Gewinner und Verlierer der Krise

Corona und Crash – alles Zufall?

Von PROF. DR. EBERHARD HAMER | Die Corona-Krise kam zur richtigen Zeit. Noch ist streitig, ob die Ursache der Corona-Epidemie aus der Natur (Fledermäuse) oder aus einem Biowaffenlabor (Wutan?) oder als biologische Waffe von China-Feinden eingeschleust wurde. China selbst hat diese Seuche relativ schnell isoliert und in den Griff bekommen – allerdings mit den Zwangsmaßnahmen eines diktatorischen Staates.

Ebenso unsicher ist, wie sich trotz der Isolierung von Wuhan die Epidemie innerhalb von drei Wochen über die ganze Welt verbreiten konnte und warum die meisten Regierungen erst nach mehreren Wochen zu spät und dann zwar medizinisch richtig, ökonomisch aber grundfalsch reagiert haben. Schweden hat gezeigt, dass beides unnötig war. Wer hat die Panik in der Welt ausgelöst? Wem spielt sie in die Karten? Wer brauchte sie als Vorwand?

Jedenfalls hat es nie eine Grippewelle gegeben, die mit so allgemeiner Panik und einem Weltuntergangszenario entwickelt werden konnte, die weltweit so dramatische staatliche Reaktionen ausgelöst hat und mit den größten Folgen und Freiheitseinschränkungen für jeden Menschen so widerstandslos durchgesetzt werden konnte.

Wenn in der Weltwirtschaft selten oder nie etwas geschieht, was nicht gesteuert ist, könnte die in wenigen Wochen überstandene Corona-Krise mit dem gleichzeitig ausgebrochenen Weltwirtschaftscrash und der uns noch bevorstehenden Weltwirtschaftsdepression zusammenhängen.

Der im März plötzlich ausgebrochene Börsencrash war nicht zufällig, sondern wurde von einzelnen Wissenschaftlern schon lange vorausgesagt. Wenn sich die Geldmenge in 40 Jahren versechsundvierzigfacht, die Gütermenge aber nur vervierfacht hat, bedeutet dies eine unkontrollierte Geldvermehrung mit den durch sie entstandenen Finanzblasen: Börsenblase, Anleihenblase, Schuldenblase, Derivateblase. Dass diese Blasenbildung nicht ewig dauern würde, war sogar den Tätern klar. Deshalb haben sie jedes illegale, rechtswidrige und gesetzeswidrige Mittel genommen, diese Blase noch während ihrer Amtsdauer aufrechtzuerhalten, wie z.B. Staatsfinanzierung in den USA durch die FED, in Europa durch die EZB, Währungsunion, Haftungsunion, Schuldenunion und Finanzunion in der EU, rechtswidrige Rettung der Pleitestaaten Griechenland, Italien, Spanien, Frankreich u.a.

Gewinner der größten Finanzblase unserer Geschichte waren:

  • Die Zentralbanken, die sich mit künstlichem, ungedecktem Geld von ihrer Aufgabe der Sicherung der Währung zur wirtschafts- und währungspolitischen Zentralinstanz entwickeln konnten (allerdings jetzt durch das Bundesverfassungsgericht zurückgepfiffen wurden).
  • Das Weltfinanzsyndikat, das von seinen Banken immer höhere Kapitalsummen erhielt, um damit die Rohstoffe der Welt aufzukaufen und Monopole zu gestalten, 200 Staaten der Welt mit unlimitierten Krediten zu bedienen und sie dafür in Zins- und Rückzahlungsknechtschaft zu beherrschten Provinzen zu machen.
  • Die Sozialfunktionäre konnten über jede Grenze hinaus durch wachsende Schulden zum eigenen Machterhalt wachsende Sozialwohltaten unter der Bevölkerung verteilen – die größte Umverteilung und Sozialblase, die es je gegeben hat.
  • Wachsende Liquidität bedeutete auch wachsende Nachfrage und Umsätze für die Unternehmen sowie wachsende Gewinne. Ohne Rezession und dadurch gewachsenen Wettbewerbsdruck konnten auch veraltete und unrentable Unternehmen zunehmend überleben, erlahmte der Innovationsdruck der Unternehmen und Volkswirtschaften. Allen ging es gut – zu gut für die eigentlich harte Auslese einer Marktwirtschaft.
  • Die privaten Haushalte dagegen waren Gewinner und Verlierer. Der pausenlose Boom bescherte ihnen eine Übernachfrage nach Arbeit und deshalb sichere Arbeitsplätze und Gehaltserhöhungen.

Dem stehen allerdings auch Verlierer gegenüber:

  • Die privaten Haushalte haben allein durch den Nullzins mehr als 300 Milliarden Zinsen verloren, und die durch wachsende Geldmenge schleichende Geldentwertung gestattete ihnen keine freien Mittel, um wie die Finanzindustrie und Konzerne rechtzeitig in Sachwerte zu investieren.
  • Millionen von Haushalten zuzüglich der Immigranten gewöhnten sich an Rundumversorgung durch öffentliche Sozialleistungen und wurden bzw. blieben zu einer Leistungsgesellschaft nicht mehr bereit.
  • Während die „Reichen“ mit ihren Leistungserträgen in die Steueroasen flüchten konnten, griff der wachsende Umverteilungsstaat auf die Leistungsträger des Mittelstandes immer härter zu. Sie zahlen inzwischen netto 80 Prozent unserer Steuern und Sozialabgaben, während die Oberschicht sich durch Steuerflucht der Ausplünderung entziehen und die Unterschicht mit immer mehr Sozialleistungen auf Kosten der Mitte auf den Übergang zum „arbeitslosen Grundeinkommen“ einrichten konnte.

Per saldo waren also das internationale Kapital, die Oberschicht und die öffentlichen Körperschaften Gewinner der Finanzblasen, die Privathaushalte der Mittel- und Unterschicht dagegen die Verlierer.

Wenn der Corona-Crash den Wirtschaftscrash ausgelöst, aber nicht verursacht hat, welche Kräfte sind dann daran interessiert?

Dass die Corona-Epidemie weltweit auftrat und Regierungen weltweit (außer Schweden) daraufhin „aus gesundheitlichen Gründen“ einen Wirtschaftstopp verordneten, deutet auf weltweite Steuerung dieses an sich ökonomisch selbstmörderischen Verhaltens hin. Wie das Beispiel Schweden zeigt, wäre ein Wirtschaftsstopp trotz Corona-Krise nicht nötig gewesen, hätte man die Unternehmer und Gewerkschaften verpflichten können, in den Betrieben selbst für Vorsichtsmaßnahmen zu sorgen, statt dies staatlich zu diktieren. Dass die Regierungen auch in den Demokratien nicht den markwirtschaftlichen, sondern fast alle den staatlichen Zwangsweg gewählt haben und weil die weltweiten Zwangsmaßnahmen erst verordnet wurden, als die  Corona-Krise – wie in Deutschland – ihren Höhepunkt bereits überschritten hatte, könnte man globalen Zentral-Einfluss dahinter vermuten.

  • Die ersten Panikschreie kamen aus der von Bill Gates finanzierten Johns Hopkins Universität, die sich seitdem als Pandemieführer und Zentralstatistiker für die ganze Welt aufspielt. Sie will gemeinsam mit der – ebenfalls von Bill Gates finanzierten – Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine weltweite Impf- und Kennzeichnungspflicht aller Menschen durchsetzen, was ein Milliardengeschäft für Bill Gates-Firmen (Microsoft und Pharmafirmen) bedeuten würde.
  • Eigenartigerweise wird im Zusammenhang mit Corona auch die Handyortung jedes Menschen (wie in China) sowie das Chippen der Menschen zu ihrer lebenslangen Kontrolle gefordert.

Niemand hätte geglaubt, dass die Menschen sich in einer Demokratie freiwillig Kontrollchips setzen lassen würden. Insofern war der Versuch, sie erst einmal zur Kontrolle in Quarantäne zu zwingen, ein gelungener Vortest.

  • Gates und seine Hochfinanz feuern auch wieder die Diskussion um Digitalgeld an. Dies würde die Geldfreiheit jedes einzelnen Menschen vernichten und ihn vom Wohlwollen einer Bank abhängig machen, ob diese ihm ein Konto für Digitalgeld gibt oder nicht und wie lange. Außerdem hätte der Staat die Möglichkeit, Digitalgeld per Mausklick flächendeckend abzuwerten, also die einfachste Form der Währungsreform durchzuführen.
  • Ungewöhnlich ist auch das Panikorchester, das die Staatsmedien und die vom Staat bezahlte Presse seit Mitte März angestimmt haben. 70 Prozent aller Pressemitteilungen beschäftigen sich mit der Corona-Krise und beschwören deren Gefahren bzw. dass die Bevölkerung nun allen Befehlen der Panikmacher gehorchen müsse. Auch hier führt der Weg weiter zu den Finanzunterstützungen der Soros- und Gates-Stiftungen an die Medien.
  • In allen Staaten hatte die Corona-Krise einen Machtzuwachs der Regierungen und der Zentralgewalt zur Folge. Nie hätte es solche Freiheitseinschränkungen und solche Kommandowirtschaft ohne Corona-Panik gegeben! Ob die Staaten die so leicht gewonnene Zentralmacht wieder zurückgeben, ist fraglich. Generell läuft seit Corona eine politische Tendenz zur Zentralisierung.
  • Das kann man vor allem bei der EU beobachten, die nur knapp an Eurobonds gehindert wurde, aber eine Schuldenvergemeinschaftung dennoch indirekt erreichte. Und mit ihrem Green Deal hat sie eine EU-Zentralsteuer auf den Weg gebracht als konsequenten Weg zur Schulden- und Finanzunion. Nur nebenbei hat sie still die korrupten Armenhäuser Europas, Nord-Mazedonien und Albanien, zu Beitrittskandidaten und Dauersubventionsempfängern gemacht. Die EU-Zentralisierung geht also mit Hilfe von Corona weiter. Auch der Crash wird schon benutzt. Italien, Spanien und Frankreich waren ohnehin pleite und wollen nun ihren Haushalt mit EU-Geschenken unter dem Vorwand künftigen Wiederaufbaus auf deutsche Kosten finanzieren.

Die Corona-Krise kam also einigen Akteuren in der Welt nicht nur zupass, sondern möglicherweise sogar nützlich.

Vor allem hat die vor dem Zusammenbruch des Weltwährungssystems stehende internationale Hochfinanz mit der Corona-Krise einen Schuldigen für den Währungs- und Wirtschaftscrash gefunden. Schon jetzt haben die Staaten den Banken und Konzernen der Hochfinanz unvorstellbare Summen zur Verfügung gestellt; die USA zwei Billionen Dollar, die EU 750 Milliarden und Deutschland 820 Milliarden Euro usw. Die internationale Hochfinanz kann also ihre Finanzen auf öffentliche Kosten sanieren, bevor die große Generalbereinigung von Deflation zu galoppierender Inflation und Währungsreform das Vermögen der übrigen Gesamtbevölkerung zerstört.

Schon jetzt (seit Corona) hat der Eigentümer von Amazon (Jeff Bezos) sein Vermögen durch die Corona-Krise um 20 Prozent vermehrt.

Die Folgen?

Nach der Corona-Krise kommt es zur größten Weltwirtschaftsdepression, die die Panikmacher von Großkapital und Politik durch den unnötigen Stopp der gesamten Volkswirtschaften der Welt herbeigeführt haben. Das Beispiel Schweden zeigt, dass eine solche Totalmaßnahme gar nicht notwendig war. Sie kam auch zu spät, nämlich erst nach dem Höhepunkt der Corona-Krise. Nun hat man nicht nur die Rezession herbeigezwungen, sondern zugleich auch die höchsten zusätzlichen Milliardenschulden aufgenommen, um durch unsinnige Geldgeschenke vor allem an Banken und Konzerne den selbstverschuldeten Wirtschaftsstopp zu überwinden, – also praktisch doppelten Schaden angerichtet.

Die Stimmen werden immer lauter, die unserer ökonomischen Laien-Regierung vorwerfen, dass sie völlig unnötig in Panik den Wirtschaftsstopp ausgerufen hat und jedem einzelnen Menschen schon dadurch mehr als je sonst geschadet hat. Wenn jetzt die Rezession auch noch für jeden fühlbar wird, werden die Menschen aus ihrer Erstarrung nach den Schuldigen rufen. Dann wird das Panik-Quartett Söder, Altmaier, Spahn und Merkel schneller von der politischen Bildfläche verschwinden, als sie vorher Corona-Punkte gesammelt hatten.

Dennoch werden die Corona- und Weltwirtschaftskrise unsere Wirtschaft und Gesellschaft nachhaltig verändern, wird vieles nicht mehr so werden, wie es bis März dieses Jahres gewesen ist, müssen wir die Freiheits- und Wirtschaftsfolgen ausbaden, die uns eine rücksichtlose Weltfinanzindustrie und ihre politischen Diener eingebrockt haben.

In allen Krisen hat immer das Volk die Zeche zahlen müssen. Nun sind wird dran.


Prof. Eberhard Hamer.
Prof. Eberhard Hamer.

PI-NEWS-Autor Prof. Dr. Eberhard Hamer (* 15. August 1932 in Mettmann) ist ein deutscher Ökonom. Sein Schwerpunkt ist die Mittelstandsökonomie. In den 1970er Jahren gründete er das privat geführte Mittelstandsinstitut Niedersachsen in Hannover und veröffentlichte über 20 Bücher zum Thema Mittelstand. Hamer erhielt 1986 das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Seine Kolumne erscheint einmal wöchentlich auf PI-NEWS.