Europaweit bisher größte Demonstration

Stuttgart: „Freiheitsvirus“ ausgebrochen – 5000 gegen Shutdown

Angemeldet waren 2500, doch 5000 kamen am Samstag Nachmittag auf dem Cannstatter Wasen nach Stuttgart. Es war die europaweit bisher größte Demonstration gegen den Shutdown und die damit verbundenen, meist vollkommen überzogenen, in weiten Teilen kontraproduktiven und freiheitsentziehenden Maßnahmen der Bundesregierung.

Michael Ballweg, Unternehmer und Gründer der Initiative „Querdenken711“, forderte sofortige Lockerungen wie beispielsweise die Abschaffung der Maskenpflicht und Neuwahlen im Oktober dieses Jahres. Er rief auf der Kundgebung angesichts des überwältigenden Protests der Menge zu: „In Stuttgart ist das Freiheitsvirus ausgebrochen!“.

Es wurden Grundgesetzartikel verlesen und Lieder gesungen, die das Grundgesetz zum Inhalt hatten. Der Verlust der Freiheit stand im Zentrum vieler Beiträge.

Bürger forderten auf, sich zu widersetzen und nicht mehr alles hinzunehmen, was beschlossen wird. „Ist das noch Demokratie?“ und „Widerstand“ war  auf den  Plakaten zu lesen.

Viele Redner sprachen sich gegen Zwangsimpfungen aus und hatten damit auch diejenigen auf ihrer Seite, die ansonsten dem Impfen nicht ausschließlich kritisch gegenüberstehen. Bill Gates war in diesem Zusammenhang bei vielen Demonstranten Thema auf den Protestplakaten.

Auf einem roten Banner und auch auf Kleidung war die Parole „Wir sind das Volk“ zu lesen. Mehrmals wurde deutlich Kritik an ARD und ZDF geübt. Aber auch die Berichterstattung in der Lokalpresse wurde von Rednern als deutlich mangelhaft beschrieben.

Querfront: Rechts und links funktioniert auf einmal

Rocker neben Hippie. Alt neben Jung. Rechts neben Links. Spießig neben sehr kreativ.  Das kann tatsächlich funktionieren und hat funktioniert. Im Ergebnis also das Schlimmste, was sich die „Eliten“ vorstellen können. Herrsche und Teile funktioniert beim Thema Freiheitsrechte und Wahrung des Grundgesetzes offensichtlich nicht mehr.

Die einzigen, die das mal wieder nicht kapieren wollten, war natürlich die Antifa, die immer noch die Position vertritt: Protest muss links sein und rechte Personen dürfen in der Öffentlichkeit nicht ihre Meinung sagen. Die Antifa musste deshalb auch zu Anfang der Veranstaltung in Begleitung der Polizei vom Platz gehen.

Die Antifa wurde von der Kundgebung durch Polizeikräfte meist ferngehalten.

Am Veranstalter lag es nicht, der hätte die Antifa auch toleriert, so wie die „Rechten“ eben auch. Es wurde explizit die Meinungsfreiheit hoch gehalten und grundsätzlich niemand ausgeschlossen. Auch wurde verkündet, dass nicht in den Kategorien links, rechts, Mitte gedacht werden solle.

Die Antifa griff vor Kundgebungsbeginn Demonstrationsteilnehmer an. Dabei wurden mehrere Personen leicht verletzt. Auch auf Seiten der Antifa, weil sich die Angegriffenen zu wehren wussten. Mindestens eine Brille ging zu Bruch.

2 x F statt FFF – Freiheit und Frieden

Der Ruf „Frieden“ wurde mit „Freiheit“ beantwortet und andersherum. So schallte es über den Platz. Auch eine ganz junge Rednerin (Lara, elf Jahre) animierte die Bürger, ihrem Protest Stimme zu verleihen. Man hatte den Eindruck, dass nicht nur der Veranstalter selbst, sondern auch sehr viele Teilnehmer „Frischlinge“ waren, was die Demonstrationserfahrung anging. Ein eindeutig positives Zeichen. Zeigt es doch, dass immer mehr Menschen bereit sind, aus ihrer „Komfortzone“ auszubrechen. Passend dazu das Plakat: „Widerstand2020 ist nicht zwecklos!“. Einige Deutschlandfahnen wehten außerdem in der Menge.

Potenzial zu wachsen, hat die Protestbewegung allemal, denn durch den Arbeitsmarktlockdown sind viele Beschäftigte aktuell von Arbeitslosigkeit betroffen (allein um 300.000 stieg die Zahl im Vergleich zum Vormonat). Unvorstellbar auch die Zahl von derzeit zehn Millionen Menschen in Kurzarbeit. Den DGB-Gewerkschaften ist das offensichtlich keinen einzigen öffentlich wahrnehmbaren Protest wert. Wo bleibt der Aufschrei der Arbeitnehmervertreter?!

Vorbildlich hingegen die alternative Gewerkschaft „Zentrum Automobil“, die mit Vertretern vor Ort Gesicht zeigte. Darunter auch der in der Vorwoche bei der gleichen Kundgebung von der Antifa im Nachgang attackierte Gewerkschaftschef Oliver Hilburger (PI-NEWS berichtete).

Für kommenden Samstag kündigte Ballweg für den gleichen Ort um 15.30 Uhr die nächste Großdemo an. Bekannte Künstler werden kommen, Technik wird aufgerüstet.

Weil wir den Teilnehmern der Kundgebung auch eine Stimme geben wollen, präsentieren wir hier im Anschluss eine Auswahl aus der Fülle an kreativ gestalteten und aussagekräftigen Plakaten, Bannern und Kostümen: