Trotz grob falscher Drosten-Studie über ansteckende Kinder:

Amtsschimmel setzt Kölner Schülern Plexiglas-Visiere auf

Von MANFRED ROUHS | Am Montag wurde bekannt, dass die deutsche Schulpolitik wohl einer falschen Studie des „Star“-Virologen Christian Drosten zum Opfer fiel (siehe Video unten). Ungeachtet dessen sollen ab dieser Woche alle 140.000 Kölner Schüler im Unterricht durchsichtige Visiere aus Plastik tragen. Das hat die Stadt Köln mitgeteilt. Auslöser der Maßnahme ist offenbar eine Sachspende eines Kölner Unternehmens, das sich ins Gespräch bringen und bei den Kommunalbehörden beliebt machen will.

Das bedeutet im Umkehrschluss: Hätte es die Sachspende nicht gegeben, dann müssten die Schüler die sperrigen Geräte auch nicht an ihrem Haupt befestigen. Oder, anders formuliert: nötig und sinnvoll sind sie eigentlich nicht, wie ja schon der Umstand andeutet, dass sie in allen anderen deutschen Schulen nicht getragen werden (müssen).

Offensichtlich zeigt sich hier der weltberühmte „kölsche Klüngel“ wieder einmal von seiner besonders hässlichen Seite. Und wie immer müssen es jene ausbaden, die sich nicht wehren können.

Corona wird hauptsächlich durch Tröpfcheninfektion übertragen. Kleinste Tröpfchen, die sogenannten Aerosole, schweben in geschlossenen Räumen bis zu 30 Minuten in der Luft und werden nicht nur von Plastikvisieren, sondern auch von einem Mund-Nasen-Schutz aus Stoff nicht aufgehalten. Öfter mal lüften schafft Erleichterung. Wirksam gegen Aerosole sind FFP2-Schutzmasken, die allerdings – leider, leider – nur für einen sehr kleinen Teil der Bevölkerung verfügbar sind, weil die politische Klasse ihre Bevorratung versäumt hat.

Zwar gibt es tatsächlich im medizinischen Betrieb bestimmte, hochprofessionelle Anwendungsformen, bei denen im Zusammenhang mit Schutzkleidung auch ein Visier sinnvoll eingesetzt werden kann. Diese Anwendungsformen haben aber mit den Verhältnissen im Schulbetrieb nicht einmal entfernt etwas zu tun.


PI-NEWS-Autor Manfred Rouhs, Jahrgang 1965, ist Vorsitzender des Vereins Signal für Deutschland e.V., der die Opfer politisch motivierter Straftaten entschädigt. Der Verein veröffentlicht außerdem ein Portal für kostenloses Online-Fernsehen per Streaming und hat die Broschüre „Coronazeit – Leben im Ausnahmezustand“ herausgegeben. Manfred Rouhs ist als Unternehmer in Berlin tätig und vermittelt Firmengründungen in Hong Kong.