Polizei musste eingreifen

Marokkanischer Bundesliga-Profi feiert Corona-Party in Shisha-Bar

Von MANFRED ROUHS | Amine Harit muss eine saftige Geldstrafe zahlen und eine Spende leisten. Diese Buße hat ihm sein Fußballverein Schalke 04 auferlegt, weil er nachts in Essen an einer Corona-Party teilgenommen hat. Der Marokkaner feierte dabei einen Geburtstag in einer Essener Shisha-Bar. Die Polizei musste eingreifen, um kurz vor 2 Uhr morgens die Festlichkeiten aufzulösen.

Harits Jahresgehalt liegt bei 1,5 Millionen Euro. Da sollte der Verein schon ein wenig Disziplin erwarten dürfen … und den Verzicht darauf, das Image seines Brötchengebers zu beschädigen.

In der Partyhauptstadt Berlin wird sogar mit Handzetteln für Corona-Partys geworben. Kaum irgendwo in Deutschland werden Ladenschließungen und Kontaktverbote so umfassend missachtet wie in der Hauptstadt. Vom 14. bis zum 30. März musste die Polizei Medienberichten zufolge 820 Objekte schließen. Jetzt soll ein Bußgeldkatalog für Abhilfe sorgen. Im Gespräch sind 200 Euro für Zusammenkünfte von mehr als zwei Menschen in der Öffentlichkeit.

Die würden Amine Harit wohl nicht abschrecken …

Der Mangel an Disziplin und vorausschauender politischer Planung unterscheidet in der Coronakrise Europa von vielen asiatischen Ländern. Beides wird Menschenleben kosten.


PI-NEWS-Autor Manfred Rouhs, Jahrgang 1965, ist Vorsitzender des Vereins Signal für Deutschland e.V., der die Opfer politisch motivierter Straftaten entschädigt. Der Verein veröffentlicht außerdem ein Portal für kostenloses Online-Fernsehen per Streaming. Manfred Rouhs ist als Unternehmer in Berlin tätig und vermittelt Firmengründungen in Hong Kong.