Die neuen 20er-Jahre

Deutschland, eine Nation im Niedergang

Von MANFRED ROUHS | Deutschland erlebt den Beginn der neuen 20er-Jahre bereits in der vierten Dekade als eine Nation im Niedergang. Seit der Wiedervereinigung 1990 ist die demographische, politische und militärische Entwicklung der Deutschen abwärtsgerichtet.

Der vermeintliche wirtschaftliche Aufschwung dagegen ist inflationsbereinigt eine Illusion: Zwar steigen Löhne und Renten. Aber abgesehen von Technologieprodukten wie Computern, Mobiltelefonen, Smartwatches und anderen unseren Alltag zunehmend beeinflussenden elektronischen Geräten, die durch den wissenschaftlich-technischen Fortschritt günstiger geworden sind, nimmt die Kaufkraft ab – und die soziale Schere klafft immer weiter auseinander.

Da mutet es beinahe schon grotesk an, wenn ausgerechnet die Bundesregierung des Modernisierungsverlierers Deutschland gegenüber aller Welt mit erhobenem Zeigefinger auftritt und den Vertretern von Nationen, deren politische, wirtschaftliche und militärische Entwicklung nach oben zeigt, moralisierend den Weg in eine vermeintlich bessere Richtung zu weisen versucht:

US-Amerikaner, Russen, Italiener, Polen, Ungarn und Chinesen sind in den letzten Jahrzehnten auch ohne kluge Ratschläge aus Berlin ganz gut zurecht gekommen. Besonders deutlich wird der groteske Charakter dieses offensichtlich auf Realitätsausblendung beruhenden Verhaltens im Zusammenhang mit der Klimadiskussion.

Deutschland hat heute weniger internationalen Einfluss als noch vor 30 Jahren. Trotzdem wollen unsere politischen Repräsentanten dem Rest der Welt immer noch vorschreiben, wie viele Flüchtlinge sie aufzunehmen und wie umfassend sie ihre CO2-Emmissionen zu reduzieren hat, um den Untergang der Welt abzuwenden. Diese Aufführung ist für politisch gebildete Menschen vor allem eines: peinlich!

Deutschland ist immer noch eine gewaltige Option. Aber es muss sich seiner selbst bewusst werden, bevor eine Rückkehr auf die große Bühne der internationalen Politik möglich wird. Die Zukunft ist offen. Es liegt an uns, was wir daraus machen!