Mit diesen Schildern täuscht die Mayersche Buchhandelskette ihre Kunden und manipuliert die Spiegel-Bestsellerliste.

PI-NEWS hat bereits ausführlich darüber berichtet, dass die Mayersche Buchhandelskette mit ihren mehr als 50 Filialen im Westen Deutschlands den neuen Spiegel-Bestseller von Gerhard Wisnewski „verheimlicht – vertuscht – vergessen 2020“ aus dem KOPP Verlag mit dreisten Lügenschildern boykottiert.

Das neue Jahrbuch von Gerhard Wisnewski „verheimlicht – vertuscht – vergessen 2020“ ist am 19. Dezember 2019 im Handel erschienen und bereits in der vierten Woche in der Spiegel-Bestsellerliste platziert. Unter den ersten zehn Plätzen – also entsprechend hochrangig platziert – war es in der Spiegel-Bestsellerliste (KW 4/2020) auf Platz 4, in der Spiegel-Bestsellerliste (KW 5/2020) wiederum auf Platz 4 und in der aktuell laufenden Spiegel-Bestsellerliste (KW 6/2020) ist es auf Rang 5 gelistet.

Der KOPP Verlag mit Hauptsitz im schwäbischen Rottenburg hat sich in den letzten Jahren zu einem der größten Versandhändler Deutschlands gemausert. Neben sämtlichen aktuellen Büchern kann man beim KOPP Verlag ein umfangreiches Sortiment an Gesundheitsprodukten sowie Produkte für die Krisenvorsorge oder des täglichen Bedarfes in puncto Sicherheit erwerben – übrigens versandkostenfrei in ganz Europa.

Dass bei einem Versandhändler solcher Größe Lieferschwierigkeiten bestehen, noch dazu bei einem selbst verlegten Buch wie dem von Gerhard Wisnewski „verheimlicht – vertuscht – vergessen 2020“, ist eher unwahrscheinlich. Dennoch hat die PI-NEWS-REDAKTION – der ausgewogenen Berichterstattung halber – beim KOPP Verlag diesbezüglich angefragt.

Die Antwort folgte prompt:

Zu keinem Zeitpunkt haben Lieferengpässe in Bezug auf das neue Jahrbuch „verheimlicht – vertuscht – vergessen 2020“ von Gerhard Wisnewski bestanden.

Und auch auf Nachfrage von den PI-NEWS-LESERN in den entsprechenden Filialen der Mayerschen Buchhandelskette wurde und wird stets mitgeteilt, dass das Buch bestellt und am nächsten Tag in Empfang genommen werden kann.

Das hindert die Verantwortlichen der Mayerschen Buchhandelskette mit ihren mehr als 50 Filialen im Westen Deutschlands jedoch nicht daran, ihre Kunden seit mehreren Wochen mit dreisten Lügenschildern zu täuschen, um ihren Boykott eines wohl aus ihrer Sicht unliebsamen Spiegel-Bestsellers zu vollziehen.

In der Filiale der Mayerschen Buchhandelskette in der Ruhrgebietsmetropole Essen am Rüttenscheider Stern sah die Spiegel-Bestsellerwand in der Bestsellerliste (KW 5/2020) so aus (PI-NEWS berichtete):

In der aktuell laufenden Spiegel-Bestsellerliste (KW 6/2020) ist das Jahrbuch von Gerhard Wisnewski auf Platz 5 gelistet. Das Lügenschild in dieser Mayerschen-Filiale ist jedoch dasselbe geblieben:

Und auch in der Filiale der Mayerschen Buchhandelskette in der Essener Innenstadt, nur wenige Kilometer weiter, ein ähnliches Bild:

Dort hat man die Schilder für Rang 4 und 5 direkt weggelassen. Den Wisnewski-Bestseller gleich mit. Ein Schelm, wer Boykott und Zensur dabei denkt!

Auf der Shop-Seite der Mayerschen Buchhandelskette im Internet ist das Buch nach wie vor sofort lieferbar:

Weiterhin erreichen die PI-NEWS-REDAKTION vermehrt Hinweise darauf, dass auch die mit Hauptsitz in Tübingen ansässige Buchhandelskette Osiander mit ihren mehr als siebzig Buchhandlungen in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Rheinland-Pfalz den Spiegel-Bestseller „verheimlicht – vertuscht – vergessen 2020“ in höchstwahrscheinlich sämtlichen Filialen boykottiert:

Zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken.

Besonders pikant: Geschäftsführer und Stiftungsvorstand der Osianderschen Buchhandlungen, Heinrich Riethmüller, hat sich jahrelang im Börsenverein des Dt. Buchhandels als Vorsteher der Vorstands für benachteiligte Autoren auf der ganzen Welt eingesetzt. Um entsprechende Hinweise und Lichtbilder wäre die PI-NEWS-Redaktion dankbar!

Wie durch einen breiten Bestseller-Boykott die Rangfolge der Spiegel-Bestsellerliste direkt beeinflusst/manipuliert wird:

Wenn wie im konkreten Fall, mehrere Hundert Buchhandlungen im gesamten Bundesgebiet einen Spiegel-Bestseller nicht entsprechend ausstellen bzw. zum Probelesen und/oder Verkauf anbieten, können die Verkaufsdaten der zur Rangfolge ermittelnden Verkaufsstellen nicht ordnungsgemäß erfasst werden, was zu Verschiebungen der Rangfolge führen kann. PI-NEWS hat darüber seinerzeit ausführlich berichtet.

Wir berichten weiter…

Erneute BITTE an die PI-NEWS-LESER:

Die PI-NEWS-REDAKTION würde sich auch weiterhin über die zahlreiche Zusendung geeigneter Lichtbilder sowie Name und Anschrift des Buchhändlers / der Buchhandlung an info@pi-news.net freuen – herzlichen DANK!

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17 KOMMENTARE

  1. Diese Indizierung des Buches („Eine Zensur findet nicht statt“) ist ein Beleg für dessen Inhalt.

  2. Naja, Bücher kaufen die meisten Leute nach Gelegenheit.
    Ist es da, wird es gekauft.
    Ist es aber nicht da und muss bestellt werden, überlegt „man“ es sich nochmal, ob man extra wegen dieses Buches in ein paar Tagen wieder in diesen Buchladen fährt, um das Bestellte abzuholen.
    Also bestellt man`s erstmal nicht.

    Und natürlich wissen Kaufleute um dieses Kundenverhalten, sie leben schliesslich davon.

  3. Gerhard Wisnewski und Robert Stein höre ich oft während dem Einschlafen. Sehr oft.
    Passt auf euch auf, damit ich auch in Zukunft zuhören kann!

  4. Es ist irgendwie wie eine Bücherverbrennung, was die linksgewirkten Buchhändler und Buchhandelsketten da veranstalten. Wie die Fortsetzung der Verbannung in einen schwer erreichbaren Raum von Antaios in Frankfurt und den unerträglichen Veranstalter.

    Wieder ein Beweis mehr, daß die selbsternannten „Kulturschaffenden“ wie in der DDR ein Haufen stinkender Lumpen sind, das haben die Schreiberlinge mit den Schauspielern und Musikern gemeinsam. Da gibt es je Genre nur eine Handvoll Anständiger.

    Man sollte schon um die linken Buchhändler*) in den Ruin zu treiben in den Läden die Bücher bestellen, aber nicht abholen und stattdessen lieber gleich im Internet bestellen. Auf die Art und Weise verschafft man den Läden dann zugleich ein Lese- bzw. Ausstellungsexemplar.

    *) Was das für Gesockse ist kann man in Sven Liebichs Video von der Leipziger Buchmesse 2018 sehen, geile Aktion mal wieder 🙂
    https://www.youtube.com/watch?v=Ddj5oOiYSfU
    Ganz bezeichnend: Die fusse Tusse von Matthes und Seitz Berlin ab Minute 6:46

  5. Und ja, die übelsten „Intellektuellen“ der DDR Steffi Spira, Stefan Heym und Christa Wolf waren blutrote Bolschewisten, die bis zuletzt an den Endsieg des Bolschewismus glaubend sich Ende 1989 in die vorderste Reihe drängend wie Gregor Gysi versuchten, die Einheit zu sabotieren.

  6. Wenn diese Buchhändler kein Geld verdienen wollen, kann ich die Bücher, die ich haben möchte auch selber bestellen. Ob ich auf die Händlerbestellung oder die Postbestellung warte, ist mir da egal. Bequemer ist es auf jeden Fall, wenn frei Haus geliefert wird. Ich habe auch keine Lust, mir einen „dummen“ Spruch einer politkorrekten Buchhändlergehilfin anzuhören. Beim letzten Sarrazin Buch, hab ich nur gefragt warum die denn einen Bestseller so sparsam bestellen, schließlich heißt der nicht umsonst „Bestseller“, bestellen kann ich mir den selber und hab mich bei der schnippischen Tante noch freundlich bedankt ! Hier in der ehemaligen SPD-Stadt sind aber die meisten Buchhändler ähnlich aufgestellt. Ich brauche die nicht, sie die Kunden aber schon.

  7. Ein weiterer Grund für die Gier nach flächendeckender Digitalisierung auf allen Ebenen (sie tun ja nichts ohne Hintergedanken!).
    Digitale Lesegeräte (z.B. ‚ebook-reader‘), digitale Medien (z.B. ‚ebooks‘) – wenn es nichts anderes mehr gibt, lässt sich dann noch trefflicher manipulieren, zensieren, dikt… d i r iGIERen.

  8. Dass sie nicht wenigstens eine Kopie des Buchdeckels, nicht wenigstens den Titel des Bestsellers im Regal für die Kundschaft zur Information sichtbar machen, ist Beweis der Heuchelei dieser neuen roten Bücherzensoren.

  9. Ich finde das Verhalten solcher Buchhandlungen unwürdig. Ein Verrat am Kerngeschäft, dem gedruckten Wort, ein Verrat an unserer Kultur. Zivilisationsbruch im Westen.

    Sich genau vor Augen führen, was da passiert. Und das ist ernster als im ersten Augenblick man vielleicht denkt. So geht Diktatur, immer ein Stückchen und noch ein Stückchen. Hier die Feigheit des Buchhändlers, dort der vorauseilende Gehorsam des Funktionärs.

    Ich bin PI-NEWS dankbar, dass es dieses ernste Thema aufgreift!
    Denn erst schleift sich die Diktatur in die weichen Sachen ein, schlängelt sich durch das Gras, dann kommt der Sprung des Raubtieres an die Kehle der Freiheit. Sie schreit nicht mal auf dabei, die übrige Gesellschaft… die findet es inzwischen normal, doch es ist zutiefst gestört.

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