Not welcome in Munich - das "freundliche Gesicht" des iranischen Terrorregimes, Mohammad Javad Zarif

­­Am Wochenende besucht der iranische Außenminister Mohammad Javad Zarif, das „freundliche Gesicht“ des Terrorregimes, die Münchner Sicherheitskonferenz 2020 (Siko), eine der wenigen internationalen Plattformen, die die Mullahs in Teheran noch haben. Gegen den Besuch formiert sich breiter Protest aus der iranischen Gemeinde in Deutschland.

Bei den Protesten im Iran vom 15. bis 18. November haben die Revolutionsgarden ca. 1500 vornehmlich junge Menschen erschossen, wie Reuters berichtete, teilweise von Scharfschützen, mit Panzern und aus Hubschaubern. Ca. 7000 sitzen noch in Haft, ihre Familien erhalten keine Auskunft und fürchten das Schlimmste. Wenn die Mütter zur Polizei gehen, um mehr über das Schicksal ihrer Kinder zu erfahren, werden sie teilweise selbst eingesperrt.

Der iranische Außenminister Mohammad Javad Zarif relativierte im Gespräch mit dem Spiegel das Massaker, und behauptete, es seien weniger als 330 Menschen getötet worden. Außerdem müsse man differenzieren „zwischen denen, die ihr Recht auf freie Meinungsäußerung ausüben und jenen, die Geschäfte plündern und Tankstellen anzünden.“ Die Sicherheitskräfte hätten „eine Verantwortung, die öffentliche Ordnung zu wahren,“ rechtfertigte Zarif die Massentötungen. Die internationale Gemeinschaft habe „eine falsche Vorstellung“ von der Lage im Iran.

Die New York Times berichtete am 1. Dezember 2019 aus der 120.000 Einwohner Stadt Mahshahr, wo die Revolutionsgarden mit Panzern gegen die Demonstranten vorgingen, in die Sümpfe trieben und mit Maschinengewehren etwa 130 Menschen hinrichteten. Ihre Leichen wurden anschließend auf LKWs abtransportiert. Die Familien müssen horrende Summen zahlen, um die Leichen ihrer Söhne und Töchter wiederzubekommen.

Diese Schreckensmeldungen wurden in Deutschland von den Mainstreammedien weitgehend heruntergespielt. Die Bundesregierung ist einer der letzten verbliebenen Fürsprecher des Terrorregimes von Teheran und versucht mit Hilfe der Briefkastenfirma INSTEX aus Paris weiterhin Handel mit dem Iran zu treiben. Alle großen Firmen im Iran sind regimetreu, viele gehören der Armee oder den Revolutionsgarden. Die Messe München macht Geschäfte mit Firmen, die den Revolutionsgarden gehören. Im Aufsichtsrat der Messe München sitzen der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) und der bayerische Wirtschaftsminister Franz Josef Pschierer (CSU).

Nachdem der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD) letztes Jahr viel Kritik einstecken mussten, weil er dem islamischem Regime zu 40 Jahren Revolution gratuliert hatte, kündigte Steinmeier an, dieses Jahr keine Glückwünsche schicken zu wollen – tat es dann aber doch, angeblich aus Versehen. Laut Sprecherin Esther Uleer aus dem Bundespräsidialamt soll das “Pannen-Glückwunsch-Telegramm” nicht veröffentlicht werden, obwohl viele kritische Beobachter dies fordern. Warum?

„Die Doktrin der islamischen Republik besteht schon immer aus dem Export der islamischen Revolution mit allen Mitteln, der Eroberung eines „schiitischen Halbmonds“ im Nahen Osten, von Iran bis zum Mittelmeer, Aggression gegen USA und ihren Verbündeten weltweit in kreuzzugartiger Manier zu säen, mit dem Ziel der Vernichtung Israels“, so der iranische Schriftsteller Masoud Nekoo gegenüber PI-NEWS. „Dabei sollte die deutsche Bundesregierung auch bedenken, dass dieses Regime eines der größten Fluchtursachen im Nahen Osten ist – nicht nur für Iraner, sondern auch für Afghanen, Iraker und Syrer, weil es den inner-islamischen Konflikt anheizt. In den 40 Jahren der Islamischen Republik haben mehr als fünf Millionen Iraner ihre Heimat verlassen. Manche denken, wir brauchen das Regime, damit Europa nicht mit Flüchtlingen überschwemmt wird – aber das Gegenteil ist der Fall.“

Am Freitag, dem 14. Februar, findet um 11 Uhr eine Demo vom Verband der Exil-Iranischen Gesellschaften in Deutschland am Marienplatz in München gegen die Teilnahme von Javad Zarif an der Münchener Sicherheitskonferenz statt: „Zarif ist mitverantwortlich für Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Iran und muss daher ausgeladen werden!“, so die Veranstalter.

Am Samstag, den 15. Februar, findet von 11 bis 14 Uhr in der Münchner Innenstadt am Lenbachplatz, Ecke Pacellistr., und von 14 bis 17 Uhr am Odeonsplatz eine Demo „Stop Terrorism“ der Organisationen Constitutionalist Party of Iran, Farashgard Netzwerk, Iranische Renaissance und Farre Kiyani Bewegung statt.

Unglaublich aber wahr: Viele Exil-Iraner zögern, an solchen Demos teilzunehmen und ihr Gesicht zu zeigen, weil die Geheimagenten des Terrorregimes in Deutschland so gut vernetzt sind, an Unis, in der Politik, den Medien und in Moscheen. Es sind bereits mehrfach iranische Oppositionelle vom Geheimdienst getötet worden, wie zum Beispiel beim Mykonos-Attentat 1992 in Berlin, bei dem Joschka Fischers Schwiegervater Mehran Barati wie durch ein Wunder wenige Minuten vorher das Lokal verlassen hatte, bevor der iranische Geheimdienst vier kurdische Oppositionspolitiker erschoss.

Der Mann von MdB Renate Künast, Rüdiger Portius, ist Anwalt in Berlin und verteidigte die Mörder vom Mykonos-Restaurant. Portius verteidigt auch den libanesischen Abou Chaker Clan und Rapper Bushido.

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24 KOMMENTARE

  1. Bestes Bespiel für einen Import von fremden Problemen nach Deutschland sowie dafür, daß die Einheimischen es nicht mal realisieren, wen sie überhaupt einladen. Es finden sich ausschließlich die Zugezogenen, die dagegen protestieren.

    Das Land funktioniert nicht. Schon lange nicht mehr.

  2. den iranischen Demonstranten
    rate ich zu Papiertüten
    mit hineingeschnittenen Löchern
    für die Augen. wie vor mehr als
    fünfzig Jahren bei den
    Anti-Schah-Demonstrationen.

  3. Das Telegramm hat der Bundesuhu nicht versehentlich geschickt, sondern in voller Absicht. Der steht nämlich auf Mullahs. Dank seiner Hilfe sind auch jede Menge hier.
    „…der Mann von Künast..“. Als Ausgleich gegen tägliche Selbstgeisselung (Renate anschauen), verteidigt er dann freundliche Menschen vor Gericht.
    Wir sind von Nulpen, Verbrechern und anderem Kroppzeug unterwandert.

  4. Ragnar Lodbrok 11. Februar 2020 at 16:34

    Wir sind von Nulpen, Verbrechern und anderem Kroppzeug unterwandert.
    ———————-
    Ist doch nicht verwunderlich, wenn Nulpen, Deppen und andere Vollidioten wählen. Bestes Beispiel: Die Oma mit dem lila Deckel im Münster-Randale-Video.

  5. „Breiter Protest“? – Schön wär’s, allein, mir fehlt der Glaube. Was die Kampagnenfähigkeit angeht, da ist die politische Linke dem bürgerlichen Lager leider haushoch überlegen. Und auf ausländischen Protest zu hoffen, geht m.E. völlig daneben. Wir müssen unsere Interessen schon selber vertreten. Wir müssen die Kartoffeln selbst aus dem Feuer holen, auch wenn wir uns dabei mal die Finger verbrennen sollten. Aber genau das will der Durchschnittsbürger eben nicht riskieren. Traurig, aber wahr.

  6. Ich lehne das Regime in Teheran ab, wie die meisten hier auch.
    Aber dass der Iran einer der Hauptursachen für den Flüchtlingsstrom sein soll, halte ich für Unsinn.
    Auch hat die islamische Republik Iran in seiner Geschichte noch nie ein anderes Land angegriffen.

    Untergrundkämpfer hier und da geschickt? Ganz sicher. Aber das haben die USA auch.

  7. IRANISCHE VERHÄLTNISSE REIN HYPOTHETISCH:
    Das muss man sich einfach mal so vorstellen, man würde die ANTIFA mit MASCHINENGEWEHREN ausrüsten und ihnen auftragen, für ORDNUNG gegen ANDERSDENKENDE zu sorgen!
    Die Toten würden dann in den Hambacher Forst geschleppt, dort verscharrt und von den Autonomen bewacht. Das Ganze würde man dann noch mit den Tausenden Verkehrs- und Grippetoten vergleichen!

    Aber der IRAN ist ja weit weg!

    Es geht ja nicht, Mörder aller Länder hier ohne Pass aufzunehmen, jedoch hingegen so ein hohes, angesehenes, orientalisches Staatsoberhaupt nicht gebührend zu empfangen.

    DAS WÄRE JA NICHT GASTFREUNDLICH!
    DAS WÜRDE AUCH DEN MÜNSTERERN SICHER NICHT GEFALLEN,
    DIE JEDEN HIER HABEN WOLLEN!

  8. @Kalle66
    Der „breite Protest“ wird ein (so traurig das ist!) Häuflein von Exil-Persern sein, dazu noch einige aus unseren Kreisen – und fertig. Vielleicht stehen da dann 200 Hansel.

  9. 1968 gab es „Jubelperser“
    heute gibt es „Perser-Demo.“
    Die sollten sich mal entscheiden, was sie überhaupt wollen.

  10. Erich-m 11. Februar 2020 at 17:51
    1968 gab es „Jubelperser“
    heute gibt es „Perser-Demo.“
    Die sollten sich mal entscheiden, was sie überhaupt wollen.
    —————————
    Damals, 1979, hat man den gekrönten Shah Reza Pahlavi aus dem Amt gejagt, dann ins Exil, weil seine Frau zu viele Schuhe hatte. Die „Jubelperser“ waren seine Leibwache, die schon damals, 1967, gegen FRIEDLICHE DEMONSTRANTEN (die Hippies von damals) in Berlin ankämpften.

    Danach kamen die Mullahs an die Macht bis jetzt, die alle Intelligenz aus dem Land verjagten.

  11. Was soll ein „Terrorregime“ auf einer internationalen Sicherheitskonferenz? Einem Terrorregime steht eine solche Teilnahme nicht zu, da es „selbst das größte Sicherheitsrisiko in der freien Welt darstellt!“ Aber das soll für unsere Politvollversager kein Grund sein, da man eh die Haustür sperrangelweit auf hat und jede Terrorgefahr ungehindert nach Belieben in unser Land infiltrieren kann….danke kunterbunte Systemparteien Mafia und Gutmenschen NGO’s!

  12. TRUMP:
    Windmühlen in der Nähe des eigenen Hauses und das Haus hat keinen Wert mehr!
    Windmühlen ein Friedhof für Vögel! 🙂

  13. „bei dem Joschka Fischers Schwiegervater Mehran Barati wie durch ein Wunder wenige Minuten vorher das Lokal verlassen hatte, bevor der iranische Geheimdienst vier kurdische Oppositionspolitiker erschoss.“

    DAS STINKT ZUM HIMMEL!
    https://www.redensarten-index.de/suche.php?suchbegriff=Das%20stinkt%20zum%20Himmel&bool=relevanz&suchspalte%5B%5D=rart_ou

    Mehran Barati ein Doppelagent?
    Minu Barati-Fischer ist die Tochter von Nosratollah Barati-Novbari, alias Mehran Barati.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Minu_Barati

  14. Zur Siko: Deren Motto ist dieses Jahr „Westlessness„. Also „Die Welt ohne den Westen“. Und tanzt in großen Bögen elegant darum herum, daß sich „der Westen“ vor allem selbstzerfleischend und Selbstgeißelnd von der Weltbühne verabschiedet.

    Was natürlich eine falsche Analyse ist – siehe USA, die ganz vehement „den Westen“ verteidigen – aber Selbstkasteiung kommt immer gut. Vor allem, wenn man dann beschämt mit dem Finger auf sich selbst zeigen kann. Deutsch, von der englischen URL nicht abschrecken lassen, „Westlessness“:

    https://securityconference.org/publikationen/munich-security-report-2020/

  15. „Waidmann 11. Februar 2020 at 20:14
    Was soll ein „Terrorregime“ auf einer internationalen Sicherheitskonferenz? Einem Terrorregime steht eine solche Teilnahme nicht zu, da es „selbst das größte Sicherheitsrisiko in der freien Welt darstellt!“

    Da ist doch doch Herz erfischend zu sehen daß Israel und die USA überall wo sie hingehen nur Frieden und Liebe verbreiten.
    Ihre Gewehre verschießen Karamellen,ihre Bomber werfen Blumengebinde und Schokolade ab.
    Ist gut zu lesen daß es auch Staaten gibt die keine wirtschaftlichen Interessen verfolgen und es nicht auf die Bodenschätze anderer Länder abgesehen haben.

  16. @ jeanette 11. Februar 2020 at 23:24
    TRUMP:
    Windmühlen in der Nähe des eigenen Hauses und das Haus hat keinen Wert mehr!
    Windmühlen ein Friedhof für Vögel!
    ————————————–
    Wie recht Donald Trump doch wieder hat.

    Kenne auch ein idyllisch gelegenes Haus in einer Mulde am Ende eines Waldes. Nun stehen seit paar Jahren in unmittelbarer Nähe vier Windräder. Graf Ignaz zu Toerring-Jettenbach hat die Windräder auf seinen Wiesen aufstellen lassen.

  17. Mohammad javad zarif vertritt ein Regime das den Holocaust leugnet und so jemand ist in Merkels Deutschland willkommen? SEHR SEHR INTERESSANT!!!

  18. Bevor die AfD hilft, den Iran zu bombardieren (wie es die Grünen mit Serbien gemacht haben) würde ich nochmal in mich gehen

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