußball-Hooligans waren beteiligt.

Während „Le Monde“ wütend titelt „Gay Pride Marsch wird zum Alptraum für Polen“, muss man sich wie so oft die Hintergründe des Ganzen mal genau anschauen, wie es das Online-Portal „Visegradpost“ tat.

Der Geichheitsmarsch von Bialystok ist die bislang letzte Provokation der polnischen Gesellschaft durch die LGBT-Lobby im Land, die sich über Unterstützung internationaler Konzerne wie IKEA und westeuropäische Botschaften und NGO’s freuen darf. Diese Lobby profitiert auch in letzter Zeit von der von der polnischen liberalen Opposition versuchten „fortschrittlich-libertären“ Wende, was zu ihrer vernichtenden Niederlage gegen die Regierungspartei PiS bei den Europawahlen wesentlich beigetragen hat.

Junge Polen zeigen sehr deutlich, was sie vom LGBT-Aufmarsch in Bialystok halten.

Die LGBT-Aktivisten haben sehr viel dafür getan, um eine große Anzahl von Polen gegen sich aufzubringen, so mit ihrer Lächerlichmachung des katholischen Glaubens in Danzig (Parodie einer Prozession des Heiligen Sakraments), in Warschau (Parodie einer Messe) und in Tschenstochau/Czestochowa (Versuch, auf das Heiligtum von Jasna Góra aufzumarschieren, als eine Kinderwallfahrt dort stattfand), oder gar die mit einem in den Regenbogenfarben übermalten Heiligenschein versehenen Bilder der Schwarzen Madonna von Tschenstochau, die jetzt überall herumgezeigt werden.

Das Ziel der LGBT-Lobby scheint wohl, möglichst heftige Reaktionen zu provozieren, um sich als Opfer von Gewalt und Diskriminierung darstellen zu können. Dass aber dies unbedingt durch eine Strategie der ständigen Provokation gehen muss, indem man die heiligsten Symbole angreift, zeigt wohl, dass die polnische Gesellschaft eher tolerant ist.

In der Tat waren mehrere Dutzend Gegendemonstrationen angemeldet worden, darunter eine von Fußballfans aus ganz Polen, die – wie man es ein paar Tage zuvor in nationalistischen Medien erfuhr – unter sich einen Nichtaggressionspakt geschlossen hatten, um „die Stadt gegen die Perversen zu verteidigen“, denn „alle haben ihre Homoparaden in Warschau, Danzig und Tschenstochau gesehen, wo die religiösen Symbole des christlichen Glaubens offen profaniert und verhöhnt wurden. Wir können nicht erlauben, dass verkleidete Clowns das Gleiche in Bialystok tun“.

Jesus statt LGBT – das ist die klare Botschaft dieses Mannes gegen den linksgrünen Aufmarsch in Bialystok.

Dann gab es freilich ein paar Ausschreitungen, denn Fußballfans sind eben keine gewöhnlichen Demonstranten, doch hat die massiv anwesende polnische Polizei ihre Arbeit ordentlich geleistet und niemand wurde verletzt. Da Polen ein demokratischer Rechtsstaat ist, auch wenn es Berlin und Brüssel nicht passt, wurden die Gewalttäter verhaftet bzw. werden noch gesucht und werden auch noch vor Gericht erscheinen müssen. Einige linke Medien haben eine Verbindung zwischen den vermuteten Gewalttaten gegen Homosexuelle in Polen und „den dunkelsten Stunden unserer Geschichte“ herstellen wollen, indem sie das blutüberströmte Gesicht einer jungen Frau veröffentlichten. Unglücklicherweise handelte es sich um eine Gegendemonstrantin, die versucht hatte, ihren Freund aus den Händen der Polizei herauszureißen und im Gemenge einen Schlag abbekommen hatte.

Unterdessen hat die PiS-nahe Wochenzeitung „Gazeta Polska“ noch einen drauf gesetzt, indem sie einen Aufkleber „LBGT-Ideologie-freie Zone (Strefa wolna od ideologii LGBT) verteilte. Prompt zeterte „Le Figaro“ los: Das sei ein homosexuellen-feindlicher Aufkleber und damit nicht politisch korrekt.

„Liberation“ steigerte gar noch die Panikmache mit: „In Polen ist es legal geworden, einer LGBTI-Person („lesbisch, gay, bisexuell, trans, intersexuell) den Zutritt zu einem Geschäft zu verwehren“. Die linksradikale französische Europaparlaments-Abgeordnete Manon Aubrit twitterte dann schon, es gebe Aufkleber für Läden mit dem Text „Zutritt für LGBTI verboten.“ Im Zuge des ganzen Protestgeschreis wurde der Aufkleber entschärft: „LGBT-Ideologie-freie Zone“.

Bemerkenswerterweise fand ein anderer Vorgang bei „Le Monde“ und „Le Figaro“ bisher keinerlei Beachtung: Die Entlassung eines katholischen Mitarbeiters von IKEA Polen, der es ablehnte, an den von seinem Arbeitgeber organisierten LGBT-Propagandaaktionen teilzunehmen, wie „Quotidien Présent“ berichtete.