Obwohl Verfassungsschutz vor Verbindungen zu Muslimbrüdern warnt

CDU-Bochum freut sich über umstrittenen Moscheebau

Von MICHAEL STÜRZENBERGER | Am vergangenen Sonntag hat die CDU-Bochum via Facebook den geplanten Bau der Moschee des im Visier des NRW-Verfassungsschutzes stehenden Islamischen Kulturvereins gefeiert. Die 10.000 Quadratmeter große „Grüne Moschee“ habe den „Charakter einer interkulturellen Begegnungsstätte“ und sei ein „echter Gewinn“ für Bochum. Die Christdemokraten schätzen das Projekt als „innovativ“, „umweltfreundlich“ und „verbindend“ ein. Fragt sich nur, für wen.

Bereits im März letzten Jahres meldete RP Online, dass der Verfassungsschutz Nordrhein-Westfalen aufgrund von Kooperationen mit der radikalen Muslimbruderschaft ein waches Auge auf die Umtriebe des Islamischen Kulturvereins Bochum (IKB) und seiner bisherigen Khaled-Moschee habe. Sie gelte als Anlaufstelle für Moslems mit radikal-islamischen Aktivitäten. Prediger und Referenten aus dem Umfeld der Muslimbruderschaft seien dort aufgetreten. Auch die WAZ berichtete, allerdings hinter Bezahlschranke.

Im Stadtspiegel war im Juli zu lesen, dass auch Salafisten wie der im vergangenen Jahr abgeschobene Sami A. in der Khaled-Moschee ein und aus gingen. Dazu Muslimbrüder wie Taha Amer, Vorsitzender des Rats der Imame und Gelehrten Deutschlands, die eine wichtige Funktion im Aktionsgeflecht der Muslimbruderschaft einnehme. Auch Ahmed Khalifa, langjähriger Imam des Islamischen Zentrums München (IZM), der aufgrund seiner Verbindung zur Muslimbruderschaft vom Bayerischen Verfassungsschutz beobachtet wurde, war in Bochum zu Gast.

Dies ist besonders heikel, denn das 1973 errichtete IZM gilt als Zentrum der Muslimbrüder in Europa und Schaltstelle des internationalen politischen Islams. Die dortige Moschee wird auch als die Viertwichtigste des Islams bezeichnet, worüber es bisher zwei Bücher gibt: „Die vierte Moschee“ des Journalisten und Pulitzer-Preisträgers Ian Johnson und „Eine Moschee in Deutschland“ des Historikers und BR-Redakteurs Stefan Meining.

Da der Islamverein derzeit noch nicht über genügend Finanzmittel verfügt, um das riesige Projekt zu realisieren, ist die Stadt Bochum mit etwa 650.000 Euro in Vorleistung gegangen, um das Gelände zu erschließen und 100 Parkplätze zu bauen. Anschließend soll dann eine Leichtbauhalle errichtet werden, die zunächst als provisorische Moschee Platz für 500 Moslems biete.

Das Architekturbüro Schulz wurde vom IKB bereits mit der Planung des Gesamtprojektes beauftragt. Die Entwürfe, die am vergangenen Montag veröffentlicht wurden, lassen die Gigantomanie des Koranbunkers erahnen. Der 21 Meter hohe und 625 Quadratmeter große, fünfeckige Gebetsraum bietet Platz für 1500 Moslems, nur Männer natürlich. Dazu kommen 350 Quadratmeter Gebetsfläche für Frauen. Weitere 580 Quadratmeter stehen für das Foyer, Treff- und Aufenthaltsbereiche zur Verfügung.

Plaziert wird das riesige Islam-Projekt in der Nähe der Bochumer Innenstadt und des Fußballstadions. Die IKB hat am vergangenen Mittwoch erste Bilder des Mammut-Projektes zusammen mit einem Spendenaufruf veröffentlicht. Mit dem Ausspruch des Propheten Mohammed, Allah würde jedem ein Haus im Paradies errichten, der für ihn eine Moschee baue, versucht man die Rechtgläubigen zur Geldabgabe zu ködern:

Im Bochumer Stadtrat stellt sich nur die AfD gegen das umstrittene Projekt. Ein Bürgerbegehren gegen den Moscheebau ist zwar nicht mehr möglich, da das Grundstück nicht mehr der Stadt gehört. Aber gegen den Bau der Parkplätze läuft ein Bürgerbegehren, worüber die Bürgerbewegung Pax Europa (BPE) bei ihrer Kundgebung am 31. August des vergangenen Jahres in Bochum auch berichtete:

Tichys Einblick hat unterdessen mit dem Kreisvorsitzenden der CDU Bochum telefoniert, der im Gespräch allerdings selbst nach mehrfacher Nachfrage kein Problem mit der Gratulation für einen vom Verfassungsschutz beobachteten Islamverein erkennen will. Die Junge Freiheit berichtet ebenfalls über diesen Skandal.

Der Widerstand gegen dieses Projekt wird fortgeführt. Auch eine weitere Kundgebung der BPE in Bochum ist eingeplant, sobald dies die Versammlungsbeschränkungen im Zuge der Corona-Krise ermöglichen.

Für ihre Unterstützung dieses Moschee-Projektes kann man sich bei der CDU Bochum, übrigens auch Heimatverband des Bundestagsabgeordneten und CDU-Generalsekretärs Paul Ziemiak, per email bedanken:

» cdu@bochum.de

Hinweis: Bei den Zuschriften trotz aller verständlichen Verärgerung bitte sachlich bleiben und nicht beleidigen.


Michael Stürzenberger
Michael Stürzenberger

PI-NEWS-Autor Michael Stürzenberger arbeitete als Journalist u.a. für das Bayern Journal, dessen Chef Ralph Burkei beim islamischen Terroranschlag in Mumbai starb. 2003/2004 war er Pressesprecher der CSU München bei der Franz Josef Strauß-Tochter Monika Hohlmeier und von 2014 bis 2016 Bundesvorsitzender der Partei „Die Freiheit“. Seine fundamentale Kritik am Politischen Islam muss er seit 2013 in vielen Prozessen vor Gericht verteidigen. Unterstützung hierfür ist über diese Bankverbindung möglich: Michael Stürzenberger, IBAN: HU70117753795954288500000000, BIC: OTPVHUHB. Oder bei Patreon.