Pfiffe für Merkel vor Frauenkirche in Dresden

Happy Birthday, Biedenkopf – zum 90. fallen die Masken!

Von WOLFGANG TAUFKIRCH | Kein Tag wie jeder andere in Dresden: der 28. Januar 2020 ist der 90. Geburtstag von Kurt Biedenkopf, der Mann, der die Nachwendezeit als erster Ministerpräsident in Sachsen begleitete.

Eine objektive Rückschau auf das Leben von „Biko“ macht schnell deutlich, dass dieser Mann zweifellos zu den „Wendegewinnern“ zählt, denn seine politische Karriere war praktisch schon 1988 zu Ende.

Zu viele Niederlagen und der Skandal, dass seine stattlichen Gehälter als Generalsekretär der CDU 1973 bis 1977 teilweise über schwarze Kassen finanziert wurden, sowie unüberbrückbare Differenzen mit Kanzler Kohl zwangen ihn 1988 zum Ausstieg aus der vorläufig gescheiterten Politkarriere.

Mit der Wiedervereinigung ergriff die CDU die Chance, unbequeme Parteikollegen „auszuquartieren“ und Biedenkopf errang mit absoluter Mehrheit bei der sächsischen Landtagswahl 1990 das Mandat als Ministerpräsident, das er bis 2002 behielt.

Vielleicht hätte er das Amt bis heute, die Spitze der Staatskanzlei ließ er mit einer Krone vergolden, was ihm den Beinamen „König“ Kurt einbrachte, doch 2001 war es die eigene Frau, über die er stolperte.

Angela Merkel hatte es angesichts der Pfiffe und Buhrufe eilig, die Frauenkirche zu erreichen.

Dabei war dies nur der letzte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte: manche reden von Dummheit, andere von grenzenloser Überheblichkeit von Ingrid Biedenkopf, die bei IKEA resolut einen Rabatt in Höhe von 132 DM einforderte, der ihr nicht gewährt wurde.
Nebenbei wurde noch bekannt, dass Ingrid ein Büro inklusive mehrerer Mitarbeiter auf Kosten des Steuerzahlers unterhielt, ohne ein öffentliches Amt oder Mandat innezuhaben.

Und jetzt wurde der Kurt 90 und seine Frau grätscht immer noch impertinent von der Seite. Im BILD-Interview vom 24. Januar umschreibt sie ihren nie möglichen Machtanspruch so: „Ich hätte mir auch zugetraut, Ministerpräsidentin zu werden.“ Dem gemeinen Sachsen ist also einiges erspart geblieben, aber nicht alles.

Sichtlich gealtert: „König Kurt“ hält Einzug samt seiner „Ich hätte mir auch zugetraut, Ministerpräsidentin zu werden“-Frau Ingrid und Ministerpräsident Kretschmer.

Denn Biedenkopfs haben auch mitbekommen, dass PEGIDA seit 2014 die Politik in den Schleudergang beförderte. Die „Regierung der Straße“ hat übernommen, um zu retten, was zu retten ist. Anstatt sich hinter das einstige Wählervolk (ehemals 58,1 Prozent) zu stellen, kommt im gleichen Interview folgender Satz:

„Manchmal ziehen wir uns so an, dass wir nicht erkannt werden. Auch PEGIDA haben wir so von hinten angeschaut und uns gefreut, wie viele Menschen dagegen pfeifen.“

Ja, da fallen sie, die Masken, die die Menschen in Sachsen getäuscht haben; konservative Werte, Tradition, Heimatverbundenheit und Einigkeit gelten nicht mehr. Die Biedenkopfs gesellen sich zu den Deutschlandhassern der Antifa-Terroristen, die „Deutschland ist Schei**e“, „Nie wieder Deutschland“ oder „In 10 Jahren seid ihr alle tot“ skandieren.

Und jetzt raten Sie einmal, wer zu den geladenen Gästen am Dienstag zum Festakt in die Frauenkirche kam? Neben vielen Volksverrätern, darunter De Maizière, Köhler, Wulff, Hasselhoff, Stoiber, Lammert, Kretschmer und der Raute des Grauens passte eine Personalie genau in diese Gästeliste: es war „Inshallah“ Ramelow. Vielleicht sein zweitschönster Tag in seinem Leben.

Nanun, was macht der denn hier? Viele wunderten sich über den „Ehrengast“ von der SED-Nachfolgepartei, Bodo Ramelow.

Man feierte unter sich, wahrscheinlich feierte man auch sich selbst, das Volk, das man einst belogen, betrogen und ausgenommen hat, wurde auf Abstand gehalten.
Kurt, das war ein schwaches Bild, das Du abgegeben hast. Keinen Glückwunsch zur Lebensleistung, selbstverständlich schon zum erreichten Alter.