Intendant Tom Buhrow „erschüttert“ über angebliche Morddrohungen

WDR-Affäre: Jetzt noch Personenschutz für journalistische Dreckschleuder

Von LUPO | Es wird immer grotesker in der WDR-Affäre: Intendant Tom Buhrow tritt nach den pauschalen Beleidigungen der älteren Generation die Flucht nach vorne an und stellt sich schützend ausgerechnet vor die aktuell wohl größte Dreckschleuder seines Senders, den Mitarbeiter Danny Hollek. Dieser hatte nach dem Oma-ist-ne-Umweltsau-Skandal noch einen draufgesetzt und ältere Menschen als „Nazisäue“ beschimpft.

Wie mittlerweile üblich, gibt es nach solchen heftigen Verfehlungen auffälliger Weise beliebte Standards: entweder versucht man, mit laschen Entschuldigungen und notfalls dem Satire-Trick die Kurve zu kratzen. Wenn das nicht reicht, gehören Morddrohungen zur Wahl der Mittel.

So auch im Falle WDR. Angeblich hat der arme Danny Morddrohungen erhalten. Offen gelassen wird im vorliegenden Fall, aus welcher politischen Ecke die Drohungen konkret kommen. Man soll sich’s halt denken können, die Dauerpropaganda wird schon die entsprechende Konnotation hervorrufen. Auch PI-NEWS kann nicht ausschließen, dass irgendwelche Spinner mit solchen Gewaltandrohungen reagieren. Die Frage ist, wie man mit solchen tatsächlichen oder angeblichen Auswüchsen umgeht, von denen Politiker von der AfD im übrigen ständig – und zwar real – bedroht werden. Das schert aber keine „Sau“, um beim WDR-Slang zu bleiben. Die fürsorgliche Reaktion des WDR-Intendanten spricht daher Bände.

Buhrow hat sich „erschüttert“ über Morddrohungen gegen Mitarbeiter des Senders wegen des viel kritisierten „Umweltsau“-Lieds geäußert. „Wir werden das nicht dulden, ich gehe mit allen juristischen Mitteln dagegen vor“.

Damit nicht genug. Er lässt schreiben:

Unschuldslamm Hollek hat zwar einen Fehler gemacht – soviel wird gnädiger Weise eingeräumt – aber als Mensch will sich der WDR nicht von ihm distanzieren. Mehr noch: Er bekommt jede Form von Unterstützung, „die in der aktuellen Situation nötig ist“. Der WDR teilte hierzu mit, dass er bedrohten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Personenschutz anbiete. Dies gelte sowohl für Festangestellte als auch für freie Mitarbeiter.

Der WDR gewährt also Mitarbeitern Personenschutz auf Gebührenzahlerkosten,  die als WDR-Kunden zuvor schwer von diesen beleidigt wurden.

In dieses Horn stößt auch der unsägliche Deutsche Journalistenverband (DJV), der die Verantwortlichen beim WDR aufforderte, sich aktiv um den Schutz eines freien Journalisten zu bemühen, der im Zusammenhang mit seinen Tweets zur „Umweltsau“-Satire derzeit Morddrohungen erhalte. Da wächst zusammen, was zusammen gehört.

In jedem Privatunternehmen wären Mitarbeiter vom Schlage Holleks und des zuständigen Chorleiters sofort fristlos gekündigt worden. Nicht so beim WDR. Buhrow: „Ich fordere jetzt nicht, dass Köpfe rollen, aber man muss doch sagen können: ‚Autsch, ist missglückt‘.“ Zusätzlich gehe es hier auch noch um die treueste Hörergruppe.

Ach nee – „Umweltsau“ und „Nazisau“ – Schwamm drüber? Will Buhrow auf solch billige Weise seinen Kopf retten?

Auch sonst benimmt sich der Intendant als Geisterfahrer auf der falschen Spur. Er beklagt ein „erschreckendes Maß an Verrohung“. Damit meint er nicht etwa die menschenverachtenden Ausfälle seines Senders und der verantwortlichen Mitarbeiter gegen ältere Menschen, sondern die „Drohungen“ gegen selbige. Um dann den Spieß gegen die eigene Kundschaft umzudrehen und diese in Mithaftung zu nehmen: „In unserem Land ist etwas richtig krank, und wir haben alle dazu beizutragen, dass sich das ändert“, sagte Buhrow.

Karikatur: Wiedenroth.

Heißt wohl,  dass sich die alten „Umweltsäue“ und „Nazisäue“ gefälligst bessern sollen. Wenn hier jemand krank ist, dann sind es wohl eher die Öffentlich-Rechtlichen und insbesondere der WDR.

Dann wird Buhrow nur noch weinerlich: „Wir in den Medien müssen etwas demütiger sein … und auch mal Kritik ertragen können.“ Gewaltandrohungen lasse man sich aber nicht gefallen.

Der WDR will nach den Worten seines Intendanten sogar zur „Versöhnung in der Gesellschaft“ beitragen. Wie sich Buhrow das vorstellt, schlägt denn wirklich dem Fass den Boden aus: „Wir gehen dieses Jahr auf die Menschen zu und sagen: Für die nächsten vier Jahre brauchen wir eine ordentliche Finanzierung.“

Da freuen sich die älteren GEZ-Kunden des WDR sicherlich: Erst bekommen sie einen festen Tritt in den Allerwertesten und werden dann auch noch zur Kasse gebeten.




„WDR ein öffentlich-rechtlicher Schweinetrog“

Von KEWIL | Alle haben es aktuell mitgekriegt: der „öffentlich-rechtliche“ GEZ-Sender WDR beschimpft die Hauptgruppe seiner Zwangsgebühren zahlenden Zuseher, also die Omas und Opas, als Umwelt- und Nazisauen. Zweifellos ein Skandal – aber nur die Spitze der Sauerei.

In Wirklichkeit ist der „WDR ein öffentlich-rechtlicher Schweinetrog“, wie alle anderen Anstalten auch. Hadmut Danisch schreibt in seinem Blog:

Auf Dachschaden studiert und dann im öffentlich-rechtlichen Sumpf untergekommen. Freiwillig bezahlen würde man solche Leute nicht. Das ist das Gesindel, was die Leute aufhetzt und die ihr dafür per Zwangsbeitrag bezahlen müsst.

Wer nur den Hammer kennt, für den sieht alles wie ein Nagel aus. Wer nur vom öffentlich-rechtlichen Schweinetrog frisst, für den sehen alle wie Säue aus.

Man sieht wieder sehr, sehr deutlich, wie die ARD mit dem linksextremen- und Antifa-Spektrum verwoben ist und wie der linksextreme Bereich mit öffentlichen Geldern finanziert wird.

Der ganze öffentlich-rechtliche Medienkomplex ist komplett unterwandert, übernommen, ausgeplündert. Nur noch Geldwäsche, Korruption, Parteienfinanzierung. Und solche Jungdeppen machen dann dort Programm, haben noch nichts geleistet, gelernt, gearbeitet, und beschimpfen dann Leute, die ihr Leben lang gearbeitet und – falls es das noch gibt – den Krieg überstanden haben, als Umweltsäue und Nazisäue. Alles Säue außer Linksaußen.

Der letzte Sozial-, Charakter- und Gesellschaftsmüll, aber sitzt an Mikrofonen und Kameras.

Er hat völlig recht. Und wir gehen mit diesem rotgrünen Sumpf, der bis an die CSU-Spitze reicht, viel zu nett, viel zu zivil und pfleglich um. Sie gönnen uns Konservativen keinen Raum, verschweigen unsere Ansichten, verdrehen politkorrekt offensichtliche Tatsachen, lügen täglich, sind immer im Besitz der absoluten Wahrheit, und wir müssen diese nutzlosen und geradezu schädlichen Zeitgenossen noch bezahlen.

WDR-Intendant Tom Buhrow kassiert knapp 400.000 Euro pro Jahr und was tut er dafür? Nichts! Was tun die anderen Sendeanstalten? Kampf gegen Rechts und Klimawandel Tag und Nacht! Neutrale Informationen, senden was ist, gibt es seit vielen Jahren nicht mehr.

Wir sollten die rotgrünen Lumpen rücksichtslos viel härter angreifen und kein Terrain mehr aufgeben. Wir haben nichts zu verlieren und können nur gewinnen.

Und ärgert sie mit den Gebühren. Zahlt nicht mehr vollautomatisch per Bankeinzug. Wenn Hunderttausende die kleinen Nadelstiche der Seite Zahlungsstopp durchziehen, kriegt die GEZ ernsthafte Probleme!




Markus Krall: „Aufruf zu einer bürgerlichen Revolution“

Deutschland brauche eine bürgerliche Revolution, davon ist Markus Krall überzeugt: Das politische System plündert die Steuer- und Beitragszahler aus, der zunehmende staatliche Einfluß und Sozialismus schafft nur eine wirtschaftliche Scheinblüte – aber zerstört unseren Wohlstand.




Wir suchen „Das Wahre Unwort des Jahres 2019“!

Es geht wieder los! Zum dritten Mal suchen die freien Medien das „Wahre Unwort des Jahres 2019“, unsere Leser können ihre Lieblings-„Hate Speech“ nominieren und mitentscheiden!

Pünktlich zum Jahresende erreichen uns dank WDR-Gate zwei neue Favoriten – in einem Jahr, das „gespickt“ war mit Messerverunfallten, Machetenmännern, Gleisschubsern und geistig verwirrten Einzeltätern: „Umweltsau“ und – dank dem wohl bald arbeitsuchenden WDR-Antifanten Danny Hollek – „Nazisau“.

Eine im „Kampf gegen Rechts“ scheinbar wenig bewanderte Floristin und die SPD-Mülheim sorgten für den bisherigen Favoriten, „Verschissmuss“. Das sind schon drei ganz starke Kandidaten. Doch es ist noch Luft nach oben!

In einem Jahr, in dem Barbara Schöneberger sich für die unfassbare Entgleisung öffentlich entschuldigen musste, gesagt zu haben „Männer sind Männer und Männer sollen Männer bleiben“, und die SPD-nahen „Kieler Nachrichten“ Dieter Nuhr andichteten, die Heilige Greta mit Hitler und Stalin verglichen zu haben, kennt der Wahnsinn scheinbar keine Grenzen.

Deshalb bitten wir unsere Leser wie in den Vorjahren, ihre Lieblings-Unwörter aus dem politisch korrekten juste milieu, Bessermenschentum der WDR-Redaktionsräume und Merkelsprech des „besten Deutschlands, dass es je gab“ in die Kommentarspalte bei PI-NEWS und Journalistenwatch zu schreiben.

Im neuen Jahr wird dann eine kompetente Fachjury aus den furchtlosesten Freigeistern der freien Medien eine Liste der Favoriten zusammenstellen. Die endgültige Wahl trifft dann ab 8. Januar nicht eine abgehobene, ungewählte, korrupte Elite, Herr Buhrow und Herr Restle, sondern die Leser der freien Medien selbst per Abstimmung.

In den Vorjahren 2017 und 2018 suchten wir das „Alternative Unwort des Jahres“. 2017 war es „Köterrasse“, die wenig schmeichelhafte Umschreibung des türkischen Grünenpolitikers Malik Karabulut für sein dummes Dhimmi-Wirtsvolk. 2018 war der Sieger die von Regierungssprecher Steffen Seibert herbeifabulierten „Hetzjagden und Zusammenrottungen“ von Chemnitz, an die Betonköpfe wie Markus Lanz auch 2019 noch glauben wie an den Weihnachtsmann und die Trump/Russland-Verschwörung.

Nachdem unsere kleine Veranstaltung aber vergangenes Jahr durch die Mainstream-Presse zum Skandal geadelt wurde und Haltungsjournalist*Innen wie Katja Thorwarth von der Frankfurter Rundschau uns zur „Crème de la Crème der rechten Propaganda-Schmiede“ kürten, gehen wir den nächsten Schritt und suchen ab sofort „Das Wahre Unwort des Jahres“.

Das bisherige „Unwort des Jahres“ hatte sich bekanntlich völlig disqualifiziert, da die systemtreuen Sprachforscher des „Instituts für Sprach- und Literaturwissenschaft“ der weltberühmten TU Darmstadt um Prof. Dr. Nina Janich sich durch politisch korrekte Anbiederei an den Merkel-Zeitgeist wie „Lügenpresse (2014), „Gutmensch“ (2015), „Volksverräter“ (2016) „Alternative Fakten“ (2017), und „Anti-Abschiebe-Industrie“  selbstentlarvt hatten. Die abgehobenen Akademiker stempelten seit 2014 mit sicherem Händchen genau jene Begriffe, die dem denkenden Bürger auf der Seele brannten, zu „Unwörtern“ und leisteten somit einen unrühmlichen Beitrag zur demokratiefeindlichen Diskursverweigerung in diesem Lande.

Doch damit ist jetzt Schluss! Schreiben Sie Ihren Vorschlag für das „Wahre Unwort des Jahres 2019“ in die Kommentare bei PI-NEWS oder Journalistenwatch und gewinnen vielleicht ein Exemplar des Sammelbands der freien Medien „Wir sind noch mehr! – Deutschland in Aufruhr“.

Doppelnennungen sind nicht nötig. Humor gewinnt. Begriffe, die erst 2019 aufgekommen sind, werden bevorzugt. Klassiker wie „Ein Mann“, „Merkel“ und „Einzeltäter“ haben weniger Chancen. Von Beleidigungen, Rassismus, Antisemitismus, Volksverhetzung gem. §130, Holocaust-Witzen und anderen derlei Geschmacklosigkeiten bitten wir abzusehen.

Zulässig sind einzelne Worte oder auch Begriffe wie Jan Böhmermanns Glanzleistung des GEZ-Humors: „Das einzige, was dieses Bundesland (Sachsen) noch retten kann, ist eine Koalition aus RAF und Royal Air Force.“
Unsere Vorschläge bisher:

  • Verschissmus
  • Umweltsau
  • Nazisau
  • Boomer
  • „How dare you?“
  • „I want you to panic!“
  • Wirsindmehr
  • Unteilbar
  • „Kein Millimeter nach Rechts!“
  • Sportpalast
  • Gröhlemeyer
  • Langstrecken-Luisa
  • Klimakatastrophe
  • Klimanotstand
  • Nazi-Notstand
  • „Wer nicht hüpft, der ist für Kohle“
  • Hockeyschläger-Kurve
  • Gleisschubser
  • „Es gab einen Schlag“
  • Faktenchecker
  • Framing
  • „Diesen Bus steuert ein Deutscher Fahrer“
  • Kantholz
  • Demokratieabgabe
  • „Napalm auf Sachsen“
  • Extinction Rebellion



Das Framing der Mainstream-Medien geht munter weiter

Von MARKUS GÄRTNER | Wer die Hoffnung hatte, dass der Video-Skandal des WDR etwas ändern würde im Medien-Mainstream, der sieht sich umgehend getäuscht. Es geht weiter wie bisher.

Verschiedene Publikationen äußern Unverständnis über den „Rückzieher“ der größten ARD-Anstalt. Die neue SPD Co-Vorsitzende Saskia Esken zeigt sich „sehr beunruhigt“ darüber, dass die Verantwortlichen nicht dem Shitstorm standgehalten haben. Der Focus meint betonen zu müssen, dass „viele die Aufregung auch gar nicht verstehen“. Hier wird geframt, was das Zeugt hält. Deutlich wird das vor allem heute an den Berichten zu der Demonstration, die aufgebrachte Zuschauer, Omas und andere Betroffene am Sonntag vor dem Funkhaus des WDR in Köln abhielten. Wechselweise wird von „Rechten“ und „Rechtsextremen“ berichtet, die vor dem Sendergebäude ihren Protest zu Protokoll gaben.

Während viele Schlagzeilen eine „rechte“ Veranstaltung suggerieren, geben die eigenen Texte der nachfolgenden Berichte in keiner Weise diese Darstellung wieder. Meist wird schon im Vorspann oder zu Beginn des Artikels zugegeben, dass es lediglich um oberflächliche Eindrücke geht, dass es „augenscheinlich“ Rechte waren, dass „eine Gruppe“ nur „höchstwahrscheinlich“ der rechten „Szene zuzuordnen“ sei. Und ob der Anmelder der Demonstration „dem rechten Spektrum“ angehöre, „wisse man aber nicht“. Hier wird ganz klares, lupenreines Framing betrieben, so als hätte es diesen ganzen Skandal in den vergangenen Tagen nie gegeben.

Die Botschaft, die von diesem Verhalten ausgeht, ist ebenso klar: Es geht im Medien-Mainstream weiter wie bisher. Indem die Demonstrationsteilnehmer, basierend auf schlichten Vermutungen und purem Augenschein nach „rechts“ (was immer das genau sein soll) verortet werden, rückt man gleich den ganzen Protest gegen das schäbige Video in die rechte Ecke. Beim unbedarften und flüchtigen Zeitungsleser entsteht dann der gewollte, zumindest aber geduldete Eindruck, der komplette Proteststurm gegen das Video sei eine rechte Wut-Kampagne gewesen.

Diese offene Manipulation zeigt uns, dass eine mediale Umkehr weder erwogen noch geplant ist. Und das im Angesicht des größten Zuschauer-Sturms, an den sich dieses Land erinnern kann.


(Der Volkswirt Markus Gärtner, Autor von „Das Ende der Herrlichkeit“ und „Lügenpresse“, war 27 Jahre Wirtschaftsjournalist für die ARD und veröffentlicht jetzt regelmäßig Videokommentare für das Magazin „Privatinvestor Politik Spezial“)




Erdogans elektrischer Türkenbomber eine Mogelpackung

Von MANFRED ROUHS | Stolz wie Bolle verkündete der türkische Staatspräsident Recep Erdogan Ende Dezember 2019 eine Zeitenwende in der internationalen Automobilindustrie. Ab 2022 werde der TOGG die Autobranche aufrollen, ließ er die Weltöffentlichkeit wissen. Die Abkürzung steht für „Türkische Automobil-Initiative“.

Wie ein Gockel stolzierte Erdogan um ein leider offensichtlich fahruntaugliches SUV der neuen Marke herum, dessen Entwicklung den türkischen Steuerzahler umgerechnet rund 3,3 Milliarden Euro gekostet hat. In den Worten des Präsidenten schwang Pathos mit: „Heute erleben wir einen historischen Tag für unser Land, erleben, wie ein Traum von 60 Jahren wahr wird.”

Bis Ende 2035 will der türkische Staat davon 30.000 Exemplare kaufen. Ab 2022 sollen die ersten Exemplare über türkische Straßen rollen und sich auf die Suche nach den bislang in der Türkei eher sparsam ausgestreuten Ladestationen machen.

Nun haben weder Türken noch Araber das Automobil erfunden, sondern die Deutschen. Oder um genauer zu sein: die Schwaben. Allerdings waren die Schwaben so gütig, türkische Gastarbeiter mit einem Teil ihrer Fähigkeiten vertraut zu machen.

Eine davon hieß Mehmet Gürcan Karakas, der bei Erdogans Präsentation des TOGG neben seinem Staatschef auf der Bühne stand und als technischer Leiter des Projektes vorgestellt wurde. Bei Bosch hatte er es immerhin bis zum Manager geschafft.

Wie setzt Karakas die politische Vorgabe für den Bau eines türkischen Elektroautos um?

Offenbar modular. Das heißt: Die halbe Welt baut Teile eines elektrischen Automobils, dessen Komponenten in der Türkei unter der Aufsicht des ehemaligen Bosch-Managers Mehmet Gürcan Karakas zusammengesetzt und mit dem Label „Made in Turkey“ versehen werden. Die Karosserie stammt aus Italien. Die Batterie möglicherweise aus Korea. Vom Antrieb weiß man es noch nicht: Die bislang vorgezeigten Prototypen bewegten sich keinen Zentimeter.

Erdogans Bezugnahme auf einen „Traum von 60 Jahren“ kam nicht von ungefähr. Damals scheiterte mit dem „Devrin“ der Versuch, ein Automobil aus in der Türkei gefertigten Teilen zu bauen. Eine solche Panne wird sich in den 2020er-Jahren nicht wiederholen, weil die Türken den TOGG nicht wirklich selbst bauen, sondern nur Komponenten ineinanderstecken und das Ergebnis umlabeln. Das werden sie schaffen, keine Frage!

Ich wage aber die Prognose, dass die meisten türkischen jungen Männer auch künftig einem tiefergelegten BMW den Vorzug geben werden. Elektrisch oder nicht: Auto ist Image. Und das schafft die Modulbauweise nicht.