Große Verlierer der Landtagswahlen: Hetzmedien, Linke, Grüne Hybris

Die AfD in idealer Lauerstellung

Von ROBERT ANDERS | Falls die AfD sich nicht selbst zerlegt oder verboten wird, dürfte sie noch viel Freude an den überaus guten Wahlergebnissen in Sachsen und Brandenburg haben. Zwar wurden etwas zu hochgespannte Hoffnungen darauf, in einem der beiden östlichen Bundesländer stärkste Partei zu werden, diesmal noch nicht erfüllt. Doch ein Makel am doppelten großen Erfolg ist das in keiner Weise. Die Partei hat sowohl in Sachsen als auch in Brandenburg die Umfrageergebnisse übertroffen, viele Direktmandate gewonnen und ist hinter den geschrumpften „Groko“-Parteien CDU in Sachsen und SPD in Brandenburg mit weitem Abstand zweitstärkste politische Kraft geworden. Darüber kann niemand ernsthaft enttäuscht sein.

Und noch ein weiteres positives Ergebnis kann die AfD vor allem für sich beanspruchen: In beiden Bundesländern ist die Wahlbeteiligung deutlich angestiegen. Aus vielen bisherigen Nichtwählern sind am Sonntag AfD-Wähler geworden – besser kann einer lebendigen Demokratie nicht gedient werden! Natürlich wird dafür das Lob der politischen Gegner und der kräftig frustrierten Hetzmedien ausbleiben. Besonders letztere stehen dumm da, hatten sie doch wochenlang alles versucht, um die AfD in die rechtsextreme Ecke zu verbannen und ihre Wähler als kulturell zurückgebliebene Ossis zu diffamieren. Hat alles nichts genutzt, jetzt sitzen die bösen Rechten mit großen Fraktionen in Potsdam und Dresden – und der Ossi lacht!

Die Freude bei CDU und SPD, in Sachsen und Brandenburg wieder die Regierung führen zu können, wird bei den Aussichten auf die nun möglichen Koalitionen im Parteienkartell nicht allzu groß sein. Besonders in Sachsen drohen der CDU schon auf mittlere Sicht erhebliche Turbulenzen wegen der Notwendigkeit, zwecks Machterhaltung auch die Grünen ins Bett zu holen. Dabei sind die Grünen dort wie auch in Brandenburg längst nicht so erfolgreich gewesen, wie sie sich selbst und ihre vielen Sympathisanten in den Meinungsfabriken das erträumt haben. Sie haben etwas profitiert vom Schrumpfen der anderen, mehr nicht.

Für die Linkspartei, deren Hochburg einst der Osten war, sind die Wahlergebnisse so katastrophal, dass sie umgehend eine rote Bittprozession ins Saarland organisieren sollte, um Sahra Wagenknecht um Unterbrechung ihres einstweiligen politischen Ruhestands anzuflehen. Mit der linksdummen Katja Kipping an der Spitze samt dem linksextremen westlich verwahrlosten Großstadtanhang wird die Linkspartei mit Ausnahme von Chaos-Berlin weder bundesweit noch gar jenseits der alten Zonengrenze eine Rolle spielen. Wer international bis über die Schmerzgrenze sein will, der wird eben national total ins Abseits geraten.

In der AfD haben nach dem Erfolg des 1. September 2019 selbstverständlich nun jene Kräfte Auftrieb, die nicht unverbesserlich süchtig nach auch nur minimal freundlichen Signalen und Gesten aus dem politisch-medialen Komplex sind. Dem Großteil der Wähler ist es nämlich völlig gleich, ob der eine oder die andere herausgehobene Figur der Partei früher einmal bei einer fragwürdigen Organisation, Reise oder Kundgebung dabei war. Entscheidend ist, was jetzt ist. Und jetzt stehen Deutschland schwerere Zeiten in vielerlei Beziehung bevor. In Sachsen und Brandenburg hat sich die AfD in ideale Lauerstellung gebracht, um unter den kommenden noch günstigeren Umständen die demokratische Reserve zu sein, die gebraucht wird.

Ein weiterer AfD-Erfolg in Thüringen im Oktober ist wahrscheinlich. Ihm kommt wegen der dortigen Spitzenfigur Björn Höcke eine besondere Bedeutung zu. Die Hetze gegen ihn und die AfD in Thüringen wird in den kommenden Wochen auf Hochtouren laufen, nach dem Wahlsonntag in der Nachbarschaft mehr denn je. Für die AfD im gesamten Bundesgebiet wird es auch zur politischen Charakterfrage, sich bis zum Wahltag in Thüringen solidarisch und aktiv hinter Höcke und die Partei dort zu stellen. Die Hetzmedien werden jedenfalls alle Register ziehen, um keinen Triumphator Höcke in ARD und ZDF präsentieren zu müssen. Doch welcher Patriot in Deutschland sollte Interesse daran haben, genau das den Herren Restle und Kleber zu ersparen?