Landesvorsitzender Jörg Urban fordert OSZE-Wahlbeobachter

Radebeul (Sachsen): In einer Nacht alle 200 AfD-Plakate zerstört

Zehn Tage vor der Landtagswahl hat die Zerstörung von AfD-Wahlplakaten in Sachsen  neue Dimensionen erreicht. In vielen Teilen Sachsens ist die Hälfte aller AfD-Plakate abgerissen worden. Trauriger Höhepunkt ist aktuell Radebeul-Altkötzschenbroda. Dort wurden in einer Nacht alle(!) 200 Wahlplakate abgerissen.

Für den AfD-Landesvorsitzenden Jörg Urban ist damit eine Grenze überschritten: „Mit krimineller Energie wird die AfD massiv im Wahlkampf behindert und ihrer demokratischen Rechte beraubt. Es werden Plakate zerstört, Wahlkämpfer körperlich attackiert und Gastronomen unter Druck gesetzt, uns keine Räume zu vermieten. Mit einer freien und unabhängigen Wahl hat das nichts mehr zu tun. Deshalb haben wir bei der OSZE Beschwerde über Wahlbehinderung eingelegt und Wahlbeobachter angefordert.“

Und weiter: „Diese undemokratischen Zustände kennen wir sonst nur von Ländern wie der Türkei – nun passieren sie mitten in Deutschland. Offenbar versuchen die politischen Konkurrenten mit allen Mitteln, einen weiteren Aufstieg der AfD in Sachsen zu verhindern. Zuerst wurde rechtswidrig versucht, die AfD-Kandidaten-Liste zusammenzustreichen, nun schlägt uns Gewalt und Zerstörung entgegen.“

Rund anderthalb Wochen vor der Landtagswahl liefern sich die CDU und AfD weiterhin ein Kopf-an-Kopf-Rennen. In der jüngsten Umfrage des Instituts Czaplicki im Auftrag der „Leipziger Volkszeitung“ kommt die CDU auf 28 Prozent der Stimmen, die AfD liegt mit 26 Prozent knapp dahinter auf dem zweiten Platz.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hatte sich in der vergangenen Woche zu der Aussage provozieren lassen und diese auch anschließend bestätigt: “Die Grünen werden mit in der Regierung sein und ihr werdet kotzen!”