Slomka, Kleber, Reschke: Natürlich „systemrelevant“!

Von WOLFGANG HÜBNER | Was haben die Altenpflegerin Helga Müller und die Moderatorin Marietta Slomka neuerdings gemeinsam? Sie sollen beide „systemrelevant“ sein. Vergessen wir mal großzügig, dass die Systemrelevanz von Frau Müller deutlich schlechter bezahlt wird als diejenige von Frau Slomka. Fragen wir uns vielmehr, warum Frau Müller auf einmal auch im ZDF von Frau Slomka als „systemrelevant“ gefeiert wird, und fragen wir uns auch, wer eigentlich ein Interesse hat, Frau Slomkas Tätigkeit als „systemrelevant“ und damit als unverzichtbar zu betrachten.

Frau Müller hat bislang einen wichtigen, aber gering beachteten, gering angesehenen und gering bezahlten Beruf ausgeübt. In der Viruskrise mit ihrer besonderen Gefährdung alter und pflegebedürftiger Menschen hat dieser Beruf eine unverhoffte Aufwertung erfahren, ja sogar eine Art Heldenstatus. Schließlich stehen Menschen wie Frau Müller an der äußersten Frontlinie des Kampfs gegen den winzigen Bösewicht. Es ist allerdings die gleiche traurige Geschichte zu erwarten wie bei den Frontsoldaten der beiden Weltkriege: Ist der Krieg irgendwann vorbei, sind seine tapfersten Kämpfer bald wieder vergessen und oft genug auch Sozialfälle.

Dieses Schicksal wird allerdings Frau Slomka keineswegs bestimmt sein. Denn ihre Tätigkeit war schon vor der Viruskrise höchst „systemrelevant“. Schließlich muss jeden Tag in den öffentlich-rechtlichen Medien Macht und Segen des Parteienstaats (minus Störfaktor AfD) propagiert wie gepriesen werden. Wer das so überzeugt und zugleich so bereitwillig aggressiv tut wie all die Slomkas, Klebers, Reschkes, Restles etc., der kann sich an Jahresgehältern erfreuen, die monatelang für den Unterhalt eines ganzen Pflegeheims reichen würden.

Da solche Gehälter jedoch irgendjemand finanzieren muss, sollen nun mal wieder die Rundfunkgebühren erhöht werden. Das wird nicht von allen gerne gesehen, besonders nicht von den unzähligen Gebührenzahlern, die gerade etwas ärmer gemacht werden von den ökonomischen Corona-Folgen. Die SPD-Ministerpräsidentin der ZDF-Heimat Rheinland-Pfalz gehört nicht dazu. Auch deshalb fordert Malu Dreyer nun dringlich, die Gebühren endlich anzuheben. Sie begründete das damit, die öffentlich-rechtlichen Sender seien „systemrelevant“. Damit liegt sie zweifellos richtig und Frau Slomka wird Frau Dreyer bestimmt so zuverlässig unterstützen wie das bei Frau Merkel ohnehin tagtäglich der Fall ist.

Es ist oft der Gebrauch des Wortes „Systemmedien“ seitens rechter Kreise als „Hetze“ und „Nazivokabular“ kritisiert worden. Da ist es doch sehr erhellend, wie freimütig eine linke Politikerin den Begriff „systemrelevant“ für die tägliche Arbeit von ARD und ZDF gebraucht. Niemand kann bestreiten, dass sich Slomka und Co. diese Systemrelevanz ehrlich verdient haben. Für die ebenfalls nun „systemrelevante“ Altenpflegerin Helga Müller wird das allerdings auch eine Nebenfolge haben: Sie zahlt bald mehr dafür, die TV-Helden der etwas anderen Relevanz bei der Arbeit fürs System bewundern zu dürfen!


Hübner auf der Buch-
messe 2017 in Frankfurt.

PI-NEWS-Autor Wolfgang Hübner schreibt seit vielen Jahren für diesen Blog, vornehmlich zu den Themen Linksfaschismus, Islamisierung Deutschlands und Meinungsfreiheit. Der langjährige Stadtverordnete und Fraktionsvorsitzende der „Bürger für Frankfurt“ (BFF) legte zum Ende des Oktobers 2016 sein Mandat im Frankfurter Römer nieder. Der leidenschaftliche Radfahrer ist über seine Facebook-Seite erreichbar.