Merkel-Heiligsprechung (20:15 Uhr) und AfD-Bashing (22:45 Uhr)

Video: Propagandaabend im ZDF

Von CHEVROLET | Was kann man vom zwangsfinanzierten Staats-TV ZDF erwarten, wenn es um das Thema der sogenannten Flüchtlinge und Angela Merkel geht? Subtile Propaganda zugunsten der Regierung und der Millionen von Glücksritter, die zur Plünderung Deutschlands kommen.

Ein solches Meisterwerk liefert das ZDF („Mit dem Zweiten werden Sie besser belogen“) heute Abend um 20.15 Uhr ab. „Stunden der Entscheidung: Angela Merkel und die Flüchtlinge“ (schon jetzt in der Mediathek verfügbar) heißt das Dokudrama von fast 90 Minuten Dauer, das die 160 Stunden der Entscheidung in Berlin nachzeichnen soll. Also nicht nur ein mehr oder weniger gut geschriebenes Drehbuch, sondern eingeschnittene Statements einiger Politiker der Tage 2015.

Und dann geht es los: jedes erwartete Klischee wird bedient. Das Elendsbild, das sich die Flüchtlinge auf ihrem Treck zum großen Geld selbst eingebrockt haben, die Mär, dass auch viele Frauen und Kinder dabei waren statt nur kräftiger gut gebauter Männer, dass sie alles verloren haben – Ausnahme Smartphones. Da sind zwei Syrer, die die Gruppe anführen. „Ich war in Dubai, Dann Türkei, und nun geht es nach Österreich“, sagt der eine in bestem Deutsch schon. Dieser Syrer war dann auch der Anführer des Trecks ins gelobte Land Deutschland, wo auf sie ja die allerbesten Bedingungen warten.

Ja, und dann die große Politik. Da hält Merkel dem ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán doch tatsächlich vor, wie böse er doch sei, und die Flüchtlingsmassen in seinem Land nicht behalten wolle. Dass sie dabei geflissentlich ignoriert, dass die jungen Herren sowieso nur nach Deutschland und Schweden wollen. Aber, wenn’s denn stimmt, wovon man wohl ausgehen kann, Merkel wollte Ungarn austricksen, indem sie forderte, dass Ungarn die „Flüchtlinge“ registriert. Das hätte bedeutet, dass Ungarn die Asylanträge der Massen hätte annehmen müssen. Und jeder, der sich dann bis Deutschland durchschlagen würde, könnte schön wieder nach Ungarn zurückgeschickt würde. Ein sehr gutmenschlicher Trick, möchte man sagen.

Doch daraus wurde nichts, weil die „Flüchtlinge“ sich ja längst auf die Autobahn gemacht haben, um zu Fuß die Geldtöpfe anzusteuern.

Bleiben da noch die „Geflüchteten“, wie man sie ja mittlerweile politisch korrekt nennen soll, welch edle Menschen, die aber keinem in Ungarn vertrauen wollten. Nur zwei der selbsternannten Anführer sind die großartigen Helden, die sich für die „Flüchtlinge“ einsetzen, denen vermeintlich immer so übel mitgespielt wurde.

Und dann, plötzlich ein harter Schnitt, Bilder von 1989 werden eingebaut, laufende, flüchtende DDR-Deutsche, als die Grenzen geöffnet wurden. Die „Flüchtlinge“ von heute sollen, so suggeriert man, mit den echten Flüchtlingen vom Fall der Mauer geleichgesetzt werden, gleichsam geadelt werden. Was folgt ist dann wieder Werbung für Merkel, die erklärt, wie menschlich sie doch sei.

Dann kommen wieder die Jubelbilder, Bahnhofsklatscher und Bärchenwerfer zur Begrüßung der neuen Mitbürger. Nur ein einziges Mal kommt ganz leise milde Kritik hoch, als nämlich ein Statement des ehemaligen BND-Chefs Gerhard Schindler einbaut wird, in dem er artikuliert, dass die wahre Arbeit, nämlich den Bau von Zäunen, nicht Deutschland, sondern die südosteuropäischen Länder geleitet hätten.

Kurzum: Der Film ist durchaus interessant, verdreht aber Tatsachen zugunsten der Heiligsprechung von Merkel. Die einzige neue Erkenntnis ist, dass wir nun wissen, dass Angela Merkel nach der morgendlichen Tasse Kaffee ihre Tasse zuhause selbst ausspült.

Wem diese Ladung Propaganda noch nicht reicht, sollte nach dem Dokudrama eine Ruhepause zum Durchatmen einlegen, und dann um 22.45 Uhr wieder einschalten. Dann kommt die Talksendung „Dunja Hayali“ mit der gleichnamigen ZDF-Gesinnungsjournalistin.

Was da dann gezeigt wird, kann man auch wieder nur als das übliche AfD-Bashing betrachten (weiteres Thema der Sendung: die Proteste in Hongkong). Diesmal wird der AfD-Bundessprecher Jörg Meuthen den gezielten Beschuss von allen Seiten ausgesetzt. In der Ankündigung heißt es:

Bei den Landtagswahlen in Brandenburg und Sachsen hat ungefähr jeder vierte seine Stimme der AfD gegeben. Für die Wahlen in Thüringen in wenigen Wochen wird ein ähnliches Ergebnis prognostiziert. Auch wenn die AfD an keiner Regierung beteiligt ist, fragen sich viele: Wie sehen ihre konkreten politischen Pläne aus und welche Konsequenzen haben oder hätten die Forderungen der AfD für die Bürgerinnen und Bürger?

Als AfD-Hasser hat man Regine Seemann, Schulleiterin aus Hamburg, ins Studio geladen. Sie ist überzeugt davon, dass alle Kinder von längerem gemeinsamen Lernen in einer inklusiven Schule profitierten, insbesondere auch Kinder aus bildungsfernen Familien und Kinder, deren Muttersprache nicht Deutsch ist. Die AfD dagegen wolle Schulkinder so früh wie möglich nach Leistungsstärke aufteilen.

Nächster Kämpfer gegen Räääächts ist Michael Raschemann. Seit über 20 Jahren ist der Brandenburger Geschäftsführer der Energiequelle GmbH, einem Unternehmen für Windkraft-, Biogas- und Photovoltaikanlagen. „Eine Energieversorgung ohne erneuerbare Energien kann ich mir nicht vorstellen“, sagt Raschemann und fordert anders als die AfD einen ambitionierten Ausstieg aus der Nutzung konventioneller Brennstoffe wie Kohle und Atomkraft.

Der ZDF-Propagandaabend noch einmal in der Übersicht:

» 20.15 Uhr: „Stunden der Entscheidung: Angela Merkel und die Flüchtlinge“
» 22:45 Uhr: „Die AfD nach den Wahlerfolgen“




Hat die ARD Angst vor blauen Rundfunkräten?

Von MARKUS GÄRTNER | Die ZEIT erhebt schwere Vorwürfe gegen Kollegen im GEZ-TV. Die seien bei dem Versuch gescheitert, „journalistisch angemessen über die AfD zu berichten“. Eine Anschuldigung, die schwer wiegt, vor allem innerhalb eines medialen Meinungskartells, das die AfD in die braune Ecke verdammt hat. Das Ziel der Kritik in der ZEIT ist die Sendung der ARD am Wahlabend, die ohnehin wegen dem Auftritt der MDR-Moderatorin Wiebke Binder enorme Aufmerksamkeit bekam (siehe vorheriges Video).

Die ZEIT ist mit ihrer herben Kritik jedoch nicht allein. „Haben ARD und ZDF den Erfolg der AfD herbeigesendet?“, fragt zum Beispiel der Tagesspiegel. Der Blogger Hadmut Danisch wittert gar eine „Fernsehwende aus blanker Angst„. Seine – durchaus nachvollziehbare – Vermutung: in den Funkhäusern könnte angesichts der Erfolge der AfD in Sachsen und Brandenburg bereits die Angst vor „blauen“ Rundfunkräten grassieren.

Auch in manchen Print-Publikationen wird die bislang meist stramme Anti-AfD-Linie etwas aufgeweicht. Im Handelsblatt lesen wir, dass die wenigsten AfD-Wähler „kahlrasierte Bomberjackenträger“ seien. Mit der AfD selbst würden durch Abschottung und Dauer-Empörung auch deren Wähler ausgegrenzt. Hier herrscht wohl eher die Angst, der schon länger zu beobachtende Publikumsschwund könne noch eine ganze Weile anhalten, angesichts der Tatsache, dass die AfD in den beiden Ländern jede vierte Stimme auf sich gezogen hat.

Die Frage, die hier nicht offen ausgesprochen wird, lautet: ab welcher Größe für die AfD dürfen wir noch andauernd auf die blaue Partei eindreschen, ohne mit deren Wählern auch eine größere Zahl von Lesern zu verprellen?

Ob hinter den genannten Schlagzeilen eine Kehrtwende im Mainstream steckt oder lauert, oder ob es sich hier um wenige Ausnahmen handelt, kann vielleicht erst nach der Landtagswahl in Thüringen beantwortet werden. Bis dahin sind mehr als sieben Millionen Stimmen ausgezählt worden, wenn man Brandenburg und Sachsen mitzählt.

Und so viele Wähler lassen sich dann doch nicht mehr ohne weiteres ignorieren. Irgendwann wird die Angst vor dem medialen Untergang im deutschen Blätterwald größer sein als die Angst, zum Nazi gestempelt zu werden. Diesem Punkt scheinen wir uns jetzt zu nähern.


(Der Volkswirt Markus Gärtner, Autor von „Das Ende der Herrlichkeit“ und „Lügenpresse“, war 27 Jahre Wirtschaftsjournalist für die ARD und veröffentlicht jetzt regelmäßig Videokommentare für das Magazin „Privatinvestor Politik Spezial“)




Neuenrade: 400 Zuschauer bei BPE-Kundgebung über Politischen Islam

Von MICHAEL STÜRZENBERGER | Den Auftakt der Deutschland-Tour der Bürgerbewegung Pax Europa (BPE) bildete am vergangenen Freitag Neuenrade, wo ein äußerst umstrittenenes Moscheeprojekt viele Bürger verärgert. In den 12.000 Einwohner zählenden Ort in der Nähe von Dortmund soll ein überdimensionaler Koranbunker hineingepflanzt werden, mit drei Etagen, einem Grundriss von 25 auf 48 Metern und zwei Minaretten von jeweils 14 Metern Höhe. 500 Moslems werden darin Platz haben, und es soll auch noch eine Koranschule für bis zu 250 Kinder angeschlossen werden.

Die Größe ist aber beileibe nicht der alleinige Skandal: Bauherr und Eigentümer dieses Großprojektes soll die EMUG (Europäische Moscheebau- und Unterstützungsgemeinschaft e.V.) sein. Deren Generalbevollmächtigter ist Ibrahim El-Zayat, der als Schlüsselfigur des politischen Islams in Deutschland und Sympathisant der radikalislamischen Muslimbruderschaft gilt.

In Ägypten wurde er in Abwesenheit zu zehn Jahren Haft wegen Mitwirkung an einer terroristischen Vereinigung verurteilt, an Rang vier der dort angeklagten Muslimbrüder und an Nummer eins in Deutschland verortet. Mit diesem El-Zayat hat sich der Neuenrader Bürgermeister zusammen mit weiteren Ratsmitgliedern und Verwaltungsmitarbeitern im Februar getroffen und Einzelheiten des Bauvorhabens besprochen.

Diese Moschee wird als Gemeinde der „Türkisch-Islamische Kulturverein“ nutzen, der zum Dachverband DITIB gehört, der wiederum der türkischen Religionsbehörde Diyanet unterstellt ist. Damit ist der direkte Draht zu Erdogan gelegt, der gerade die Türkei massiv re-islamisiert und in eine diktatorische Präsidialherrschaft verwandelt. Über die EMUG bestehen auch noch Verflechtungen zu Milli Görüs (IGMG), die vom Verfassungsschutz beobachtet wird. In dieses Wespennest hat nun die BPE mit einer umfassenden Aufklärungskundgebung hineingestochen, zu der laut Polizei 400 Besucher kamen, wie der WDR berichtet:

Die Polizei zählte insgesamt 400 Zuschauer. Viele davon waren keine aktiven Demonstranten, sondern Zaungäste, die zwischen den beiden benachbarten Veranstaltungen hin und her wechselten.

Eine Moschee gibt es in Neuenrade schon seit 30 Jahren. Im vergangenen Herbst hat der Rat einem Neubau zugestimmt. Warum die Bürgerinitiative nun dagegen protestiert, blieb offen.

Der WDR scheint entweder absolut ahnungslos über die Fakten rund um dieses Skandalprojekt zu sein, oder ist nicht in der Lage, die Gefährlichkeit der hier involvierten islamischen Verbände und Personen einzuschätzen. Anders die Lokalzeitung „come-on“, die meine Warnungen vor dem Politischen Islam wiedergibt:

Der Islam strebe die Weltherrschaft an, die Machtstrukturen seien vergleichbar mit der nationalsozialistischen Ideologie, der Koran sei voller schlimmer Anweisungen, die genauso umgesetzt werden sollten und es werde langfristig an der Islamisierung gewerkelt. Und überhaupt „Moslems können jederzeit radikalisiert werden, er sprach sogar von hundertausenden potenziellen Radikalen, die ins Land gelassen würden, die seien gar ein trojanisches Pferd, sagte Stürzenberger und schürte damit sicher Ängste. Und er formulierte im Laufe der Demo sein Ziel: „Den politischen Islam verbieten, dann ist der Hass weg“. Dass die heimischen Moslems nun ausgerechnet den als Islamisten-Strippenzieher apostrophierten Ibrahim El-Zayat nach Neuenrade geholt hatten, war nun ein gefundenes Fressen für ihn.

Auch Bürgerinitiativen-Gründerin Bettina Griesenbruch zitierte Aussagen von El-Zayat, welche dieser 1998 getätigt haben soll, der sich irgendwann eben muslimische Verfassungsrichter genauso vorstellte, wie einen muslimischen Bundeskanzler. Überhaupt ein islamisches Deutschland haben wolle. Offenbar eine Horrorvorstellung für einige Anwesende.

Nicht nur für einige. Als wir in Neuenrade ankamen, nahmen wir einen Ankündigungs-Livestream auf, zu dem sich nach wenigen Minuten spontan ein junger engagierter Mann gesellte: Harry, ein taiwanesisch-stämmiger deutscher Patriot, der uns dann auch bei den weiteren Kundgebungen in Solingen und Bochum als Mitstreiter verstärkte:

Knapp 16.000 Bürger haben bereits eine Petition gegen den Moscheebau unterschrieben, auch sehr viele während der Kundgebung. Im Livestream der Veranstaltung ist gut zu sehen, wie die Stimmung vor Ort war. So meldeten sich einige islamkritische Bürger zu Wort und berichteten über ihre tiefe Besorgnis wegen der voranschreitenden Islamisierung. Mehrere Moslems versuchten, sich das Mikrofon zu greifen:

Dieser Livestream hat bisher bereits 11.000 Zuschauer:

Die anwesenden Linken versuchten zu stören, wurden aber schnell von der Polizei auf Distanz gebracht:

In Neuenrade geht der Widerstand weiter. Die BPE wird, wie in vielen anderen Städten auch, Protestbriefe an die Stadträte schicken. Auch eine weitere Kundgebung ist in Planung. Neuenrade könnte ein leuchtendes Beispiel für den Widerstand eines kleinen Ortes gegen die Islamisierung werden.

Als nächstes steht bei der BPE-Deutschland-Tour am kommenden Freitag Rostock und am Samstag Stralsund auf dem Programm. Weitere Termine im Video:

Damit die Aufklärungsarbeit der BPE so intensiv weitergehen kann, ist es wichtig, dass möglichst viele Bürger dort Mitglied werden. Zum Mitgliedsantrag geht es hier, der Jahresbeitrag liegt nur bei 50 Euro. So steigt auch die Bedeutung dieser am längsten in Deutschland öffentlich wirkenden islamkritischen Organisation. Bisher sind es rund 600 Mitglieder, Ziel ist es, 1000 zu erreichen. Denn es gibt noch sehr viel zu tun..


Michael Stürzenberger
Michael Stürzenberger

PI-NEWS-Autor Michael Stürzenberger arbeitete als Journalist u.a. für das Bayern Journal, dessen Chef Ralph Burkei beim islamischen Terroranschlag in Mumbai starb. 2003/2004 war er Pressesprecher der CSU München bei der Franz Josef Strauß-Tochter Monika Hohlmeier und von 2014 bis 2016 Bundesvorsitzender der Partei „Die Freiheit“. Seine fundamentale Islamkritik muss er seit 2013 in vielen Prozessen vor Gericht verteidigen. Unterstützung hierfür ist über diese Bankverbindung möglich: Michael Stürzenberger, IBAN: CZ5406000000000216176056, BIC: AGBACZPP. Oder bei Patreon.




Die Grünen und ihre spezielle Ästhetik

Von CANTALOOP | Nicht erst seit Hegels Erkenntnissen über die philosophische Ästhetik wissen wir, welche Begebenheiten im Leben wirklich notwendig sind, um das triste Dasein der Menschheit zu bereichern. Und eben auch, dass die Schönheit in all ihren Facetten ein zentrales Element dabei darstellt. Das Ästhetische in Kunst, Kultur und Natur ist vielen Bürgern vertraut, lieb und wichtig.

Diese These trifft jedoch auf viele Wähler und Politiker der „Grünen“ nur bedingt zu. Man ist eben „anders“ – und pflegt dort seit jeher auch einen anderen Wertekanon, bei dessen Inhalten Attraktivität, Stil und Darstellung zumeist nur eine untergeordnete Rolle spielen. Somit ist es nicht weiter verwunderlich, dass ausgerechnet diejenigen Menschen, die, um es vorsichtig auszudrücken, physiognomisch nicht unbedingt bevorteilt sind, ihre politische Heimat verstärkt bei der Ökopartei fanden.

Nichtsdestotrotz darf natürlich niemand nur aufgrund von Äußerlichkeiten auf bestimmte Klischees reduziert werden. Das ist selbstverständlich – und auch in jedem humanistisch begründeten Weltbild konservativ-liberaler Provenienz fest verankert. Leben und leben lassen gilt auch in bürgerlichen Kreisen seit jeher als universelle Devise der Aufklärung.

Der gesellschaftliche Wandel bedingt ein Erstarken der grünlinken Symbolpolitik

Besonders das letzte Jahrzehnt in unserem Hightech-, Einwanderungs- und Wohlstandsland zeigt jedoch, dass es zunehmend immer mehr Menschen gibt, die von der allgemein hohen Anspruchshaltung, dem Leistungsdruck, dem Hedonismus und auch vom ständig anwachsenden Konsum zunehmend verunsichert sind – und sich demzufolge nach anderen, alternativeren Lebensmodellen sehnen.

Ein bißchen mehr „back-to-the-roots“, hinsichtlich von Nachhaltigkeits-Produkten, Bildungsschwerpunkten und tradierten Werten wünschen sich auch viele, nicht grünlinks orientierte Deutsche. Bio-Landwirtschaft, Qualitätserzeugnisse statt China-Schrott – sowie ein ausbalanciertes Öko-Bewusstsein anstelle von Massenproduktion und Mono-Kulturen gehen sicherlich schon in die richtige Richtung. Leider sind dies im Moment nur für Gutverdiener ernstzunehmende Optionen. Grünsein muss man sich eben erst einmal leisten können.

Wenn man auf die Anfänge unserer Bündnis-Grünen zurückblickt, sah man zunächst sehr viele humorlose und ideologisch aufgeladene junge Menschen, die auf ihr äußeres Erscheinungsbild, ihre Umgangsformen und ihren seriösen Auftritt keinen gesteigerten Wert legten. Strickende grüne Spaßbremsen in den Landtagen, unrasierte Turnschuhminister und unflätige Äußerungen gegenüber von Autoritäten sind noch in bester Erinnerung. Ein ästhetisches Benehmen in der Öffentlichkeit hatten damals wie heute nur die Wenigsten von ihnen. Von Geist, Charisma, oder gar Eloquenz ganz zu schweigen.

Der publizistische Konformismus verhindert jede kritische Debatte über die Grünen

Gegen alles Bewährte zu sein und gleichermaßen Radikal-Opposition zu betreiben ist ihr Credo. Es spiegelt, neben ihrer Penetranz auch die sehr spezielle Einstellung zu vielen allgemeinen Themenfeldern wieder. Somit sahen sie sich, ganz im Geiste ihrer 68er-Altvorderen, berechtigt und verpflichtet, die Gesellschaft gemäß ihrer Vorstellungen umzugestalten.

An diese Stelle „switchen“ wir wieder zurück in die Neuzeit. Als die Umwelt-Aktivisten in ihrem steigenden Selbstbewusstsein indessen begannen, ihre schillerndsten, schrägsten und radikalsten Figuren nach vorne ins Rampenlicht stellten, war die logische Folgerung der restlichen Parteien und auch vieler kritischer Bürger daraus, dass man sie trotz bestem Willen einfach nicht für voll nehmen konnte.

Bekannt ist: wer die gesellschaftlichen Normen derart brüskiert, kommt eben nur bei politisch erregten Minderheiten gut an. Ein unbeherrschter Zausel wie Anton Hofreiter oder geifernde Selbstdarsteller vom Schlage einer Roth, Künast oder auch Trittin bedienen lediglich die Interessen von Randgruppen und generieren wahltaktisch ganz sicher keine Mehrheiten.

Die grüne Ideologie ist ein Weltbild, das auf falschen Prämissen basiert

Dies alles hat sich gewandelt, seitdem das Führungsduo der Öko-Partei auch nach ästhetisch-optischen Kriterien ausgewählt wurde. Die putzige Annalena Baerbock mit ihrem moralisch angereicherten Halbwissen – und der lässige Intellektuelle Robert Habeck bedienen zusätzlich zum ohnehin eingefleischten „Juste-Milieu“ noch eine ganz neue Klientel von Wählern.

Gegenentwurf zu Antonia Hofreiter: Grünen-Hipster Baerbock und Habeck.

Nämlich jene ästhetisch Bewussten, die mit schmuddeligen Freaks ohne Selbstkontrolle, oder narzisstischen Eigenbrötlern nichts anfangen können. Die trendigen, urbanen Hipster wollte man erreichen. Denn das Auge isst bekanntlich mit. Und dies wurde, obgleich sich an den radikalen Inhalten der Partei nichts geändert hat, auch von den grünen Bürgerschrecks so verstanden und umgesetzt.

Baerbock und Habeck als ästhetische Antwort

Zudem: dieses perfekt lancierte Führungsduo bietet simple Antworten auf eine vor Komplexität überbordende Welt. Darüber hinaus sind ihr infantiles „Neusprech“ und die politischen Korrektheits-Bekenntnisse, anstelle von dezidierten oder empirisch geführten Auseinandersetzungen, auch für kognitiv Minderbegabte leicht zu verstehen. Doch an der Realität, vielmehr an der normativen Kraft des Faktischen, werden sie letztendlich scheitern.

Denn wessen alleiniges Talent es ist, Verunsicherung auszunutzen, Ängste zu schüren und gleichsam unpraktikable Lösungen vorzugaukeln, der hat in der Tat keinen Plan, kein Konzept – und damit keine Zukunft.

Wer die schönsten Landschaften Deutschlands mit störanfälligen Windrädern, hässlichen Plattenbauten und chinesischen Solar-Panels zupflastert, zeigt einmal mehr, dass ihm weder an Ästhetik noch an Nachhaltigkeit gelegen ist. Denn so ein bis zu 30 Meter breites und zehn Meter tiefes Betonfundament der gerade zahlreich neu entstehenden „Vogelschredder“ lässt sich nicht so einfach wieder zurückbauen.

Zur Not muss man die Bürger eben zu „ihrem Glück“ zwingen

Vieles, was Grüne und Linke derzeit auf Länderebene praktizieren, wird zwangsläufig im Chaos enden. Sie haben einfach keinen Sinn für zeitlose Schönheit, Effizienz, Kultur oder auch Lebensfreude. Stellvertretend sei hier eine Aussage der langjährigen Grünen-Chefin mit eingebauter „Betroffenheitsflatrate“, Claudia Roth, angeführt. Nämlich, dass es ihr persönlich am Kottbusser Tor in Berlin besser als in den heimatlichen bayerischen Bergen gefalle.

Unnötig zu erwähnen, dass auch der Schöngeist der deutschen Sprache keine Gnade mehr findet, im grün-links-feministischen Bestreben, alle gesamtgesellschaftlichen Obliegenheiten „gerecht“ und „genderneutral“ darzustellen.

Abschließend und passend zum neuerlich so „gehypten“ grünen lifestyle, zitieren wir einmal mehr den geläuterten Ex-Hippie Matthias Matussek: „Wenn Woodstock zur Staatsdoktrin wird, hat es jeden Zauber verloren“.

Darauf einen fair getradeten Spinat-Algen-Sellerie-Smoothie. Wohl bekomms!




AfD-Wähler als abgehalfterter Plattenbaubewohner - FAZ-Karikatur vom 4.9.2019 auf S. 4.

FAZ-Karikatur: Menschen- und demokratieverachtend

Von WOLFGANG HÜBNER | Die Wahlergebnisse in Sachsen und Brandenburg mit den großen Erfolgen der neuen bürgerlichen Partei sind offenbar völlig unverträglich für jene, die Bürgerlichkeit trotz aller längst erwiesenen eigenen Unbürgerlichkeit allein beanspruchen. Das beweist auf kaum zu übertreffend widerliche Weise eine Karikatur vom 4. September 2019 auf Seite 4 der FAZ.

Dort ist über der Unterschrift „Die AfD mobilisiert die Nichtwähler“ ein extrem hässlicher, verwahrlost wirkender Mann vor dem Hintergrund trostloser Plattenbauten zu sehen, der gerade ein Wahllokal besucht hat. In der Sprechblase des Mannes ist zu lesen: „Das Schönste an der Wahl war für mich, dass ich nach so vielen Jahren endlich mal wieder an der frischen Luft war“.

Die Karikatur stammt von dem Duo Greser & Lenz. Obwohl die beiden in ihrer Branche als Spitzenkräfte gelten, liegt die Verantwortung für die Veröffentlichung einer solch offensichtlich menschen- und demokratieverachtenden Karikatur, von der zum Ausdruck gebrachten vulgär-primitiven AfD-Feindlichkeit mal ganz abgesehen, allein in der Verantwortung der Redaktion der FAZ, genauer gesagt der Leitung der Redaktion.

Sie hat also nichts dagegen, dass Menschen, die zur Wahl gehen, aber die „Falschen“ wählen, als Asoziale diskriminiert werden. Das wird man sich gut merken müssen, wenn tagtäglich über Verletzung der Menschenrechte in Russland, China und sonst wo in dieser Zeitung gejammert wird.

Wir wissen jetzt auch besser als bislang schon, wie viel angenehmer den „Bürgerlichen“ ein dumpf Bier vorm Bildschirm trinkender Ossi oder Wessi in den Kram passt als ein Nichtwähler, der endlich wählen geht, weil es etwas zu wählen gibt. Und wir wissen dazu, wie sich die Redaktionsleitung der FAZ Wähler der AfD vorstellt: Menschen im gesellschaftlichen Abseits.

Greser & Lenz hatten die Karikatur in leicht modifizierter Form schon mal 2016 an den Focus verkauft.

Wenn der vielmissbrauchte Kampfbegriff „Rassismus“ überhaupt sinnvoll anzuwenden ist, dann in diesem Fall eines unverblümten Sozialrassismus. Denn der Mann in der Karikatur stellt selbstverständlich einen Hartz IV-Bezieher dar, also einer ganz fern von Geld- und Politikmacht, ganz fern dem FAZ-Universum.
 
Die Herren Greser und Lenz wollen keinesfalls in solch sozialer Trübnis enden. Deswegen verkaufen sie nicht nur ihr Talent, sondern auch ihren Charakter an jene, die dafür sehr gut bezahlen. Denn was ist schon alles schöngeistige Geschwätz im Leitartikel oder im Feuilleton der FAZ gegen eine Karikatur, die in bemerkenswert konzentrierter Weise alle Verachtung, alle Vorurteile und allen Ekel gegenüber denen zum Ausdruck bringt, die das Volk sind, das die Kreise und Pläne des politisch-medialen Machtkomplexes ungebührlich stört.

Das publizistische Zentralorgan dieses Machtkomplexes lässt schon mal deutlich zeigen, wie man mit dem Volk umzugehen imstande sein wird, wenn es sich immer störrischer zeigen sollte. Es gibt in der jüngeren Geschichte genügend Beispiele von Karikaturen, die ganz reale Menschenverachtung und Menschenvernichtung vorweggenommen oder begleitet haben. Die FAZ und ihr Duo Greser & Lenz sind in der allerschlechtesten Gesellschaft.


Hübner auf der Buch-
messe 2017 in Frankfurt.

PI-NEWS-Autor Wolfgang Hübner schreibt seit vielen Jahren für diesen Blog, vornehmlich zu den Themen Linksfaschismus, Islamisierung Deutschlands und Meinungsfreiheit. Der langjährige Stadtverordnete und Fraktionsvorsitzende der „Bürger für Frankfurt“ (BFF) legte zum Ende des Oktobers 2016 sein Mandat im Frankfurter Römer nieder. Der leidenschaftliche Radfahrer ist über seine Facebook-Seite erreichbar.




Deutsche rüsten auf – Waffenschwund bei der Polizei

Von REALSATIRE | In Merkel-Deutschland gibt es eine paradoxe Entwicklung: Besorgte Bürger bewaffnen sich zunehmend, Waffenschwund hingegen bei der Polizei. Die Polizei hat hierfür phänomenale Erklärungen.

Viele schimpfen hierzulande auf Trump und sein angeblich waffengeiles Amerika, aber Fakt ist, dass Deutschland währenddessen waffentechnisch dramatisch aufrüstet. „Kleine Waffenscheine“ sind gefragt wie noch nie. Derzeit besitzen rund 640.000 Bürger einen „kleinen Waffenschein“ und dürfen eine Schreckschusspistole oder vergleichbare Waffen tragen. Das sind mehr als doppelt soviel wie 2014 vor dem großen Bevölkerungsaustausch. Tendenz steigend:  Allein in den vergangenen 12 Monaten stieg der Waffenbesitz um neun Prozent zum Vorjahreszeitraum.

Kalibermäßig nackig

Andererseits stehen bei einigen Länderpolizeien die Beamten kalibermäßig mitunter nackig da. Wo eben noch eine scharfe Kanone an der Hose baumelte, ist das Pulver sprichwörtlich verschossen. Zum Beispiel kamen der NRW-Polizei in zehn Jahren elf Dienstwaffen abhanden. Zehn verloren, eine gestohlen. Relativierend ist aber zu berücksichtigen, dass bei den Beamten von CDU-Innenminister Herbert Reul auch schon mal Beweisstücke mit Pädophilen-Material spurlos verschwinden. Siehe Lüdge.

Auch bei der Bundespolizei gelten deutschlandweit ebenfalls elf Dienstwaffen als gestohlen oder verschwunden, ergab eine Abfrage.

Total balla-balla

Niedersachens SPD-Innenminister Boris Pistorius vermeldet das Abhandenkommen von fünf scharfen Pistolen mit etwa 80 Patronen zwischen 2016 und 2019. Total balla-balla: Bei der Polizei in Celle wird seit März sogar eine Maschinenpistole „vermisst“. Von den in Niedersachsen bei der Polizei außerdem verschwundenen Reizgassprays (200), Schlagstöcken (20), Handys (20), Tablets (10) und Laptops samt Speicherkarten sowie Schutzwesten soll hier noch gar nicht die Rede sein.

Wer jetzt auf die Idee kommen sollte,  Klemm-Nazis als Täter für den Waffenschwund verantwortlich zu machen, muss sich nicht verrenken. Mit solchen Typen wird in Merkel-Deutschland auf andere Weise kurzer Prozess gemacht. Künftig  sollen Waffen nur noch an Leute mit der richtigen Haltung und Gesinnung bewilligt werden, hat sich Justizministerin Christine Lambrecht einfallen lassen.

Pistorius wiegelt ab

Die Polizei hat andere Erklärungsversuche für das paradoxe Geschehen. Das sei kein „neues Phänomen“, wiegelt Pistorius‘ Behörde den Waffenschwund ab, das könne bei 12.000 Beamten schon mal vorkommen. Es handele sich um „einsatzbedingte Verluste“ wie z.B. bei Fußballspielen oder Demonstrationen. Pistorius, der demnächst SPD-Parteichef werden will, könnte auf die niedersächsische Argumentation zurückgreifen, wenn er erklären müsste, warum seiner Schrumpfpartei scharenweise Wähler verlorengehen: „Kein neues Phänomen – natürlicher Schwund“, würde verdammt glaubhaft klingen.

Kölner Silvester-Flüchtlingssause ursächlich

Stellt die Aufrüstung der Bürger deren Antwort auf Waffenschwund bei Länderpolizeien und verloren gegangenes Vertrauen dar?  Hierzu bemüht die Gewerkschaft der Polizei (GdP) die Metaebene, wenn sie die große nordafrikanisch-arabische Flüchtlingssause an Silvester 2015 rund um den Kölner Dom für den dramatischen Anstieg der Kleinen Waffenscheine verantwortlich macht. „Spätestens seit den Ereignissen auf der Kölner Domplatte in der Silvesternacht 2015 fühlen sich offenbar immer mehr Menschen verunsichert“, sagte der GdP-Vorsitzende Oliver Malchow. Soll wohl heißen: Köln ist überall. Der Bürger bewaffnet sich halt.