Hans Leyendecker hat bis heute nicht gesagt, wer im Todesfall des RAF-Terroristen Wolfgang Grams sein Informant "aus Seelennot" gewesen sein soll. Alles spricht für Lügen.

Von KEWIL | War der allseits gerühmte und ziemlich eingebildete, einstige „Star-Reporter“ des Spiegel, Hans Leyendecker, ein Vorgänger des Märchenerzählers Relotius im krankhaft links versifften Hamburger „Sturmgeschütz der Demokratie“? Es wird gerade untersucht.

Der frühere Generalbundesanwalt Alexander von Stahl hat den Spiegel aufgefordert, gegen die Autoren einer Titelgeschichte aus dem Jahr 1993 zu ermitteln, in der behauptet worden war, der RAF-Terrorist Wolfgang Grams sei in Bad Kleinen von Polizisten absichtlich geradezu hingerichtet worden. Daraufhin war Innenminister Rudolf Seiters (CDU) zurückgetreten und Stahl von Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) zurückgetreten worden.

Hans Leyendecker, der 1997 zur Alpen-Prawda, also zur „Süddeutschen Zeitung“, wechselte, bezeichnete die Spiegel-Schmiererei später als seinen „verheerendsten Fehler“ und entschuldigte sich dafür.

Die zentrale Frage ist aber, ob es damals tatsächlich einen lügenden Informanten gab oder ob Leyendecker nicht selbst einfach einen „Informanten“ herbeigelogen hat. 1993 jedenfalls dichtete er:

‚Aus Seelennot’ offenbarte sich vorige Woche einer der beteiligten Spezialisten dem SPIEGEL. Der Beamte, der bis Ende voriger Woche noch nicht vom Staatsanwalt vernommen worden ist, berichtet: ‘Die Tötung des Herrn Grams gleicht einer Exekution.’“

„Star-Reporter“ Leyendecker hat bis auf den heutigen Tag nicht gesagt, wer sein Informant „aus Seelennot“ gewesen sein soll. Alles spricht für Lügen.

Hier Gabor Steingart in seinem Newsletter zum aktuellen Stand der Ermittlung! Wer alles ganz genau wissen will, lese das Buch von Butz Peters „Der letzte Mythos der RAF. Das Desaster von Bad Kleinen“, Ullstein 2006. PI-NEWS glaubt dem Spiegel natürlich schon längst keine seiner getürkten Geschichten mehr.

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32 KOMMENTARE

  1. In einer Zeitungsredaktion, in dem derartige Märchenerzähler als „Reporter“ oder gar als „Star-Reporter“ landen können, muß vom System her, unter dem man „Journalismus“ (oder was auch immer man dafür halten mag) betreiben will, einiges im Argen sein – und das nicht erst seit gestern.

  2. Der frühere Generalbundesanwalt Alexander von Stahl hat den Spiegel aufgefordert, gegen die Autoren einer Titelgeschichte aus dem Jahr 1993 zu ermitteln,…

    Verstehe ich nicht. Die Sache ist doch schon unterwegs:
    Spiegel: Um einen zweiten Fall Relotius zu verhindern, haben wir unsere journalistischen Standards für Recherche, Erzählung und Verifikation überarbeitet und in einem verbindlichen Leitfaden zusammengefasst. Wir werden zum Jahresanfang 2020 eine Ombudsstelle einrichten, die auch anonyme Hinweise auf Unregelmäßigkeiten entgegennimmt und diesen gegebenenfalls zusammen mit der Aufklärungskommission nachgeht. So wie wir dies derzeit im Fall der rund 26 Jahre alten Titelgeschichte „Der Todesschuss“ (SPIEGEL 27/1993) zum GSG-9-Einsatz von Bad Kleinen tun.

  3. Beim linksfaschistoiden SPIEGEL steht an jeder Reporter-Tür: Ich lasse mir eine gute Story nicht durch Recherche kaputt machen.

    Dieses Credo wird von JEDEM verinnerlicht, der an der Ericusspitze 1 in Hamburg seine Brötchen verdient. Dieses Schmierblatt lügt tagein tagaus, nur um die noch vorhandene kümmerliche Auflage zu retten. Kleines Beispiel? Noch Ende September titelte der Spiegel zu Trump: „Der Deal zu viel“. In diesem Heft wird der (verbliebenen) Leserschaft mitgeteilt, dass Donald Trump über die Ukraine-Affäre stolpern wird und er in wenigen Wochen als US Präsident zurücktreten wird. Im Heft von letzter Woche dann der Titel: Yes he can. Warum Donald Trump mit fast allem durchkommt.

    Als zahlender Leser würde ich mir total verarscht vorkommen. Aber Spiegel Leser wussten ja schon immer mehr. Auch das „ihre“ Reporter lügen wie gedruckt.

  4. Aus einem RAF Terroristen einen Martyrer zu machen ist mir schon damals als junger Mann 1993 auf den Sack gegangen. Und nun stellt sich das alles als weitere Lügengeschichte des SPIEGELs heraus. Unglaublich. Übrigens haben die roten Hetzer von „Monitor“ (ARD) damals auch lustig ins selbe Horn gestoßen, bis der Innenminister Seiters und der Generalbundesanwalt von Stahl gehen mussten.

    Die linksgrüne Hetz- und Lügenpresse, die aktiv in die Politik eingreift, gibt es also nicht erst seit gestern.

  5. Ebenso bemerkenswert war, dass nur auf Grund einer Behauptung eines Nachrichtenmagazins, das sich auf einen anonymen Zeugen berief (den es offenbar gar nicht gab) ein Generalbundesanwalt entlassen wurde und ein Minister zurücktrat.

  6. Ich bin ein wenig unschlüssig, was ich schlimmer finden soll, einen Relotius oder Leyendecker, die zumindest eine gewisse Phantasie in ihre Beiträge investiert haben, oder die Jeden-Tag-unverfroren-in-die-Kamera-Lügenden wie Slomka, Kleber, Reschke und Konsorten.

    Nein, ich bin gar nicht unschlüssig.

  7. Der „Spiegel“ hat schon seit seiner Gründung gelogen das sich die Balken bogen.
    Bundespräsident Lübcke wurde der Satz: „Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Neger.“ untergejubelt, den er nie gesagt hat.
    Gegen den Intimfeind Strauß wurde ebenfalls gelogen ohne Ende.

  8. Barackler 20. Dezember 2019 at 19:40
    Ich bin ein wenig unschlüssig, was ich schlimmer finden soll, einen Relotius oder Leyendecker, die zumindest eine gewisse Phantasie in ihre Beiträge investiert haben, oder die Jeden-Tag-unverfroren-in-die-Kamera-Lügenden wie Slomka, Kleber, Reschke und Konsorten.

    Das Problem war, dass man in der Ära der Prä-Internetzeit als Medienkonsument so gut wie keine Möglichkeit hatte, gegenzuprüfen, ob das, was damals noch Leyendecker & Co. absonderten, überhaupt stimmt.
    Da man damals Journalisten primär grundsätzlich vertraute, neiget man dazu, es erst einmal zu glauben und ging davon aus, dass alles, was die schrieben, vorab sorgfältig recherchiert war.
    Dass System bekam mit der Causa Sebnitz jedoch seine ersten Risse und später scherte als einer der ersten Udo Ulfkotte, der selbst Teil dieses Systems war, aus und entlarvte die gesamte Meute als das was sie war: eine Bande von Lügnern.

  9. Den Spiegel, dürfte es nach den Fall Relotius gar nicht
    mehr geben.
    Natürlich müssten auch die verantwortlichen Chefredakteure
    auf Lebenszeit, Berufsverbote erhalten, so das Ihre schmutzigen
    Griffel, nie mehr etwas veröffentlichen könnten. Aber in diesem
    Unrechtsstaat werden die kleinen Delikte um so höher bestraft,
    wie die großen Verbrechen milde oder gar nicht bestraft werden.
    Sie haben aus unseren Deutschland, eine demokratische
    Kloake gemacht !

  10. att alle…
    obwohl ichh sehrwohl ein freidenkender zeitgenosse binn…
    hege ichh eine abneigung gegen die mainstreamjournallie…
    helmut schmitt der ex oberleutnant(wkII) … hatte klare kante gegen die RAF gezeigt…
    übrigens ..ulrike meinhoff hatte natürlich AUCH panik WAS DEN DESPOTEN ::SCHAAH..
    anbetrifft…aber mann musste abwägen…und wenn mann bedenkt was später passierte…
    wegen dem radikalen ayatollah…

  11. Nehrenheim 20. Dezember 2019 at 20:43
    Wieso spricht eigentlich kaum einer über den in dieser Festnahmesituation von Grams erschossenen Beamten Newrzella?
    Meinen herzlichen Dank an den Beamten, der Grams erschossen hat.
    […]

    Newrzella hatte Grams nicht erschossen, das wurde auch nie geschrieben.
    Es wurde vom Spiegel behauptet, dass ein Mitglied der GSG9 Grams aus nächster Nähe mit einem Kopfschuss regelrecht hingerichtet hatte, als dieser bereits wehrlos war. Was sich aber nach internen Untersuchungen nie bestätigte.

  12. „‚Aus Seelennot’ offenbarte sich vorige Woche einer der beteiligten Spezialisten dem SPIEGEL.“
    ————————–
    Ich hatte „Aus Seenot“ gelesen. Muß die Macht der Gewohnheit sein. 😉

  13. Lügner und Hetzer hatte der Speigel immer schon. Von Augstein abwärts bis zum kleinsten Relotius. Und dieser Leyendecker war immer schon ein Unsympath. Wie sich herausstellte, einer mit ambivalentem Verhältnis zur Wahrheit, typisch linker Schmierer!

  14. Religionsfeind 20. Dezember 2019 at 19:43
    Der „Spiegel“ hat schon seit seiner Gründung gelogen das sich die Balken bogen.
    Bundespräsident Lübcke wurde der Satz: „Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Neger.“ untergejubelt, den er nie gesagt hat.
    Gegen den Intimfeind Strauß wurde ebenfalls gelogen ohne Ende.
    ———
    So ist es, das ist nicht neu, sondern das fand unter dem hochgejubelten Rudolf Augstein ebenfalls statt. Wer in Personenkreisen verkehrte, aus denen solche stammten, die vom SPIEGEL gewürdigt oder angeprangert wurden, konnte erleben, daß der jeweilig behandelte erklärte, nichts von alledem im Artikel stimmte, man könnte aber nichts machen; denn dann geräte man erst recht ins Fadenkreuz.

  15. Wer sich ein Bild von der Mentalität dieses Seelennöters machen will, muss sich nur mal zu Gemüte führen, wie der sich weiland als Gerichtsberichterstatter für die Früchtchen von der sog. „Sauerlandgruppe“ ins Zeug legte. Ein original deutsches Rührstück. Der Mann ist von Kopf bis Fuss aus Täterschutzschmalz und Schnulz zusammengesetzt. Das ist der Stoff, aus dem die Willkommenskultur ist, made in Germany für Kriminelle aus aller Welt. Der nationale Phänotyp.
    https://widerworte.wordpress.com/2010/06/17/herrn-leyendeckers-gespur-fur-junge-manner-hinter-panzerglas/

  16. Damals wurde sogar zurückgetreten. Offenbar völlig zu Unrecht! Und heute?????????????? Scheuer, von der LAIEN, die Misere, Seehofer, Maaß etc. pp. und allen voran die permanent deutsches und europäisches Recht brechende ehemalige FdJ Sekretärin??????????????????
    Zittert sich von Termin zu Termin, weil ihr Auftrag noch nicht erledigt ist!!!!!!!!! Die CDU/CSU Feiglinge, allen voran Merz und Bosbach machen mit!!!!!!!!!!!!!!!

    Michel, wehr die endlich!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    Vielleicht wird ja jetzt endlich der „LÜGELfinanziell noch weiter abstürzen. Aber Gysi hat ja noch ein wenig Kleingeld zur Verfügung!

  17. Eine Erinnerung: Bereits 1994 hat der ARD-Redakteur (!!) Holger Lösch in einem bei Ullstein erschienenen Buch Leyendeckers Erzählung als unhaltbar enttarnt: „Bad Kleinen: Ein Medienskandal und seine Folgen“. Das Vorwort zum Buch schrieb Alexander von Stahl.
    Aus dem Klappentext: „Die gründlich recherchierte Dokumentation … wird vielen die Augen öffnen und zu einem empörten Aufschrei der bei unsauberen Methoden ertappten Journalisten führen.“
    Weiter S. 165f.: „Viele Politiker, aber auch Journalisten haben den Spiegel nach Bad Kleinen aufgefordert, den Informanten gegenüber der Staatsanwaltschaft zu nennen. Dies hat der Spiegel unter Hinweis auf sein Zeugnisverweigerungsrecht bis heute verweigert, obwohl der zuständige Spiegel-Redakteur völlige Gewißheit hat, daß der Mann den Spiegel belogen und hereingelegt hat.“

  18. Soweit ich mich an die damalige Fernsehberichterstattung erinnere, hat dieser Terrorist völlig ohne irgendeine Veranlassung auf die Polizisten geschossen. Dabei starb wenigstens einer der Polizisten. Sollten sich die anderen auch noch erschiessen lassen? Das kann wohl nicht dem sein Ernst sein. Ausserdem, ich geh mal davon aus, dass die Polizei da nicht in SWAT bzw Standard grüner Uniform aufgelaufen ist. Da kann man noch froh sein, dass es wirklich Polizisten waren und keine Unbeteiligten, die er dafür gehalten hat.

  19. uli12us 21. Dezember 2019 at 00:01
    Soweit ich mich an die damalige Fernsehberichterstattung erinnere, hat dieser Terrorist völlig ohne irgendeine Veranlassung auf die Polizisten geschossen. Dabei starb wenigstens einer der Polizisten. Sollten sich die anderen auch noch erschiessen lassen? Das kann wohl nicht dem sein Ernst sein. Ausserdem, ich geh mal davon aus, dass die Polizei da nicht in SWAT bzw Standard grüner Uniform aufgelaufen ist. Da kann man noch froh sein, dass es wirklich Polizisten waren und keine Unbeteiligten, die er dafür gehalten hat.

    Es war die GSG9 in zivil.Als da war schon eine gutausgebildete Spezialeinheit vor Ort
    Sowie auch in dem hier erwähnten Buch beschrieben

    Pinneberg 20. Dezember 2019 at 23:27
    Eine Erinnerung: Bereits 1994 hat der ARD-Redakteur (!!) Holger Lösch in einem bei Ullstein erschienenen Buch Leyendeckers Erzählung als unhaltbar enttarnt: „Bad Kleinen: Ein Medienskandal und seine Folgen“. Das Vorwort zum Buch schrieb Alexander von Stahl.
    […]

    Ging der Einsatz nur durch eine banale Kleinigkeit schief;
    Vermutlich durch eine der Bahnoberleitung für einige Sekunden verursachte Störung des Polizeifunks (Digitalfunk gab es damals noch nicht) – über Funk wurde (sinngemäß) die Frage „bitte mitteilen, wann der Zugriff erfolgt“ gestellt und durch die Kurzstörung des Funkverkehrs kam nur „Zugriff erfolgt“ an, worauf die Beamten auf den Bahnsteig gingen weil sie dachten, die Festnahme war schon abgeschlossen, worauf Grams (und wohl auch Hogefeld) das Feuer eröffneten.

  20. Pinneberg 20. Dezember 2019 at 23:27
    Eine Erinnerung: Bereits 1994 hat der ARD-Redakteur (!!) Holger Lösch in einem bei Ullstein erschienenen Buch Leyendeckers Erzählung als unhaltbar enttarnt: „Bad Kleinen: Ein Medienskandal und seine Folgen“. Das Vorwort zum Buch schrieb Alexander von Stahl.
    Aus dem Klappentext: „Die gründlich recherchierte Dokumentation … wird vielen die Augen öffnen und zu einem empörten Aufschrei der bei unsauberen Methoden ertappten Journalisten führen.“
    Weiter S. 165f.: „Viele Politiker, aber auch Journalisten haben den Spiegel nach Bad Kleinen aufgefordert, den Informanten gegenüber der Staatsanwaltschaft zu nennen. Dies hat der Spiegel unter Hinweis auf sein Zeugnisverweigerungsrecht bis heute verweigert, obwohl der zuständige Spiegel-Redakteur völlige Gewißheit hat, daß der Mann den Spiegel belogen und hereingelegt hat.“

    Es kann davon ausgegangen werden, dass dieser Zeuge nie existierte, sondern diese Aussage und der Zeuge frei erfunden waren.
    Die damals mehrheitlich RAF-freundlichen deutschen Linksmedien nahmen das dankbar auf und kolportieren dieses Gerücht bis heute.

  21. Ach was, in Deutschland gibt es ganz besonders in Politik und Presse nur moralisch-ethisch höchststehende Gut-, Besser- und Bestmenschen – und die würden doch niemals wegen Geld, Koks oder Nutten Lügen verbreiten und „alternative Fakten“ erfinden.

    Oder?

  22. Was uns bei dieser Lanz-Sendung wirklich vorliegt, ist der stabile Auftritt eines Hans-Georg Maaßen, der zum vorhersehbaren medialen Tribunal antrat und sich überraschend gut schlug. Er wich nicht zurück, knickte nicht ein und machte seine Punkte relativ deutlich. Er war scheinbar nicht so naiv in die Sendung gegangen, zu erwarten, dass es dort um einen ernsthaften argumentativen Austausch ginge und man wirklich hören wolle, was er zu sagen habe oder wie er bestimmte Dinge bewerte. Maaßen war angriffslustig und stellenweise sogar humorvoll süffisant. Einen wirklichen Sieg davontragen konnte er von Anfang an nicht, aber er ging nicht als Verlierer vom Platz, sondern brachte Lanz in die Verlegenheit seine Absichten und gesprächsqualitativen Unzulänglichkeiten nicht mehr verbergen zu können. Maaßen ging offensiv die Narrative des Mainstreams an und akzeptierte, wie er selbst sagte, diese nicht. Er war nicht bereit das Lanz-Spiel zu spielen. Dadurch ließ er sich nicht in die Defensive drängen und konnte immer wieder punkten.

    Viele AfD-Politiker können sich von Maaßens Auftritt ein paar fette Scheiben abschneiden, wenn es um die Frage geht, wie man sich medial bewegen sollte.

  23. Der Wikipedia-Artikel zu dem Vorfall ist erstaunlicherweise objektiv. So wird wiedergegeben, dass Leyendecker sein Versagen zugab:

    Hans Leyendecker rückte nach dem Ermittlungsergebnis von seiner Darstellung ab. 2007 sagte er dem Deutschlandfunk, er habe die Aussage seines Informanten überbewertet: „Ich hatte dieser Aussage eine zu große Bedeutung gegeben, sie zu wenig relativiert und das Ganze zu stark aufgeblasen. Dadurch entstand der Eindruck, dass das, was dieser Zeuge gesagt hat, auch korrekt gewesen sei. Das kann man so nicht behaupten.“ Später ergänzte Leyendecker, er habe „heute grundlegende Zweifel an seiner Glaubwürdigkeit“ und die „Killerthese … für mich ausgeschlossen“. Diese Titelgeschichte sei für den Spiegel „in der Wirkung verheerend“ gewesen: „eigentlich hätte ich auch gefeuert werden müssen“.

    Und der damalige Kanzler Kohl habe den Spekulationen einer angeblichen „Staatskrise“ deutlich widersprochen:

    Butz Peters nennt diese Ereignisse des Sommers 1993 in seiner journalistischen Aufarbeitung des Einsatzes eine „Staatskrise bisher ungekannten Ausmaßes“ für die Bundesrepublik; BKA-Chef Zachert urteilte später, „die Republik“ habe damals „gewankt“. Für Hans Leyendecker war Bad Kleinen „schon ein Ereignis, das die Republik ins Wanken brachte, denn die Frage war ja, ob Staatsbeamte Grams per Kopfschuss liquidiert und dann den Staat belogen hatten“. Der Germanist Andreas Musolff befand den „politischen Schaden“ angesichts der Verunsicherung der Bevölkerung und der potenziellen Radikalisierung der linken Szene als „immens“. Ganz anders charakterisierte der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl die Ereignisse im Rückblick: „Das war keine Staatskrise, es handelte sich schlicht um eine mediale Schmutz- und Desinformationskampagne, wie es sie noch nicht gegeben hatte“

    https://de.wikipedia.org/wiki/GSG-9-Einsatz_in_Bad_Kleinen

  24. Journalistische Schweigepflicht hat etwas vom katholischen Beichtgeheimnis. Beides beflügelt offenbar ungemein die Fantasie. 🙂

  25. vor 2 Tagen

    Wie Lanz/ZDF Zuschauer in die Irre führen
    Von Boris Reitschuster
    Dass etwas faul sein muss an der letzten Sendung von „Lanz“ im ZDF mit Hans-Georg Maaßen, sieht man, wenn man auf die Website seiner Produktionsfirma geht. Dort können sich Zuschauer anmelden für die Sendung (was die Frage aufwirft, ob da zuweilen ganze Ortsvereine von SPD, Linken und Grünen geschlossen das Studio besetzen – das könnte den stets politisch korrekten Applaus bzw. dessen Unterbleiben bei Maaßens Auftritt erklären…
    https://www.reitschuster.de/post/l%C3%BCcken-tv-wie-lanz-zdf-zuschauer-in-die-irre-f%C3%BChren

  26. Für mich stellt sich nicht die Frage ob ein einzelner Journalist wie Leyendecker gelogen hat. Vielmehr frage ich mich, ob überhaupt noch einer der Mainstream-Medien die Wahrheit sagt.

    Das beste Beispiel gab Lanz in seiner Sendung mit Herrn Maaßen. Einfach widerlich, wie dieser Schleimer versucht hat, die Wahrheit zu verdrehen und Herrn Maaßen als Populist bloßzustellen.
    Diese Inszenierungen, mit ausgesuchtem Klatsch-Publikum, sind peinlich und für einigermaßen intelligente Menschen sehr leicht zu durchschauen.
    Nur wer sich gern belügen lässt und sich selbst den ganzen Tag belügt, der findet bei dieser Art Journalismus seine Bestätigung. Und dem gefallen dann auch die Lügengeschichten von Relotius, Leyendecker und den anderen Märchenonkels.

  27. Der Spiegel gehört zur Lizenzpresse
    https://de.wikipedia.org/wiki/Lizenzzeitung
    Das ist neuerdings sogar ein „rächtsradikaler Kampfbegriff“:)

    Zitat
    Es soll eine Kontinuität der Intentionen und Führungsverantwortlichen von der Besatzungszeit bis heute suggerieren und die freie Presse damit als einen weiterhin direkt oder indirekt von den Siegermächten oder angeblich hinter diesen stehenden Drahtziehern („Internationale Plutokratie“, „Ostküste“) gesteuerten, der „Umerziehung“ dienenden Apparat darstellen.

    Ist da etwas falsch dran?
    Demnächst wird der Springerverlag direkt von seinen Auftraggebern an der Wallstreet übernommen

  28. Eine rhetorische Frage, nehme ich an. Auf solche Spielchen sollten wir verzichten. Das ist der BILD würdig aber nicht PI! Der Vater des toten P>olizisten hat sich zu Wort gemeldet! Und er spricht nicht fein über die Medien. Von wegen, dass der Täter im Mittelpunkt der Empathie stand und nicht sein ermordeter Sohn.

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