Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?

Mohrenbrauerei geht sozial offline

Von MANFRED ROUHS | Vor dem Hintergrund der aktuellen Rassismus-Debatte hat die Vorarlberger Mohrenbrauerei ihre Veröffentlichungen in den sozialen Netzwerken offline gestellt. Dort häuften sich Beschimpfungen gegen das Traditionsunternehmen mit dem verfänglichen Namen, dessen Logo ein schwarzer Kopf mit dicken Lippen und krausen Haaren ziert. Zu Logo und Namen erklärt die Brauerei:

„Unser Name stammt von Josef Mohr, der 1784 das nach ihm benannte Gasthaus ‚Zum Mohren‘ mit angeschlossener Brauerei eröffnete. Dafür verwendete er das Familienwappen, welches einen Menschen schwarzer Hautfarbe zeigt. Die Zeichnung basiert auf alten Darstellungen des heiligen Mauritius. Sie ist bis heute auf vielen Wappen zu finden, etwas der deutschen Stadt Coburg.

Natürlich gab es damals einen anderen Umgang mit Menschen anderer Hautfarbe und Kultur. Die überzeichnete Darstellung ist Ausdruck dessen. Ein rassistisches Motiv gab es weder bei der Gründung noch heute – ganz im Gegenteil.“

Da nun aber offensichtlich die Lippen des Mohren auffallend dick sind und sich seine Haare sehr, sehr stark kräuseln wurde die Forderung der Gut- und Bessermenschen immer lauter, die Brauerei möge zumindest ihr Logo ändern. Dem stellt sich die Online-Petition „Rettet das Mohrenbräu-Logo“ entgegen, die fordert: „Rettet die Tradition des seit 1834 bestehenden Familienunternehmens. Nur Unwissende und Mohrenbräu-Gegner bezeichnen dieses Logo als rassistisch.“

Ist es nicht schön für manche Menschen, dass sie sonst gerade keine anderen Sorgen haben?


PI-NEWS-Autor Manfred Rouhs, Jahrgang 1965, ist Vorsitzender des Vereins Signal für Deutschland e.V., der die Opfer politisch motivierter Straftaten entschädigt. Der Verein veröffentlicht außerdem ein Portal für kostenloses Online-Fernsehen per Streaming und hat die Broschüre Coronazeit – Leben im Ausnahmezustand“ herausgegeben. Manfred Rouhs ist als Unternehmer in Berlin tätig und vermittelt Firmengründungen in Hong Kong.