AfD-Anfrage enthüllt

Über 600 Prozent mehr Messertote in Niedersachsen

Von LUPO | Messerland Niedersachsen. Die Zahl der Messertoten zwischen Harz und Nordsee hat sich 2019 im ländlich geprägten Niedersachsen mehr als versiebentfacht(!) und liegt bis September bei 50. Und das Jahr ist noch nicht um. Obersheriff Boris Pistorius lässt schon fleißig Nebelkerzen werfen, um die monströse Wahrheit zu verschleiern.

Dabei ist das Messer längst auch auf dem flachen Land angekommen, wie die AfD im niedersächsischen Landtag per Anfrage in Erfahrung gebracht hat. Zähneknirschend musste die rot-schwarze Regierung die erschreckenden Zahlen herausrücken: 2019 (Jan-Sep) 50 Messertote, 2017 sieben, 2018 15 Messertote.

Damit nicht genug: Außer den 50 Tötungen gab es mittels „Tatmittel Messer“ in neun Monaten 242 Raubdelikte, 570 Körperverletzungen, 652 Bedrohungen und 29 Nötigungen. Über Schwer- und Leichtverletzte liegen für 2019 offenbar (noch) keine validen Zahlen vor.

Solche Messer-Monster-Zahlen müssen natürlich weichgespült, heruntergerechnet, verschönbessert, verharmlost, kleingeredet, häppchenweise serviert werden. Die Madsack-Medienunternehmen, unter anderem die Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ), assistiert gerne und hat die große Relativierungsmaschine angeworfen. Man bemüht sich redlich, die Horrormeldung mit weihnachtlichem Zimt zu bestreuen: „Gibt es in Niedersachsen ein wachsendes Problem durch Messerattacken?“, versucht sich das SPD-Blatt als Knecht Ruprecht.

Immerhin sei ja die Zahl der Messerangriffe in den ersten neun Monaten im Vergleich zu 2018 gesunken, als es noch 3754 Messerangriffe gab, heißt es. Außerdem seien die Zahlen von 2019 zum Vorjahr nicht eins zu eins zu vergleichen, da es sich für das laufende Jahr nur um „Verdachtsfälle“ handele, bei denen die Ermittlungen noch liefen.

Weniger Messereinsätze, dafür aber über 600 Prozent mehr Tote – Oh, Du Fröhliche!

Nur noch komisch muten die Erklärungen von Pistorius‘ Pressesprecher an, wenn der die Zahl 50 „nicht überbewertet“ wissen will: „Es geht um 50 Verdachtsfälle, in denen das Messer im Zusammenhang zu einem Tötungsdelikt steht“.  Die Waffe müsse aber nicht unbedingt vom Täter eingesetzt worden sein.

Wie jetzt? Sind die Messer von Geisterhand geführt worden oder durch die Luft geflogen? Ist jemand gar auf einer roten Kirsche ausgerutscht und unglücklich im Küchenmesser gelandet? Sind die Opfer in die Tätermesserfaust gelaufen und waren selbst schuld? Oder hat ein drohendes Messer einen Herzinfarkt ausgelöst? Das erinnert an den kürzlich ermordeten Augsburger Feuerwehrmann, bei dem nicht ein brutaler Schlag zum Tode geführt haben soll, sondern irgendwas dazwischen. Fragen über Fragen, denn dunkel ist der Worte Sinn.

Noch verwirrter wird der Leser der HAZ, wenn der Pressesprecher weiter fabuliert: Es habe „insgesamt nicht mehr geschädigte Opfer und auch nicht mehr Fälle von Messerattacken gegeben. Die Auswertung der Jahresstatistik werde ein genaueres Bild ergeben“. Na bitte, dann können die Niedersachsen ja beruhigt die Gans messern und Weihnachten feiern.

Wie immer die Gretchenfrage zum Schluss: Was ist der Grund für den dramatischen Anstieg von heißen Messerattacken im kühlen Norden, und wer sind die „mutmaßlichen Tatverdächtigen“? Von den 2019 ermittelten Tatverdächtigen hatten 831 deutsche Staatsangehörigkeit und 671 nicht deutsche bzw. ungeklärte Staatsangehörigkeit oder waren staatenlos. Der Ausländeranteil beträgt in Niedersachsen acht Prozent, die Tatbeteiligung bei den oben genannten Messerattacken aber 44 Prozent. Wieviel Doppel-/Vielfachpassler/Migrationshintergründler zu den „deutschen“ Tatverdächtigen zählen, ist nicht bekannt. Wie sagte die Kanzlerin noch: „Wir schaffen das!“