„Anywheres“ in der Defensive

Globalismus-Infarkt als Chance verstehen und nutzen!

Von WOLFGANG HÜBNER | Im Leben von Menschen sind körperliche Infarkte schwere Einschnitte, oft genug sogar tödliche. Zwar wird der von dem Virus verursachte Infarkt der Globalisierung für diese höchstwahrscheinlich nicht die schlimmstmögliche Konsequenz haben. Doch der mikroskopisch kleine Unheilbringer zeigt in geradezu heilsam brutaler Weise viele Schwachstellen, Defizite und Fehlentwicklungen einer Globalisierung auf, die nun endgültig mehr Verlierer als Gewinner haben dürfte. Die deutsche Exportökonomie wird auch zu diesen Verlierern gehören, davon zeugt schon jetzt der Stillstand in den Autofabriken von Wolfsburg, Ingolstadt und anderswo.

Entsprechend schlecht und pessimistisch ist die Stimmung im Land. Und die Ängste der Deutschen vor dem Virus sowie seinen ökonomischen und gesellschaftlichen Folgen sind ja auch keineswegs unbegründet. Weil aber das Leben trotz der noch zu erwartenden menschlichen und materiellen Opfer weitergehen wird und weitergehen muss, kann der Globalismus-Infarkt auch als Chance verstanden und genutzt werden. Das ist ein Appell gerade an die patriotischen Kräfte in Deutschland.

Denn es sind nicht die ideologisch universalistisch orientierten Weltläufigen, also die sogenannten „Anywheres“, die in der jetzigen Notsituation für die Aufrechterhaltung der notwendigsten Infrastruktur sorgen. Vielmehr sind es die „Somewheres“, also all die Pflegekräfte, Supermarktmitarbeiter, Energieversorger, Handwerker, Polizisten, Dienstleister und viele andere mehr, die auch ohne ausreichenden Schutz vor Infektionen für ein zwar reduziertes, aber immer noch erträgliches Weiterleben in Deutschland ihren täglichen Einsatz bringen. Nach Beendigung der Krise ist es überfällig, die Anerkennung und Bezahlung dieser Gruppen grundsätzlich zu verändern.

Anders gesagt: Die soziale Frage muss neu gestellt und neu beantwortet werden! Das kann und darf keinesfalls der universalistisch-internationalistisch ausgerichteten Linken überlassen werden. Und erst recht muss demnächst abgerechnet werden mit den grün-linksliberalen Geldvernichtungsprojekten Massenasyl, Klimahysterie, „Nazi“-Psychose, Genderwahn. Denn all das kostet Unsummen, die künftig dafür gebraucht werden, um zumindest die notwendigsten Strukturen in Staat und Gesellschaft genügend auszustatten.

Selbstverständlich werden die Profiteure und Nutznießer der jetzt so fragwürdig gewordenen Ultra-Globalisierung samt ihren Ideologen des Universalismus dem erbitterten Widerstand leisten. Aber im Gegensatz zur Zeit vor der von dem Virus verursachten Krise hat sich die innen- und außenpolitische Position der umvolkenden „Anywheres“ drastisch verschlechtert. Denn die materielle Grundlage der selbsternannten moralischen Supermacht ist schon jetzt nach der ökonomischen Vollbremsung brüchig geworden.

Über solche Mittel, um alle Verluste abzufedern, verfügen weder die großmäulig angekündigten „Bazookas“ aus Berlin oder Brüssel. Längere Zeit wird deshalb allerorten auf kleinerer Flamme gekocht werden müssen. Es ist die Aufgabe der patriotischen Kräfte darauf zu achten, wie und an wen die geringer gewordenen staatlichen Mittel verteilt werden. Das ist zumindest im bislang verwöhnten Deutschland eine ganz neue Situation für alle.

Wer sie geistig und politisch am besten versteht, popularisiert und nutzt, dem winkt größter politischer Profit. Dagegen dürfte selbst der deformierte Verfassungsschutz mit seinem Neo-Mielke der Kanzlerin so ohnmächtig sein wie weiland die Stasi in der DDR. Ja, es kommen Konflikte und Kämpfe als Konsequenzen der Verwerfungen durch die jetzige Krise auf die so politikscheuen Deutschen zu. Das ist nicht vergnüglich. Doch wer den Realitäten zu entfliehen sucht, den bestraft das Leben so oder so. Der späte Merkel-Biedermeier ist nun jedenfalls auch ein Virus-Sterbefall.


Hübner auf der Buch-
messe 2017 in Frankfurt.

PI-NEWS-Autor Wolfgang Hübner schreibt seit vielen Jahren für diesen Blog, vornehmlich zu den Themen Linksfaschismus, Islamisierung Deutschlands und Meinungsfreiheit. Der langjährige Stadtverordnete und Fraktionsvorsitzende der „Bürger für Frankfurt“ (BFF) legte zum Ende des Oktobers 2016 sein Mandat im Frankfurter Römer nieder. Der leidenschaftliche Radfahrer ist über seine Facebook-Seite erreichbar.