Deutschland 2019: Überleben lernen

Neue Verhaltensregeln im Supermarkt: Flüchten! Verstecken! Alarmieren!

Von L.S.GABRIEL | Wer eine gute Kinderstube genossen hat, dem wurde beigebracht, wie er sich in einem Supermarkt zu verhalten hat. Nichts klauen, keine Packungen aufreißen, nicht beliebig in Äpfel oder andere Lebensmittel beißen und dann wieder zurücklegen. Den Einkaufswagen nicht quer in schmale Gänge stellen, selbige nicht anderen Kunden in den Rücken rammen, an der Wursttheke hinten anstellen, usw. Jetzt, wo unser Land von Messer- Macheten- und Prügelmördern, von schwerbewaffneten Clans, „psychisch Kranken“, Raub- und „Was guckst Du“-Aggressoren eingenommen wird, gibt es neue Regeln und Ratschläge. Einige davon hat nun die Berufsgenossenschaft Handel und Warenlogistik (BGHW) für den Fall eines „Amoklaufes“ in einem Supermarkt für ihre Mitarbeiter herausgegeben.

Politische Agenda erfüllt: Schwarzer flüchtet vor deutschem Attentäter

Das dazugehörende Filmchen der BGHW wurde der Staatspropaganda folgend, in für das Lügensystem wichtigen Bereichen politisch korrekt inszeniert. Im Video ist der um sich schießende Täter ein dunkelblonder, weißer Mann – soll also wohl einen autochthonen Deutschen darstellen. Unter den flüchtenden Kunden befindet sich dafür ein großer Schwarzer, der folglich aus Angst um sein Leben vor einem deutschen Killer flüchten muss.

„Faustformel: Flüchten – Verstecken – Alarmieren“

Angenommen wird ein „Amoklauf“ mit Schusswaffe. Die erste und wichtigste neue Regel lautet: Flüchten! Man solle sich so schnell wie möglich, auf kürzestem Weg aus dem Gefahrenbereich begeben. Mitarbeiter werden angewiesen den Kunden Fluchtwege zu zeigen, sich aber dabei keinesfalls selbst in Gefahr zu begeben. Also im Zweifel, einfach Kunden zurücklassen und wegrennen. Wer sich in Bereichen befinde wo eine Flucht nicht möglich sei, solle sich einschließen, verbarrikadieren und auf den Boden legen, also verstecken, so die zweite Regel. Die letzte Anweisung lautet, man solle den Polizeinotruf wählen und die Gefahrenlage beschreiben.

So weit, so logisch. Sicher sind diese Regeln für den Ernstfall sinnvoll. Tatsache ist aber auch, dass wir in Deutschland bis vor einigen Jahren beim Einkaufen meist höchstens darum besorgt sein mussten, dass uns jemand das Portemonnaie klaut oder unser Auto am Parkplatz vor dem Einkaufszentrum beschädigt wurde. In Merkeldeutschland 2019 könnte aber mittlerweile jeder Einkauf, Weihnachtsmarktbesuch oder Spaziergang im Park zum Glücksspiel mit dem Leben werden.

Vielleicht gibt es ja demnächst Trainingscamps für Kirmes- oder Weihnachtsmarktbesuche und Schulungen, wie man „unauffällig“ spazieren geht. Überleben in Deutschland muss nun gelernt und geübt werden.

(Spürnase: Gilda)




Neue JF-TV-Doku: „Mythos Klimakatastrophe“ (Trailer)

„Mythos Klimakatastrophe“ ist der erste Teil der neuen großen Dokureihe JF-TV-Medienmythen. Wie in anderen Themenfeldern auch werden linke und grüne Sichtweisen durch ständige Wiederholung zu angeblichen Wahrheiten erhoben, andere Sichtweisen mit Kampfbegriffen wie „Populismus“ angefeindet.

Doch ist der Dieselmotor wirklich eine Gefahr für unsere Gesundheit? Steht die Erde tatsächlich vor einer Klimakatastrophe? Und weist die deutsche Energiewende wirklich den Weg in die energiepolitische Zukunft?

JF-TV wirft einen genaueren Blick auf jenes Thema, das seit Greta Thunberg und „Fridays for Future“ die politische Debatte bestimmt: den Klimawandel.

Der Filmemacher Marco Pino trifft einige jener Wissenschaftler, die sich noch trauen, ihre gut begründete Skepsis gegenüber der vereinfachten Darstellung dieses Themas in Leitmedien öffentlich zu äußern – und dafür als „Klimaleugner“ verunglimpft werden.

„Mythos Klimakatastrophe“ taucht ein in die lange und verworrene Klimageschichte unseres Planeten, analysiert, was es mit der rezenten Erwärmung auf sich hat, ob sie wirklich so besonders ist und ob der anthropogene CO2-Ausstoß alleine der Grund dafür sein kann.

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Facebook-Polizei München lässt Fragesteller „ins Messer“ laufen

Von LUPO | Den Slogan „Die Polizei – Dein Freund und Helfer“ etablierte 1926 der preußische Innenminister Albert Grzesinski. Die damals angestrebte Bürgernähe sollen heute etliche Polizei-Accounts im Social Media herstellen.

Die Facebook-Polizei München hat allerdings übers verlängerte Wochenende demonstriert, wie man mutwillig Vertrauen beim Bürger verspielt: Die Beamten führten ein Schmierenstück namens „Die Polizei – Dein Feind und Belehrer“ auf.

Anlass war die heimtückische Messerattacke auf einen Polizeibeamten am Münchner Hauptbahnhof. Zum Täterprofil gab es dazu amtlicherseits lange Zeit nur knappste Angaben: „23 Jahre, Deutscher“.

Die Berliner AfD-Bezirkspolitikerin Anne Zielisch fragte via Facebook nach: „Bislang gibt es nur die Herkunftsangabe „Deutscher“, aber keinen Vornamen? Weiß die Polizei München Näheres?“ Zielisch erging es wohl wie vielen Menschen in Deutschland, die aus leidvoller Erfahrung auf einen migrantischen Hintergrund tippten und sich über unnötige polizeiliche Informationssperren ärgern.

Anstatt sachlich und neutral zu reagieren, wie es die Dienstvorschrift der Münchner Pressestelle vorschreibt, lieferten sich die Facebook-Polizisten einen unverschämten Schlagabtausch mit der Userin:

Verantwortlich für diesen gleichermaßen belehrenden wie anmaßenden Tweet ist dem Organigramm der Münchner Polizei zufolge deren Pressesprecher Marcus da Gloria Martins. Der Oberrat mit dem bombastischen Namen und dem stylischen Drei-Tage-Bart hat zwar noch keine eigene Wikipedia-Seite, arbeitet aber offenbar hart am dritten goldenen Stern auf der Karriereleiter zum Regierungsdirektor im bayerischen Polizeidienst.

Gegenüber PI-NEWS kritisierte die Berliner AfD-Bezirkspolitikerin Anne Zielisch das Verhalten des Polizei-Pressesprechers scharf: „Der Tweet von Marcus da Gloria Martins zeugt von einem gravierenden Mangel an Seriosität, Professionalität und Respekt gegenüber den eigenen Kollegen, die nicht wie er selbst im Warmen sitzen und Vielfaltspropaganda in die Tasten hacken, sondern auf der Straße mit echten Gefahren und immer massiverer Gewalt konfrontiert sind. Diesen Beamten ist sehr wohl klar, wer in Deutschland mit Abstand die meisten Gewalttaten verübt. Vermutlich ahnt es auch Herr Martins, denn warum sonst sollte er auf eine simple Frage so überreagieren? Derartige Angriffe für das Stellen von Fragen durch Bürger beziehungsweise Volksvertreter der Opposition sind ein Merkmal von Diktaturen und somit einer freiheitlichen Demokratie unwürdig.“

Bei seiner viertelstündigen Pressekonferenz am Dienstagnachmittag waren die Zuschauer am Ende zwar immer noch nicht schlauer, was die Herkunft des Täters betraf. Martins saß die heiße Information einfach aus. Polizeipräsident Hubertus Andrä hatte sicher seine helle Freude an seinem Beamten.

Haltungskonform wies Martins jedoch besonders auf die Nationalität eines Eritreers hin, der vor der Tat kontrolliert worden war und  trotzdem der Polizei bei der Niederringung des (deutschen) Messerstechers geholfen haben soll. Hier wächst zusammen, was zusammen gehört, sollte wohl Martins (missglückte) Botschaft lauten.

Ungefragt brachte der Pressesprecher die offizielle Haltung der Münchner Polizei noch  einmal für die Medien zum Mitschreiben auf den Punkt: „Gleichwohl waren wieder die geistigen Brandstifter unterwegs, die diese unselige Frage nach den Nationalitäten stellen (ab 8:15), die versuchen einen Keil zu treiben in den Zusammenhalt unserer Gesellschaft.“

Und weil das noch nicht reichte: Es werde ein „Themenrahmen aufgezogen auf Kosten unseres Kollegen. Der Themenrahmen lautet: Hier geht alles den Bach runter.“ Martins stellte aber „klipp und klar“ fest: „Das ist Unsinn! Sie leben hier in der sichersten Stadt Deutschlands. Und das seit nahezu Jahrzehnten.“

Kann man glauben, muss man aber nicht. Wichtiger ist die Frage nach der Seriosität der polizeilichen Taktik: Lassen die Polizei München und ihr Pressechef etwa selbst unbequeme Fragesteller „ins Messer“ laufen, um sie dann anschließend als vermeintliche Ausländerhasser zu entlarven, die dann vor Wut weinen? Fest steht nur, dass das Misstrauen in die Polizei in dem Maße wächst, wie diese mauert. Man braucht nur diesbezüglich in die Foren von Springers WELT schauen. Ist es Aufgabe einer Pressestelle mit rund 25 Mitarbeitern, anfragende Bürger dumm zu halten und öffentlich lächerlich zu machen? Warum nennt die Polizei in Bayerns Hauptstadt nicht einfach Namen und Herkunft von Tätern, egal welcher ethnischen Provenienz, wie es NRW-Innenminister Herbert Reul bereits fordert?

Die Kernfrage aber lautet: Ist ein Beamter als Pressesprecher geeignet, wenn er sich zum Richter über gute oder schlechte Bürgerfragen aufschwingt? Unterstellen muss man, dass nicht alle Münchner Polizisten die Welt so sehen wie Martins. Insbesondere wohl jene nicht, die den harten Polizeialltag sprichwörtlich hautnah zu spüren bekommen. Und die sich fragen, ob ihr Alltag mit den Ansichten der Mitarbeiter übereinstimmt, die hoch und trocken im polizeilichen Callcenter sitzen und provokante Sprüche klopfen?

Falls Martins nicht lebensmüde sein sollte, muss man unterstellen, dass der hochgelobte Vorzeigepolizist volle Rückendeckung von oben hat. Warum dulden/unterstützen seine Vorgesetzten bis ins bayerische Innenministerium solche offensichtlichen Eskapaden? Eine Möglichkeit lautet, dass die Münchner Polizeiführung in der traditionell SPD-geführten Landeshauptstadt schlicht mit den politischen Wölfen heult. Eine weitere deutet die Sorge der Polizeiführung an, dass immer mehr Polizisten beruflich fremdeln und sich mit „rechten“ Ideen anfreunden könnten. Das Abwatschen von Fragestellern wäre der Taktik geschuldet, gleichzeitig Kritiker nach außen und innen mundtot zu machen.

Wie ein zweideutiger Witz klingt es dann, wenn Pressesprecher Martins behauptet: „Wir lassen uns nicht politisch instrumentalisieren.“ Die Frage ist nur, von wem?

» Kontakt: muenchen.presse@polizei.bayern.de




Corinna Miazga beim AfD-Wahlkampfauftakt in München

Von MICHAEL STÜRZENBERGER | Die AfD-Bundestagsabgeordnete Corinna Miazga, seit September auch Vorsitzende des Landesverbandes Bayern, moderierte am Montag den Wahlkampfauftakt der AfD für die Komunalwahl am 15. März des kommenden Jahres in München. Sie stellte die zehn Stadtratskandidaten der AfD auf den vorderen Listenplätzen vor und stimmte die 200 Bürger im vollbesetzten Saal des Bürgerhauses Fürstenried auf den frischen blauen Wind ein, der ab jetzt durch die Bayerische Landeshauptstadt wehen werde. Im Interview mit PI-NEWS (Video oben) ging sie auch auf das Mobbing gegen ihren Bundestagskollegen und Video-Partner Stephan Brandner ein, dem aufgrund eines Re-Tweets der Strick gedreht wurde.

Corinna Miazga mahnte aber auch an, dass es oftmals besser sei, die teils unerträglichen Zustände in unserem Land mit Ironie und Humor zu kommentieren, statt verbal über die Stränge zu schlagen. Damit renne man nur vor die Wand und erreiche wenig. Die Zeit der Provokationen sei mittlerweile vorbei, nun sollte die AfD mit sachlichen Vorschlägen, die die Partei ja zuhauf zu bieten habe, die Bürger für sich gewinnen.

Die AfD benötige auch keine starre Frauenquote, wie beispielsweise auch Iris Wassill zeige, die auf Platz eins der Stadtratsliste steht. Bei der AfD setze sich eben Qualität durch, egal ob Mann oder Frau, was in der AfD schließlich auch kompetente Frauen wie Beatrix von Storch, Alice Weidel und sie selbst unter Beweis stellen.

Daher ist es auch völlig falsch, dass der Liedermacher Roland Hefter, der jetzt übrigens auch für die SPD als Stadtratskandidat antritt, der AfD in seinem Lied „Mia ned“ anlässlich der Landtagswahl 2018 unterstellte, „gegen Gleichberechtigung“ zu sein, nur weil sie sich gegen diese kontraproduktive Quote ausspricht. Wie aggressiv dieser frischgebackene SPD-Politiker werden kann, zeigte er im Übrigen bei dem PI-NEWS-Interview vor zwei Wochen, als er mir das Mikrofon wegzureißen versuchte (im Video bei Minute 2:40).

Diese feindselige Einstellung gegenüber Andersdenkenden scheint in der Münchner SPD weit verbreitet zu sein, wie auch der Druck zeigt, der von SPD-Bezirksausschussmitgliedern auf Gastwirte ausgeübt wird, der AfD ja keine Räume für ihre Veranstaltungen zur Verfügung zu stellen. Corinna Miazga kündigte an, dass die AfD hierbei in die Offensive gehen werde, wenn sie im Stadtrat vertreten sei. Man werde zudem mit den Gastwirte sprechen und ihnen die Ängste nehmen, die durch diese Repressalien aufgebaut werden.

Auf die Bayerische Landtagsfraktion der AfD, die in der Vergangenheit einen bisweilen zerstrittenen Eindruck machte, wolle sie versöhnlich einwirken, damit man sich auch dort wieder auf die Sacharbeit und die Bekämpfung der politischen Gegner konzentriere.

Wolfgang Wiehle, bis zu seinem Austritt 2013 und Eintritt in die AfD 31 Jahre lang Mitglied der CSU, hierbei acht Jahre im Stadtrat und dabei verkehrspolitischer Sprecher der Partei, beschreibt im Interview die Sozialdemokratisierung und jetzige Vergrünung der Union. Zudem kritisiert er die mafia-ähnlichen Zustände, mit denen in München Gastwirte unter Druck gesetzt würden, die an Verhältnisse wie in Süditalien erinnerten. Wenn die AfD im Stadtrat angekommen sei, werde sie das Fragerecht ausgiebig nutzen, um Licht ins Dunkel zu bringen und die Geldflüsse in diese Kanäle genauestens untersuchen:

Iris Wassill, die auf der Stadtratsliste der AfD für die Kommunalwahl in München auf Platz 1 steht, regt als Gegenstück zum von der Stadt mit viel Geld unterstützten linksextremen Szene-Treffpunkt „Kafe Marat“ ein „kleines blaues Café“ an, in dem sich rechtskonservative Bürger treffen könnten, ohne dass der Gastwirt Angst vor beschmierten Fassaden und eingeschlagenen Fenstern haben müsse. Zudem werde sie sich als Volljuristin dafür einsetzen, dass die Bürokratie abgebaut und das Geld der Bürger für sinnvolle Projekte eingesetzt werde:

Andreas Reuter, auf Platz 4 der AfD-Stadtratsliste, ist Fachmann für den Bereich Verkehr und hat sich zum Ziel gesetzt, die immer größer werdenden Technikfeindlichkeit zu bekämpfen:

Auf dem Youtube-Kanal „AfD Info“ sind alle Reden dieses Wahlkampfauftaktes zu sehen.


Michael Stürzenberger
Michael Stürzenberger
PI-NEWS-Autor Michael Stürzenberger arbeitete als Journalist u.a. für das Bayern Journal, dessen Chef Ralph Burkei beim islamischen Terroranschlag in Mumbai starb. 2003/2004 war er Pressesprecher der CSU München bei der Franz Josef Strauß-Tochter Monika Hohlmeier und von 2014 bis 2016 Bundesvorsitzender der Partei „Die Freiheit“. Seine fundamentale Islamkritik muss er seit 2013 in vielen Prozessen vor Gericht verteidigen. Unterstützung hierfür ist über diese Bankverbindung möglich: Michael Stürzenberger, IBAN: CZ5406000000000216176056, BIC: AGBACZPP. Oder bei Patreon.




JETZT LIVE aus dem Bundestag: Befragung der Regierung

Die Sitzungswoche des Bundestages beginnt am Mittwoch, 11. Dezember 2019, um 13 Uhr mit der einstündigen Regierungsbefragung. Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) stellt sich den Fragen der Abgeordneten zu ihrem Geschäftsbereich und zu darüber hinausgehenden Themen. Für die AfD wird unter anderem der parlamentarische Geschäftsführer Bernd Baumann sprechen.




Sezession 93 – Einfluß, Niveau, Spiel

Max Otte hat in seinem Bestseller „Weltsystemcrash“ Ratschläge versammelt, was jeder tun könne und müsse, um sich selbst vorzubereiten auf den Crash, auf die Krise, auf schlechtere Zeiten. Verblüffend sein erster Rat: Lesen. Mehr lesen. Bücher, Zeitungen, Zeitschriften!

Es ist interessant, dass ein Ökonom dem lesen, also: dem Informiert-Sein, einen so hohen Stellenwert zumisst. Gedanken, Formulierungen, Geschichten, Beleuchtungen haben Einfluss, darum geht es. Und das Ganze ist natürlich auch ein Spiel. Warum?

Die US-amerikanische Zeitung „Politico“, die seit 2015 auch durch ein Joint Venture mit dem Springer-Verlag an einer europäischen Ausgabe beteiligt ist, rechnet den Verleger Götz Kubitschek unter die 28 wichtigsten Impulsgeber Europas für das Jahr 2020. Das ist zugleich übertrieben und gerechtfertigt. Es ist übertrieben, weil Kubitschek (er steht neben Orban und anderen!) keinerlei politische Machtmittel besitzt; es ist gerechtfertigt, weil es vermutlich kein rechtskonservatives Netzwerk gibt, das einflußreicher schreibt als das von Kubitschek: Verlag Antaios, Institut für Staatspolitik, Zeitschrift Sezession – das ist in der Tat ein wirkmächtiger Komplex.

Nun ist soeben die 93. Ausgabe der Sezession erschienen – nach dem sehr erfolgreichen 92. Heft (Thema: Das politische Minimum) ist diesmal ein offenes Heft ohne Schwerpunktthema dran. Zum Inhalt:

  • Die Publizistin Ellen Kositza greift sich den SPD-Stümper und AfD-Feind Johannes Kahrs heraus und zerlegt ihn.
  • Kubitschek selbst untersucht das Phänomen Peter Handke – das spart einem die Lektüre zahlloser Artikel im deutschen Feuilleton. Denn Kubitschek hört beide Seiten, vermittelt Positionen, wägt ab.
  • Till Kinzels Plädoyer für wirkliche Meinungs- und Forschungsfreiheit. Er fordert, zum medialen Einheitsbrei eine Gegenmacht aufzubauen. Diese darf sich nicht davor scheuen, stigmatisiert zu werden. Ihr Auftrag: Gegenangriff auf die „zivilgesellschaftlich“ motivierte Verbreitung ideologischen rotgrünen Mehltaus an den Hochschulen und in den Medien.
  • Hier schließt sich nahtlos das ausführliche und berauschende Gespräch mit dem Dresdner Schriftsteller Uwe Tellkamp („Der Turm“) an, der fassungslos vor dem Verfall der Debattenkultur und des Gesprächniveaus steht.
  • Benedikt Kaiser denkt über die Zukunft des „rechtskonservativen Milieus“ nach, über dieses Mosaik aus Verlagen, Partei, Plattformen, Blogs, Gruppen, Protestbündnissen.
  • Der Leiter des Instituts für Staatspolitik, Dr. Erik Lehnert, zieht eine Bilanz nach 30 Jahren Mauerfall und
  • Caroline Sommerfeld setzt sich mit der Protestbewegung „Extinction Rebellion“ auseinander – warum werden die so hochgepäpelt, während die Identitäre Bewegung kriminalisiert wurde?

Wer auf hohem Niveau etwas über die notwendigen Schritte von morgen lesen möchte, ist mit der Zeitschrift Sezession gut bedient.

Bestellinformationen:

» Sezession 92 (Thema: Das politische Minimum) – hier bestellen.
» Sezession 93 (thematisch offenes Heft) – hier bestellen!




Journalisten sollen Herkunft von Straftätern verschweigen

Von MANFRED ROUHS | Die Hochschule „Macromedia“ hat im Auftrag des „Mediendienstes Integration“ eine Studie zur Berichterstattung deutscher Medien über Gewalttaten erstellt, die von Ausländern verübt worden sind. Die Studie beklagt, im Jahr 2019 sei bei jedem dritten Kriminalitätsbericht die Herkunft des Täters erwähnt worden. Im Jahr 2017 sei dies nur bei jedem sechsten Bericht der Fall gewesen.

Auslöser des Kursschwenks sei die Silvesternacht 2015/16 in Köln gewesen, stellt Thomas Hestermann fest, Journalismus-Professor und Autor der Studie. Nach den dortigen Übergriffen hätten die Massenmedien an Glaubwürdigkeit verloren und seien in der Öffentlichkeit dem Verdacht ausgesetzt worden, die Kriminalität von Zuwanderern zu verschweigen oder zu verharmlosen.

Seither seien Ausländer in der deutschen medialen Berichterstattung über Gewaltkriminalität überrepräsentiert. Presse und Fernsehen würden Ausländerkriminalität als ein dominierendes Thema darstellen. Verantwortlich für diese Fehlentwicklung sei eine Änderung des Pressecodex im Jahr 2017 gewesen. Seither dürfen Journalisten im Einklang mit diesem Kodex die Herkunft von Straftätern erwähnen, falls daran ein „begründetes öffentliches Interesse“ besteht. Zuvor galt, dass die Herkunft nur erwähnt werden durfte, soweit ein Bezug der Nationalität des Täters zur Tat bestand.

Hestermann bewertet diese Änderung als „krasse Fehlentscheidung“. Beruhigend sei lediglich, dass sich viele Journalisten immer noch an der alten Regelung orientieren würden.

Schöne neue Welt: Lüge wird Wahrheit und Wahrheit wird Lüge. Hestermann nimmt nicht die Kriminalität von Zuwanderern als Problem zur Kenntnis, sondern den Umstand, dass diese nicht mehr zuverlässig verschleiert wird. Denn wenn die Realität das ideologisch wünschenswerte Bild der Welt stört, sei es erforderlich, ihre Darstellung in den Massenmedien an die weltanschaulichen Erfordernisse anzupassen – statt etwa die Ideologie zu korrigieren, meint offenbar der Medienforscher.

Die DDR des Jahres 1989 lässt grüßen. Manche lernen es nie…




Corinna Miazgas Gegenrede #6: Das Klimapaket der Bundesregierung

Von EUGEN PRINZ | Es zieht sich wie ein roter Faden durch die alternative Talkshow „Gegenrede“ der AfD-Bundestagsabgeordneten und YouTuberin Corinna Miazga: Man erhält interessante und zum Teil brisante Informationen, die von den Mainstream-Medien wahrlich nicht an die große Glocke gehängt werden.

Wussten Sie, dass verunfallte Elektroautos, bei denen Brandgefahr besteht, in einem Wassertank abgeschleppt werden müssen? Man stelle sich jetzt nur mal eine Massenkarambolage auf der Autobahn im Jahr 2035 vor…

Oder wussten Sie, dass ganze Fabriken vom Netz genommen werden, um einen Blackout zu verhindern? Keine Sorge, die Betreiber werden natürlich anschließend für den Produktionsausfall entschädigt – auf Kosten der Stromkunden, versteht sich.

Und wie wahrscheinlich ist eigentlich ein Blackout? Auch diese Frage wird in der Sendung beantwortet, von Leuten, die nicht glauben, dass ein Kobold in der Batterie des Elektroautos steckt.

Wahrlich, bei Miazga ist Kompetenz versammelt, da sitzen Gäste, die wissen wovon sie reden: Der AfD Bundestagsabgeordnete  Dr. Rainer Kraft, seines Zeichens Diplom-Chemiker, der AfD Bundestagsabgeordnete Dr. Dirk Spaniel, Maschinenbauingenieur und last but not least Karsten Hilse, umweltpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion.

Kernthema der Folge 6 ist das Klimapaket der Bundesregierung. Am Ende der Sendung weiß man, warum die Folgen der instabilen Stromerzeugung durch Erneuerbare Energien für Endverbraucher und industrielle Großabnehmer zur Deindustrialisierung in Deutschland führen werden. Das ist nicht schön, aber leider wahr.

Trotzdem viel Spaß beim Anschauen dieses spannenden und kurzweiligen Talkshow-Formats, das sich so wohltuend von dem Gequatsche der Wills und Illners abhebt.