Einwanderer in die Produktion

Dithmarschen: Kräftige junge Männer zur Kohlernte gesucht!

In Dithmarschen, nördlich der Elbemündung in Schleswig-Holstein, hat die Kohl-Ernte begonnen. Eine Rekordernte wird erwartet, trotz Greta und „Klimawandel“. Nur: Es werden Erntehelfer gebraucht und dringend gesucht, aber nicht gefunden. Der NDR berichtet:

Dithmarschen ist am Dienstag offiziell in die Kohl-Saison gestartet. Zwar ernten die Landwirte schon seit Juli – aber mit dem symbolischen Kohlanschnitt beginnt die Erntezeit auch ganz offiziell. 350.000 Tonnen werden die Landwirte in diesem Jahr wohl von ihren Feldern holen – eine rekordverdächtige Ernte. Die Arbeit auf dem Kohlfeld ist schwer: Drei bis sechs Kilo wiegt ein Kopf und jeder muss vorsichtig behandelt werden. Nur ein unbeschädigter Kohlkopf lässt sich im Kühlhaus bis zu neun Monate lagern. Die eigentliche Ernte-Arbeit erledigen dabei Hilfskräfte aus Osteuropa.

Bei vielen Dithmarscher Landwirten zeigen sich jedoch erste Probleme, neue Erntehelfer zu finden. Jan Henning Ufen zahlt inzwischen 9,50 Euro netto pro Stunde, lange kann er das aber nicht mehr. „Der Lebensstandard in Polen ist in den letzten Jahren oder Jahrzehnten stark gestiegen. Die haben sich dem Westen sehr stark angenähert und sind sich für die Arbeit mittlerweile auch schon fast zu gut. Die finden im Handwerk mittlerweile auch schon gute Jobs“, erklärt Ufen.[..] Er werde wohl künftig Arbeitskräfte aus der Ukraine oder Rumänien anwerben, sagt er.

Warum nimmt er denn eigentlich für die Arbeit keine Asylbewerber aus Afghanistan, aus Syrien oder aus dem Irak, aus dem Senegal, aus Somalia oder aus Nigeria, die es doch massenweise in Deutschland und auch in Dithmarschen gibt? Es sind etliche junge, kräftige Männer darunter, von denen viele vorgeben, dass sie einen Job suchen.

Wo liegt das Problem? Der Schnitt bei der Kohlernte sollte sich schnell auch für die erlernen lassen, die über schlechte Sprachkenntnisse oder eine verlangsamte Auffassungsgabe verfügen. Ihre körperliche Leistungsfähigkeit könnten sie bei ehrlicher Arbeit genauso gut erhalten wie im Fitnessstudio.

Warum also wird deren großzügige Alimentierung in Deutschland nicht abhängig gemacht von einer kostenlosen Mithilfe bei der Ernte? Eventuell könnte man ihnen auch ein paar Euro draufzahlen, wie früher den deutschen Ein-Euro-Jobbern. Denen war das vor Jahren noch zumutbar – warum also den Immigranten nicht?